GÄSTEBUCH
Ernst Ott schrieb am 18.02.2012:
Alessandro-Premiere
Was für ein Festspiel-Start! Allen Beteiligten herzlichen Dank für Alessandro! Die Deutschen Händelsolisten haben gespielt wie die Götter, Yetzabel Arias Fernandez war zauberhaft nicht nur in dem „Zugabe-Largo“, Raffaella Milanesi ganz genau so gut (und das in nur 3 Wochen Studienzeit!), alle übrigen Sänger ebenso. Ein schönes Bühnenbild, ein gutes Programmheft, das exzellent redigierte Libretto schon Wochen vorher online lesbar, all das machte Alessandro zu einem reinen Vergnügen! (Vielleicht könnte man künftig noch einen Regisseur engagieren, der den Unterschied zwischen Recitativo und Aria kennt und die Aktualität Händels nicht mit altbekannten Mätzchen überspielt). Der Intendanz Spuhler weiterhin eine so gute Hand mit Händel, und dass sie dieses wunderbare Orchester erhält und pflegt!
Alessandro-Premiere
Was für ein Festspiel-Start! Allen Beteiligten herzlichen Dank für Alessandro! Die Deutschen Händelsolisten haben gespielt wie die Götter, Yetzabel Arias Fernandez war zauberhaft nicht nur in dem „Zugabe-Largo“, Raffaella Milanesi ganz genau so gut (und das in nur 3 Wochen Studienzeit!), alle übrigen Sänger ebenso. Ein schönes Bühnenbild, ein gutes Programmheft, das exzellent redigierte Libretto schon Wochen vorher online lesbar, all das machte Alessandro zu einem reinen Vergnügen! (Vielleicht könnte man künftig noch einen Regisseur engagieren, der den Unterschied zwischen Recitativo und Aria kennt und die Aktualität Händels nicht mit altbekannten Mätzchen überspielt). Der Intendanz Spuhler weiterhin eine so gute Hand mit Händel, und dass sie dieses wunderbare Orchester erhält und pflegt!
Marianne Arndt-Baumann schrieb am 17.02.2012:
Generalprobe "Alessandro"
Leider kann ich den Enthusiasmus von Frau Bruns nicht teilen. An die vorherigen phantastischen Aufführungen im Rahmen der Händelfestspiele wie "Lothario", Radamisto" und Ariodante"
knüpft die Oper "Alessandro" in keiner Weise an. Sicherlich hat die Theaterintendanz diese selten gespielte Oper als Herausforderung gesehen, aber dann hätte man den Spannungsabfall im zweiten Akt mit hervorragender sängerischer
Leistung kompensieren müssen. Und hier- so scheint es- liegt der Hase im Pfeffer, denn die stand leider nicht zur Verfügung: Die Titelpartie blass, Lisaura unsauber in den Koloraturen, die anderen Sänger - mit Ausnahme von Rossane und Herrn Kohlhepp ( seine Stimme war die schönste des Abends!) - gutes Mittelmaß, aber für eine Festspieleröffnung eben nicht gut genug. Mit Wehmut denke ich da an die Klasse eines eFranco Fagioli und einer Kirsten Blaise. Gut gefallen hat mir das schlichte Bühnenbild als Kontrast zur manirierten Barockmusik, während sich mir die Baletteinlagen der als Allegorie gedachten "schwarzen Krieger" nicht unbedingt erschlossen haben.
Schade, dass sich die Erwartung auf ein High-light dieser Spielzeit nicht erfüllt hat.
Generalprobe "Alessandro"
Leider kann ich den Enthusiasmus von Frau Bruns nicht teilen. An die vorherigen phantastischen Aufführungen im Rahmen der Händelfestspiele wie "Lothario", Radamisto" und Ariodante"
knüpft die Oper "Alessandro" in keiner Weise an. Sicherlich hat die Theaterintendanz diese selten gespielte Oper als Herausforderung gesehen, aber dann hätte man den Spannungsabfall im zweiten Akt mit hervorragender sängerischer
Leistung kompensieren müssen. Und hier- so scheint es- liegt der Hase im Pfeffer, denn die stand leider nicht zur Verfügung: Die Titelpartie blass, Lisaura unsauber in den Koloraturen, die anderen Sänger - mit Ausnahme von Rossane und Herrn Kohlhepp ( seine Stimme war die schönste des Abends!) - gutes Mittelmaß, aber für eine Festspieleröffnung eben nicht gut genug. Mit Wehmut denke ich da an die Klasse eines eFranco Fagioli und einer Kirsten Blaise. Gut gefallen hat mir das schlichte Bühnenbild als Kontrast zur manirierten Barockmusik, während sich mir die Baletteinlagen der als Allegorie gedachten "schwarzen Krieger" nicht unbedingt erschlossen haben.
Schade, dass sich die Erwartung auf ein High-light dieser Spielzeit nicht erfüllt hat.
Jutta Bruns schrieb am 16.02.2012:
Generalprobe "Alessandro"
Stehe noch ganz unter dem Eindruck dieser grandiosen Generalprobe-einfach phantastisch, hervorragende Sänger, wunderbares Orchester und auch das Bühnenbild incl. Beleuchtung waren wieder einmal grossartig! vielen Dank für diesen wunderbaren Abend an alle. Bravo-bravissimo und toi-toi-toi für die Premiere!
Generalprobe "Alessandro"
Stehe noch ganz unter dem Eindruck dieser grandiosen Generalprobe-einfach phantastisch, hervorragende Sänger, wunderbares Orchester und auch das Bühnenbild incl. Beleuchtung waren wieder einmal grossartig! vielen Dank für diesen wunderbaren Abend an alle. Bravo-bravissimo und toi-toi-toi für die Premiere!
Juliane Patz schrieb am 15.02.2012:
Herzog Theodor von Gothland - Eindruck
Liebe Theater-Schauspieler und lieber Bühnenregisseur,
ich war am Sonntag nach langen Jahren wieder einmal im Theater, und das war der "Herzog Theodor von Gothland", gleich vier Stunden lang und doch die einzige Wahl, denn am folgenden Tag bin ich von Karlsruhe mit seinem großen Staatstheater wieder abgereist.
Ich saß in der letzten Reihe mit einem jungen Freund, der zum ersten Mal in seinem Leben im Theater war. Er hat sehr lange geklatscht.
Ich möchte von mir schreiben und von dem, was mir am eindringlichsten war. Ich bin Künstlerin so wie Ihr, wenn auch nicht am Theater, und die lange Reise von vier Stunden zu erleben, die Ihr gestern auf der Bühne vor unseren Augen mit höchster Präsenz zurückgelegt habt, macht mich froh, und jede Sekunde Applaus habe ich Euch gegönnt.
Ich suche in meinem Kopf zwanzig (nicht unbedingt chronologische) Stellen heraus, seien sie stellvertretend für meinen Eindruck.
1. "Zigarette?" "Banane?" Überhaupt der Humor des Negers.
2. Der Theodor zieht sich aus, er zieht sich nackt aus, mitten auf der Bühne!
3. Theodors Frau flößt ihrem Vater den Wein ein und geht dann in den Schnee sterben.
4. Der Neger und Gustav haben Sex miteinander, in mir so eine Empörung, und dann zucken sie bei den Peitschenhieben auf Gustav beide zusammen, was ist das?
5. Mal ist er Narr, mal ist er Teufel, der Neger.
6. Theodor verwandelt sich so sehr, am Anfang im Grünen hat er so sehr den Spruch "In der Ruhe liegt die Kraft" hinübergebracht, geradezu naiv, und wie alt und verwittert er am Ende war.
7. Der Diener-Erich oder -Eric ist rührend und authentisch, ein treuer Freund.
8. Theodor zuckt und krümmt sich vor inneren Schmerzen, vor Unruhe.
9. Die dröhnende Musik ertönt, die Leichenteile auf der Bühne werden weiter zerstückelt - ich schloss die Augen und hielt die Ohren zu, das will ich nicht sehen. Mein junger Freund hat mich in die Seite geboxt, weil er wollte, dass ich doch hinsehe. Hab ich aber nicht.
10. Die Stimmen von Theodor und dem Neger, der zugleich auch innere Stimme von Theodor ist, mit einem am Mikrofon so leisen, eindringlichen Charakter im Kontrast zu der sonstigen Form von Lautstärke.
11. Das Klavierspielen und dann Erstochenwerden, zwei mal, und die absurd fröhlichen Melodien.
12. Der König, der eine Königin ist und nie den Mantel trägt, ihn immer nur mit sich herumträgt.
13. Noch mal die unglaubliche List des Negers und sein tiefer Spaß, wenn sie geklappt hat - "nein, die Unsterblichkeit, die gibt es nicht." - "Gut, lasst die 500 Leute töten. - "Och, vielleicht gibt es die Unsterblichkeit ja doch... ach, die 500 Leute sind schon tot?"
14. Am Ende wird ihm Blut eingespritzt, er zuckt und stirbt, ich kenne diese Art zu sterben nicht.
15. Und der/die König/Königin und die anderen kehren aus dem Exil zurück und sehen, wie sie sich gegenseitig erschlagen haben, und sie sagt, dass man nicht mit Spott an Theodor denken wird, und es wirkt doch wie Spott.
16. Die durchdringende Lache des Friedrichs, der minutenlang nicht aufhört, seinen Bruder zu verhöhnen.
17. Die Leichenfrau, die nie mitspielt, aber die erst erdrosselt wird, um alles in Gang zu setzen, und dann von Friedrich verlacht wird, weil sie den Hergang bezeugen soll und doch erdrosselt wurde.
18. Die gegenseitigen Vorurteile und Bemerkungen aller gegen alle - der Finne gegen den Neger, der Neger gegen die Europäer, wieder jemand gegen den treuen Erich/Eric, auch der Bote von Friedrich wird lächerlich gemacht.
19. Wie am Ende der zum Fürst Ernannte auch noch stirbt und es ihm egal ist - ich dachte noch, er wird als eine Art Sieger hervorgehen.
20. Die gruselige Geschichte vom Neger, der den Branntwein samt Glas verschlungen und es als das Herz des Theodor bezeichnet hat.
Nennt es schauspielerische Leistung, nennt es eine gute Geschichte - es war eine gute Vorstellung. Danke.
Juliane Patz
Herzog Theodor von Gothland - Eindruck
Liebe Theater-Schauspieler und lieber Bühnenregisseur,
ich war am Sonntag nach langen Jahren wieder einmal im Theater, und das war der "Herzog Theodor von Gothland", gleich vier Stunden lang und doch die einzige Wahl, denn am folgenden Tag bin ich von Karlsruhe mit seinem großen Staatstheater wieder abgereist.
Ich saß in der letzten Reihe mit einem jungen Freund, der zum ersten Mal in seinem Leben im Theater war. Er hat sehr lange geklatscht.
Ich möchte von mir schreiben und von dem, was mir am eindringlichsten war. Ich bin Künstlerin so wie Ihr, wenn auch nicht am Theater, und die lange Reise von vier Stunden zu erleben, die Ihr gestern auf der Bühne vor unseren Augen mit höchster Präsenz zurückgelegt habt, macht mich froh, und jede Sekunde Applaus habe ich Euch gegönnt.
Ich suche in meinem Kopf zwanzig (nicht unbedingt chronologische) Stellen heraus, seien sie stellvertretend für meinen Eindruck.
1. "Zigarette?" "Banane?" Überhaupt der Humor des Negers.
2. Der Theodor zieht sich aus, er zieht sich nackt aus, mitten auf der Bühne!
3. Theodors Frau flößt ihrem Vater den Wein ein und geht dann in den Schnee sterben.
4. Der Neger und Gustav haben Sex miteinander, in mir so eine Empörung, und dann zucken sie bei den Peitschenhieben auf Gustav beide zusammen, was ist das?
5. Mal ist er Narr, mal ist er Teufel, der Neger.
6. Theodor verwandelt sich so sehr, am Anfang im Grünen hat er so sehr den Spruch "In der Ruhe liegt die Kraft" hinübergebracht, geradezu naiv, und wie alt und verwittert er am Ende war.
7. Der Diener-Erich oder -Eric ist rührend und authentisch, ein treuer Freund.
8. Theodor zuckt und krümmt sich vor inneren Schmerzen, vor Unruhe.
9. Die dröhnende Musik ertönt, die Leichenteile auf der Bühne werden weiter zerstückelt - ich schloss die Augen und hielt die Ohren zu, das will ich nicht sehen. Mein junger Freund hat mich in die Seite geboxt, weil er wollte, dass ich doch hinsehe. Hab ich aber nicht.
10. Die Stimmen von Theodor und dem Neger, der zugleich auch innere Stimme von Theodor ist, mit einem am Mikrofon so leisen, eindringlichen Charakter im Kontrast zu der sonstigen Form von Lautstärke.
11. Das Klavierspielen und dann Erstochenwerden, zwei mal, und die absurd fröhlichen Melodien.
12. Der König, der eine Königin ist und nie den Mantel trägt, ihn immer nur mit sich herumträgt.
13. Noch mal die unglaubliche List des Negers und sein tiefer Spaß, wenn sie geklappt hat - "nein, die Unsterblichkeit, die gibt es nicht." - "Gut, lasst die 500 Leute töten. - "Och, vielleicht gibt es die Unsterblichkeit ja doch... ach, die 500 Leute sind schon tot?"
14. Am Ende wird ihm Blut eingespritzt, er zuckt und stirbt, ich kenne diese Art zu sterben nicht.
15. Und der/die König/Königin und die anderen kehren aus dem Exil zurück und sehen, wie sie sich gegenseitig erschlagen haben, und sie sagt, dass man nicht mit Spott an Theodor denken wird, und es wirkt doch wie Spott.
16. Die durchdringende Lache des Friedrichs, der minutenlang nicht aufhört, seinen Bruder zu verhöhnen.
17. Die Leichenfrau, die nie mitspielt, aber die erst erdrosselt wird, um alles in Gang zu setzen, und dann von Friedrich verlacht wird, weil sie den Hergang bezeugen soll und doch erdrosselt wurde.
18. Die gegenseitigen Vorurteile und Bemerkungen aller gegen alle - der Finne gegen den Neger, der Neger gegen die Europäer, wieder jemand gegen den treuen Erich/Eric, auch der Bote von Friedrich wird lächerlich gemacht.
19. Wie am Ende der zum Fürst Ernannte auch noch stirbt und es ihm egal ist - ich dachte noch, er wird als eine Art Sieger hervorgehen.
20. Die gruselige Geschichte vom Neger, der den Branntwein samt Glas verschlungen und es als das Herz des Theodor bezeichnet hat.
Nennt es schauspielerische Leistung, nennt es eine gute Geschichte - es war eine gute Vorstellung. Danke.
Juliane Patz
Martin Burger schrieb am 15.02.2012:
Das Neue Stück II
Wouw ! Was war das wieder für eine großartige Szenische Lesung. Richtig unmittelbar und pur kann man unser tolles Schauspiel-Ensemble bei diesen EINMALIGEN Events erleben. Man spürt eine unmittelbare Auseinandersetzung und besondere Spielfreude bei diesem besonderen Moment.
Allein die perfekte Zusammenstellung der Charaktere und die mit geringen Mitteln pointiert gesetzte Bühne spricht vom hohen Einfühlungsvermögen des frischen Regieteams. UND DAS ALLES FÜR NUR EINEN ABEND !!!
Hoffentlich spricht es sich schnell rum, das hier ein kultverdächtiges Format entstanden ist und bald keine Plätze mehr frei bleiben. So können auch sonst schwer für die Bühne umsetzbare Stücke voller Regieanweisungen eine adäquate Darreichungsform finden. Wir "Stammgäste" freuen uns jedenfalls schon auf Das Neue Stück III - essen schlafen trinken rauchen duschen etc, am 27.03.
Noch ein Wort zum Stück II selbst?
Samuel Gallet hat hier ein sehr aktuelles und nachdenkliches Stück politisches Gegenwartstheater geschrieben, in dem die psychologischen Konsequenzen revolutionärem Handelns im Vordergrund stehen. Damit steht er natürlich in einer Reihe mit Kleist, Grabbe und Schiller. Aber das war Euch sicher schon klar.
Das Neue Stück II
Wouw ! Was war das wieder für eine großartige Szenische Lesung. Richtig unmittelbar und pur kann man unser tolles Schauspiel-Ensemble bei diesen EINMALIGEN Events erleben. Man spürt eine unmittelbare Auseinandersetzung und besondere Spielfreude bei diesem besonderen Moment.
Allein die perfekte Zusammenstellung der Charaktere und die mit geringen Mitteln pointiert gesetzte Bühne spricht vom hohen Einfühlungsvermögen des frischen Regieteams. UND DAS ALLES FÜR NUR EINEN ABEND !!!
Hoffentlich spricht es sich schnell rum, das hier ein kultverdächtiges Format entstanden ist und bald keine Plätze mehr frei bleiben. So können auch sonst schwer für die Bühne umsetzbare Stücke voller Regieanweisungen eine adäquate Darreichungsform finden. Wir "Stammgäste" freuen uns jedenfalls schon auf Das Neue Stück III - essen schlafen trinken rauchen duschen etc, am 27.03.
Noch ein Wort zum Stück II selbst?
Samuel Gallet hat hier ein sehr aktuelles und nachdenkliches Stück politisches Gegenwartstheater geschrieben, in dem die psychologischen Konsequenzen revolutionärem Handelns im Vordergrund stehen. Damit steht er natürlich in einer Reihe mit Kleist, Grabbe und Schiller. Aber das war Euch sicher schon klar.
Dr. Karl-Reinhard Kummer schrieb am 13.02.2012:
Herrmannsschlacht
Sehr geehrter Herr Solberg, sehr geehrter Herr Linders,
vielen Dank für diese eindrückliche und in jeder Hinsicht exzellente Aufführung. Hier stimmte alles:
- Ein engagiertes kooperierendes und überzeugend improvisierendes Ensemble,
- eine in jeder Hinsicht - bewußt - viele Fragen offen lassende Inszenierung mit der gekonnten Kombination echter Kleist-Passagen, eigener Schöpfungen und Zitaten anderer Autoren,
- ein hervorragendes Bühnenbild
- eine hervorragende Licht- und Effekt-Regie
- eine herzhaft frische, engagierte, durch Tagesereignisse den Bezug zu Kleist herstellende, inhaltlich, sprachlich und ästhetisch ansprechende Einführung durch Frau Grübmeyer! Vielen Dank!
Karl-Reinhard Kummer
Herrmannsschlacht
Sehr geehrter Herr Solberg, sehr geehrter Herr Linders,
vielen Dank für diese eindrückliche und in jeder Hinsicht exzellente Aufführung. Hier stimmte alles:
- Ein engagiertes kooperierendes und überzeugend improvisierendes Ensemble,
- eine in jeder Hinsicht - bewußt - viele Fragen offen lassende Inszenierung mit der gekonnten Kombination echter Kleist-Passagen, eigener Schöpfungen und Zitaten anderer Autoren,
- ein hervorragendes Bühnenbild
- eine hervorragende Licht- und Effekt-Regie
- eine herzhaft frische, engagierte, durch Tagesereignisse den Bezug zu Kleist herstellende, inhaltlich, sprachlich und ästhetisch ansprechende Einführung durch Frau Grübmeyer! Vielen Dank!
Karl-Reinhard Kummer
Desiree Paul schrieb am 13.02.2012:
Dernière: Les Troyens
Herzlichen Dank für diese tolle Produktion. Gestern hat sie auch endlich diese Zuschauermassen angezogen, die sie verdient. Schade, dass jetzt erst mal Schluss ist. Hoffentlich kommen die Trojaner recht bald wieder auf die Bühne. Ich freue mich jedenfalls drauf. Viele Bravi v.a. an die Sänger, die die langen Abend bravourös durchgestanden haben.
Herzlichst Ihre/Eure Désirée Paul
Dernière: Les Troyens
Herzlichen Dank für diese tolle Produktion. Gestern hat sie auch endlich diese Zuschauermassen angezogen, die sie verdient. Schade, dass jetzt erst mal Schluss ist. Hoffentlich kommen die Trojaner recht bald wieder auf die Bühne. Ich freue mich jedenfalls drauf. Viele Bravi v.a. an die Sänger, die die langen Abend bravourös durchgestanden haben.
Herzlichst Ihre/Eure Désirée Paul
H.Lehberg schrieb am 12.02.2012:
Orpheus steigt herab
Ein großes Kompliment für die großartigen Schauspieler allen voran Benjamin Berger und Joanna Kitzl. Ein wunderbar bewegender Abend im Badischen Staatstheater.
Orpheus steigt herab
Ein großes Kompliment für die großartigen Schauspieler allen voran Benjamin Berger und Joanna Kitzl. Ein wunderbar bewegender Abend im Badischen Staatstheater.
Louisa schrieb am 11.02.2012:
Orpheus steigt herab
war gestern in orpheus steigt herab und ich fand es super. alles war dabei. liebe,tränen,lachen. und benjamin berger ist einfach mega.
xx lou
Orpheus steigt herab
war gestern in orpheus steigt herab und ich fand es super. alles war dabei. liebe,tränen,lachen. und benjamin berger ist einfach mega.
xx lou
Moritz von Woellwarth schrieb am 10.02.2012:
Herzog von Gothland
Liebes Staatstheater,
kürzlich war ich seit zehn Jahren mal wieder im richtigen Theater (zwischen Kinder und Beruf war bisher nicht richtig Zeit). Ich glaub das letzte mal war ich in einem Stück von Pina Bausch im Schauspielhaus Hamburg.
Was ich am 20.01. bei euch sehen durfte war sensationell. Ich war eigentlich völlig ahnungslos und unvorbereitet dem Ruf meiner Frau gefolgt.
Das Theater immer noch so experimentell, aggressiv, gewaltig und zeitgenössisch sein kann, hatte ich, der ich selbst immer wieder bei div. Musicals als Musiker mitwirke völlig vergessen.
es war eine Offenbarung.
Alle Schauspieler haben sich an der Rand des möglichen gespielt und wäre Steffi nicht gewesen, wir (und vielleicht auch die Schauspieler) hätten soviel Intensität gar nicht ausgehalten. Gut das sie am Ende nicht auch dem unglaublichen Andre Wagner zum Opfer gefallen ist (dessen Nacktmonolog das beste war, was ich in meiner Theatergeschichte bisher live gesehen hab; es war alles da, Scham, Leidenschaft, Verzweiflung, Zuneigung, Abgrund und Liebe).
Die Umsetzung eines so gewaltigen Stückes war sehr geschickt gelöst, und das ein so kleines Ensemble hier alles machen kann ist nicht zuletzt der Regie, dem Bühnenbild und dem Sound/ Musik zu verdanken.
Ich könnte jetzt noch zwei Seiten euer Stück preisen, aber ich würde mich in Details verfranzen.
Ganz herzlichen Dank für dieses sinnvolle Verwertung unserer Steuergelder und auf bald,
viele Grüße
Moritz von Woellwarth
Herzog von Gothland
Liebes Staatstheater,
kürzlich war ich seit zehn Jahren mal wieder im richtigen Theater (zwischen Kinder und Beruf war bisher nicht richtig Zeit). Ich glaub das letzte mal war ich in einem Stück von Pina Bausch im Schauspielhaus Hamburg.
Was ich am 20.01. bei euch sehen durfte war sensationell. Ich war eigentlich völlig ahnungslos und unvorbereitet dem Ruf meiner Frau gefolgt.
Das Theater immer noch so experimentell, aggressiv, gewaltig und zeitgenössisch sein kann, hatte ich, der ich selbst immer wieder bei div. Musicals als Musiker mitwirke völlig vergessen.
es war eine Offenbarung.
Alle Schauspieler haben sich an der Rand des möglichen gespielt und wäre Steffi nicht gewesen, wir (und vielleicht auch die Schauspieler) hätten soviel Intensität gar nicht ausgehalten. Gut das sie am Ende nicht auch dem unglaublichen Andre Wagner zum Opfer gefallen ist (dessen Nacktmonolog das beste war, was ich in meiner Theatergeschichte bisher live gesehen hab; es war alles da, Scham, Leidenschaft, Verzweiflung, Zuneigung, Abgrund und Liebe).
Die Umsetzung eines so gewaltigen Stückes war sehr geschickt gelöst, und das ein so kleines Ensemble hier alles machen kann ist nicht zuletzt der Regie, dem Bühnenbild und dem Sound/ Musik zu verdanken.
Ich könnte jetzt noch zwei Seiten euer Stück preisen, aber ich würde mich in Details verfranzen.
Ganz herzlichen Dank für dieses sinnvolle Verwertung unserer Steuergelder und auf bald,
viele Grüße
Moritz von Woellwarth
Dr. Karlfriedrich Ohr schrieb am 10.02.2012:
3. Sonderkonzert und 4. Sinfoniekonzert
Die drei außerordentlichen Karlsruher Konzerte am Anfang dieser Woche haben ihre Besucher zu dankbarem Beifall hingerissen, er galt den beiden Solisten und dem Dirigenten ebenso wie dem Orchester, und sie haben daran erinnert, daß das Erlebnis von Musik vor allem ein emotionales Ereignis ist.
3. Sonderkonzert und 4. Sinfoniekonzert
Die drei außerordentlichen Karlsruher Konzerte am Anfang dieser Woche haben ihre Besucher zu dankbarem Beifall hingerissen, er galt den beiden Solisten und dem Dirigenten ebenso wie dem Orchester, und sie haben daran erinnert, daß das Erlebnis von Musik vor allem ein emotionales Ereignis ist.
Sascha Waibel schrieb am 09.02.2012:
Jugendkonzert für Erwachsene
Ein bisschen mulmig wars einem ja schon, einfach so in ein "Jugendkonzert" hinein zu spazieren, und das mit über 30. Aber nachdem ich am Montag den Berio/Schubert im regulären Sinfoniekonzert mir angehört hatte, war ich doch etwas ratlos geblieben und beschloss, mir dieses erklärende Jugendkonzert "zu geben".
Es hat sich gelohnt, die neue Reihe der Jugendkonzerte ist für mich absolut überzeugend gestartet. Dem Dirigenten Johannes Willig spürte man in jeder Sekunde an, wie motiviert er war, den nicht nur jugendlichen Zuhörern dieses Werk näher zu bringen: Im schönsten Alemannisch, mit viel jugendgerechter Mimik und Gestik erzählte er, dirgierte er, spielte er am Klavier und brachte sowohl das Publikum wie auch das Orchester zum Lachen. So "nah" sieht man die Dirigenten im Normalfall ja nicht. Der anonym gebliebene Moderator ("Alex") war ebenfalls bestens präpariert und sorgte für Informationen auf hohem Niveau, für Erwachsene genau richtig, ob Jugendliche da sprachlich wirklich folgen konnten?
Alles in allem eine wirklich schöne Sache; dass das Kleine Haus doch recht leer blieb, ist sehr schade, vielleicht lags auch am etwas exotischen Stück? Beim nächsten Jugendkonzert steht Dvoraks 9te auf dem Programm, ich kann nur alle Erwachsenen, die sich für Musik interessieren, ermuntern, diese Jugendkonzerte zu besuchen. Solange man kein Musikstudium hinter sich gebracht hat, wird man dabei etwas lernen.
Absolut sehenswert und hörenswert!
Jugendkonzert für Erwachsene
Ein bisschen mulmig wars einem ja schon, einfach so in ein "Jugendkonzert" hinein zu spazieren, und das mit über 30. Aber nachdem ich am Montag den Berio/Schubert im regulären Sinfoniekonzert mir angehört hatte, war ich doch etwas ratlos geblieben und beschloss, mir dieses erklärende Jugendkonzert "zu geben".
Es hat sich gelohnt, die neue Reihe der Jugendkonzerte ist für mich absolut überzeugend gestartet. Dem Dirigenten Johannes Willig spürte man in jeder Sekunde an, wie motiviert er war, den nicht nur jugendlichen Zuhörern dieses Werk näher zu bringen: Im schönsten Alemannisch, mit viel jugendgerechter Mimik und Gestik erzählte er, dirgierte er, spielte er am Klavier und brachte sowohl das Publikum wie auch das Orchester zum Lachen. So "nah" sieht man die Dirigenten im Normalfall ja nicht. Der anonym gebliebene Moderator ("Alex") war ebenfalls bestens präpariert und sorgte für Informationen auf hohem Niveau, für Erwachsene genau richtig, ob Jugendliche da sprachlich wirklich folgen konnten?
Alles in allem eine wirklich schöne Sache; dass das Kleine Haus doch recht leer blieb, ist sehr schade, vielleicht lags auch am etwas exotischen Stück? Beim nächsten Jugendkonzert steht Dvoraks 9te auf dem Programm, ich kann nur alle Erwachsenen, die sich für Musik interessieren, ermuntern, diese Jugendkonzerte zu besuchen. Solange man kein Musikstudium hinter sich gebracht hat, wird man dabei etwas lernen.
Absolut sehenswert und hörenswert!
Jan Linders schrieb am 09.02.2012:
DYLAN - THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN`
Sehr geehrte Frau Goyert,
Vielen Dank für Ihren Besuch im STAATSTHEATER und Ihre Mail an uns. Die von Ihnen erwähnten drei kurzen Szenen hat der Autor und Regisseur Heiner Kondschak bewusst vignettenartig angelegt: Es ging ihm und uns um die skizzenhafte Darstellung des Kontextes, in dem Bob Dylan gelebt und seine bittersüßen Songs geschrieben hat. Natürlich ließen sich über das tragische Leben von Marilyn Monroe und John F. Kennedy (wie auch über Martin Luther King und andere Heroen der 60er Jahre) jeweils eigene Abende schreiben, und die Zahl der Stücke über den Vietnamkrieg sind Legion. Aber für meinen Geschmack ist es künstlerisch legitim, an schreckliche Ereignisse mit den Mitteln der Tragikomödie zu erinnern, und das Lachen kann ein Mittel der Bewältigung dieses Schreckens sein. Bitte seien Sie versichert, dass dem gesamten Team jedweder Zynismus fern liegt und sie keinesfalls Gefühle der Zuschauer verletzen wollten.
Falls Sie mich bei einem Ihrer nächsten Besuche im STAATSTHEATER antreffen, sprechen Sie mich gerne an – ich bin erkennbar am Namensschild.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
DYLAN - THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN`
Sehr geehrte Frau Goyert,
Vielen Dank für Ihren Besuch im STAATSTHEATER und Ihre Mail an uns. Die von Ihnen erwähnten drei kurzen Szenen hat der Autor und Regisseur Heiner Kondschak bewusst vignettenartig angelegt: Es ging ihm und uns um die skizzenhafte Darstellung des Kontextes, in dem Bob Dylan gelebt und seine bittersüßen Songs geschrieben hat. Natürlich ließen sich über das tragische Leben von Marilyn Monroe und John F. Kennedy (wie auch über Martin Luther King und andere Heroen der 60er Jahre) jeweils eigene Abende schreiben, und die Zahl der Stücke über den Vietnamkrieg sind Legion. Aber für meinen Geschmack ist es künstlerisch legitim, an schreckliche Ereignisse mit den Mitteln der Tragikomödie zu erinnern, und das Lachen kann ein Mittel der Bewältigung dieses Schreckens sein. Bitte seien Sie versichert, dass dem gesamten Team jedweder Zynismus fern liegt und sie keinesfalls Gefühle der Zuschauer verletzen wollten.
Falls Sie mich bei einem Ihrer nächsten Besuche im STAATSTHEATER antreffen, sprechen Sie mich gerne an – ich bin erkennbar am Namensschild.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
Gerda Goyert schrieb am 08.02.2012:
Bob Dylan
Am 5.2.12 besuchten wir die Vorstellung, waren auch unlaublich begeistert von allen Darstellern.
Allerdings waren wir über drei Szenen total entsetzt und konnten nicht nachvollziehen, dass tragische Figuren, bzw. Ereignisse so ins Lächerliche gezogen wurden!Das war einmal der Suizid Marilyn Monroes (ein zutiefst unlücklicher Mensch), der Mord an J.F. Kennedy und die Darstellung des Beginns des Vietnamkrieges (bei dem unzählige unschuldige Menschen sterben mussten)! Einige Besucher fanden das wohl lustig und lachten. Wir haben die Ereignisse noch miterlebt, und waren über diese zynische Darstellung sehr schockiert. Dieses Niveau passte absolut nicht zum Rest des Abends.
Bob Dylan
Am 5.2.12 besuchten wir die Vorstellung, waren auch unlaublich begeistert von allen Darstellern.
Allerdings waren wir über drei Szenen total entsetzt und konnten nicht nachvollziehen, dass tragische Figuren, bzw. Ereignisse so ins Lächerliche gezogen wurden!Das war einmal der Suizid Marilyn Monroes (ein zutiefst unlücklicher Mensch), der Mord an J.F. Kennedy und die Darstellung des Beginns des Vietnamkrieges (bei dem unzählige unschuldige Menschen sterben mussten)! Einige Besucher fanden das wohl lustig und lachten. Wir haben die Ereignisse noch miterlebt, und waren über diese zynische Darstellung sehr schockiert. Dieses Niveau passte absolut nicht zum Rest des Abends.
Lakidon schrieb am 06.02.2012:
orpheus steigt hoch hinaus
danke für diesen grossartigen theaterabend und den mut unbekannte stücke erfolgreicher autoren zu spielen. danke für die hermannsschlacht und danke für orpheus steigt herab. danke für die neuen schauspieler, die sie an unser theater gebracht haben. wir sind begeistert. vorallem von benjamin berger in dieser wunderbar intensiven rolle.
wir freuen uns auf mehr.
orpheus steigt hoch hinaus
danke für diesen grossartigen theaterabend und den mut unbekannte stücke erfolgreicher autoren zu spielen. danke für die hermannsschlacht und danke für orpheus steigt herab. danke für die neuen schauspieler, die sie an unser theater gebracht haben. wir sind begeistert. vorallem von benjamin berger in dieser wunderbar intensiven rolle.
wir freuen uns auf mehr.
Lutz Wiegel schrieb am 06.02.2012:
DYLAN-THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN
Dank und Anerkennung an Heiner Kondschak und an das Team des Badischen Staatstheaters für die wunderbare Idee und Aufführung
am 5.02.2012. Für viele ist diese Veranstaltung besser als ein Musical oder ein Rock-Konzert vor großen Massen. Weiter so.
L.Wiegel
DYLAN-THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN
Dank und Anerkennung an Heiner Kondschak und an das Team des Badischen Staatstheaters für die wunderbare Idee und Aufführung
am 5.02.2012. Für viele ist diese Veranstaltung besser als ein Musical oder ein Rock-Konzert vor großen Massen. Weiter so.
L.Wiegel
Gigi schrieb am 06.02.2012:
Orheus steigt herab
Hallo ich war freitag in orpheus steigt herab und ich fand es ganz toll. ich gehe sonst eher selten ins theater. diese aufführung hat mir aber sehr gut gefallen. ich denke das sie mehr solche jungen stücke für junge leute spielen sollten.
Tschau
Orheus steigt herab
Hallo ich war freitag in orpheus steigt herab und ich fand es ganz toll. ich gehe sonst eher selten ins theater. diese aufführung hat mir aber sehr gut gefallen. ich denke das sie mehr solche jungen stücke für junge leute spielen sollten.
Tschau
A. Lichters schrieb am 05.02.2012:
Ein grosses Lob
Wir hatten am Freitag das Glück die Vorstellung von Orpheus steigt herab zu sehen und wir sind total begeistert. Ganz wunderbare darstellerische Leistung der Schauspieler, besonders natürlich Joanna Kitzl und Benjamin Berger. Ein tolles Team, ein toller Abend. Besonders informativ war auch die Einführung vor Beginn, auch dafür nochmal vielen Dank.
Wir kommen wieder.
A. Lichters
Ein grosses Lob
Wir hatten am Freitag das Glück die Vorstellung von Orpheus steigt herab zu sehen und wir sind total begeistert. Ganz wunderbare darstellerische Leistung der Schauspieler, besonders natürlich Joanna Kitzl und Benjamin Berger. Ein tolles Team, ein toller Abend. Besonders informativ war auch die Einführung vor Beginn, auch dafür nochmal vielen Dank.
Wir kommen wieder.
A. Lichters
Volker Kramer schrieb am 04.02.2012:
Les Troyens am 02. und 03.02.2013
Habe so gut wie jede Aufführung gesehen und werde von Mal zu Mal süchtiger! Diese Produktion strotzt nur so von Vitalität und Originalität, die Sänger sind beinahe ausnahmslos großartig, Chor und Orchester arbeiten unter Hochdruck in gewohnter Präzision und Justin Brown treibt die Massen unermüdlich an. Besonderes Lob an Katherine Tier, die als Dido stimmlich und darstellerisch zu Recht der Mittelpunkt des 2. Teils wurde.
Bitte diese Produktion unbedingt in der nächsten Spielzeit wieder aufnehmen, sie ist ein Meilenstein für die Karlsruher Oper und ich brauche sie einfach wieder...
Vielen Dank von einem Süchtigen...
Les Troyens am 02. und 03.02.2013
Habe so gut wie jede Aufführung gesehen und werde von Mal zu Mal süchtiger! Diese Produktion strotzt nur so von Vitalität und Originalität, die Sänger sind beinahe ausnahmslos großartig, Chor und Orchester arbeiten unter Hochdruck in gewohnter Präzision und Justin Brown treibt die Massen unermüdlich an. Besonderes Lob an Katherine Tier, die als Dido stimmlich und darstellerisch zu Recht der Mittelpunkt des 2. Teils wurde.
Bitte diese Produktion unbedingt in der nächsten Spielzeit wieder aufnehmen, sie ist ein Meilenstein für die Karlsruher Oper und ich brauche sie einfach wieder...
Vielen Dank von einem Süchtigen...
Ernst Ott schrieb am 02.02.2012:
Letzte Vorstellung "Der kleine Muck"
Vielen Dank an die Schauspielerinnen und Schauspieler, die so lange durchgehalten haben! Das Kinderstück war - wie schon die letzten Jahre - wunderbar. So viele glückliche Kinder! (Ich war auch glücklich, obwohl ich 61 Jahre zähle.)
Letzte Vorstellung "Der kleine Muck"
Vielen Dank an die Schauspielerinnen und Schauspieler, die so lange durchgehalten haben! Das Kinderstück war - wie schon die letzten Jahre - wunderbar. So viele glückliche Kinder! (Ich war auch glücklich, obwohl ich 61 Jahre zähle.)
Anke Seidel schrieb am 31.01.2012:
Orpheus - ganz wunderbar
Ich hatte das Glück am vergangenen Freitag die Inszenierung des Stückes Orpheus steigt herab zu sehen. Ich hatte eigentlich eine Karte für Fiesco, da diese Vorstellung aber leider auffallen musste und der Abend nicht ganz ohne Theater zu Ende gehen sollte, entschied ich mich, wie viele andere auch zu bleiben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich gehe schon lange ins Badische Staatstheater aber einen derart intensiven Abend habe ich lange nicht mehr gesehen. Das Zusammenspiel von Joanna Kitzl und Benjamin Berger war derart emotional und intensiv, dass mir vor Rührung die Tränen kamen. Auch Ute Baggeröhr war wunderbar, wie schon in Amphitryon. Ich bin gespannt ob das Team Kitzl/Berger weiterhin zusammen agieren werden, denn für mich sind diese Monente echter erfahrbarer Emotion auf der Bühne so wunderbar, dass ich mehr davon will. Ein grosses Lob dafür.
Orpheus - ganz wunderbar
Ich hatte das Glück am vergangenen Freitag die Inszenierung des Stückes Orpheus steigt herab zu sehen. Ich hatte eigentlich eine Karte für Fiesco, da diese Vorstellung aber leider auffallen musste und der Abend nicht ganz ohne Theater zu Ende gehen sollte, entschied ich mich, wie viele andere auch zu bleiben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich gehe schon lange ins Badische Staatstheater aber einen derart intensiven Abend habe ich lange nicht mehr gesehen. Das Zusammenspiel von Joanna Kitzl und Benjamin Berger war derart emotional und intensiv, dass mir vor Rührung die Tränen kamen. Auch Ute Baggeröhr war wunderbar, wie schon in Amphitryon. Ich bin gespannt ob das Team Kitzl/Berger weiterhin zusammen agieren werden, denn für mich sind diese Monente echter erfahrbarer Emotion auf der Bühne so wunderbar, dass ich mehr davon will. Ein grosses Lob dafür.
Johannes Mohing schrieb am 30.01.2012:
Orpheus steigt herab
War in der Premiere von 'Orpheus steigt herab'. Für mich eine tolle Ensembleleistung. Bin vollkommen begeistert.
Orpheus steigt herab
War in der Premiere von 'Orpheus steigt herab'. Für mich eine tolle Ensembleleistung. Bin vollkommen begeistert.
Rainer Martus schrieb am 29.01.2012:
Romeo und Julia auf dem Dorfe
Gestern war Premiere. Ein rundum gelungener Abend. Tolle Stimmen, tolle Musik, hervorragende Inszenierung. Romeo und Julia auf dem Dorfe ist aus meiner Sicht keine Oper, bei der man sich zurücklehnen und einen Ohrwurm nach dem anderen hören kann. Man muss sich dieses Werk "erarbeiten". Wer dazu bereit ist wird einen tollen Abend haben. Zwei Tips noch, für alle Interessierten: Schauen Sie bei Youtube vorher mal in die Premieren-Matinee hinein und betrachten Sie im Internet das Bild von Böcklins Toteninsel. Dann wird beispielsweise im letzten Bild die Tiefe der Inszenierung noch deutlicher. Toller Abend - Danke an alle Beteiligten.
Romeo und Julia auf dem Dorfe
Gestern war Premiere. Ein rundum gelungener Abend. Tolle Stimmen, tolle Musik, hervorragende Inszenierung. Romeo und Julia auf dem Dorfe ist aus meiner Sicht keine Oper, bei der man sich zurücklehnen und einen Ohrwurm nach dem anderen hören kann. Man muss sich dieses Werk "erarbeiten". Wer dazu bereit ist wird einen tollen Abend haben. Zwei Tips noch, für alle Interessierten: Schauen Sie bei Youtube vorher mal in die Premieren-Matinee hinein und betrachten Sie im Internet das Bild von Böcklins Toteninsel. Dann wird beispielsweise im letzten Bild die Tiefe der Inszenierung noch deutlicher. Toller Abend - Danke an alle Beteiligten.
Klaus schrieb am 29.01.2012:
Ballett
Innerhalb von 2 Tagen "Schwanensee" und "Nußknacker". Perfektes Timing für einen Vergleich der Inszenierungen ohne deshalb die großartigen Leistungen der Company bewerten zu wollen.
Sieger ist mit vielen Längen Vorsprung die Inszenierung "Nußknacker". Super!
Ballett
Innerhalb von 2 Tagen "Schwanensee" und "Nußknacker". Perfektes Timing für einen Vergleich der Inszenierungen ohne deshalb die großartigen Leistungen der Company bewerten zu wollen.
Sieger ist mit vielen Längen Vorsprung die Inszenierung "Nußknacker". Super!
Jan Linders schrieb am 28.01.2012:
ORPHEUS STEIGT HERAB
Sehr geehrter Herr Kölmel,
weil man mich als Schauspieldirektor für befangen erklären könnte, möchte ich Ihrem Gästebucheintrag zwei Verweise auf Rezensionen in der Presse hinzufügen:
Andreas Jüttner schrieb am 28.1. in den Badischen Neuesten Nachrichten unter der Überschrift "Mitreißender Höllentrip durchs große Melodram": "Sebastian Schug, ein bundesweit gefragter Regisseur, nimmt das im Kern 70 Jahre alte Stück ... im Kontext derzeitiger Regiekonventionen überraschend ernst. 'Die Frage ist nicht, was mache ich mit Williams, sondern was macht Williams mit mir?', wird Schug im Programmheft zitiert – und seine Inszenierung lässt spüren, dass er und das Ensemble sich auf diese Frage eingelassen haben. Freilich mit zeitgenössischen Mitteln und Zeichen." Jüttner beschreibt dann im Detail Bühnenbild und Kostüme – ausführliche Zitate aus seiner Rezension finden Sie hier:
http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/presse/1182/
Die Kritikerin der Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, schrieb ebenfalls am 28.1. zu den Schauspielern: "Benjamin Berger ist eine schon optisch geradezu perfekte Besetzung" und stellt fest: "Ohne sich im mindesten geheimnisvoll zu geben, bleibt er ein Rätsel." Zu den weiblichen Hauptrollen bemerkt die Rezensentin: "die italienische 'Lady', die bei Joanna Kitzl ein wunderbarer Fall von Überlebenskampf bei glatter Fassade wird – und Ute Baggeröhr, deren Carol ebenso eindrucksvoll genau das Gegenteil bietet: restlose Entblößung auch im Wortsinn". Insgesamt, so das Fazit, "ein starker Abend, mit dem bewiesen wird, dass man 'Orpheus steigt herab' zu Recht nicht landauf, landab spielt." Auch hier möchte ich für das ausführliche Zitat auf den o.g. Bereich auf dieser Homepage verweisen.
Im Übrigen möchte ich Sie ermuntern, meine Kollegen aus der Dramaturgie und mich persönlich anzusprechen – wir sind erkennbar an den Namensschildern und stehen gern für Gespräche zur Verfügung.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
ORPHEUS STEIGT HERAB
Sehr geehrter Herr Kölmel,
weil man mich als Schauspieldirektor für befangen erklären könnte, möchte ich Ihrem Gästebucheintrag zwei Verweise auf Rezensionen in der Presse hinzufügen:
Andreas Jüttner schrieb am 28.1. in den Badischen Neuesten Nachrichten unter der Überschrift "Mitreißender Höllentrip durchs große Melodram": "Sebastian Schug, ein bundesweit gefragter Regisseur, nimmt das im Kern 70 Jahre alte Stück ... im Kontext derzeitiger Regiekonventionen überraschend ernst. 'Die Frage ist nicht, was mache ich mit Williams, sondern was macht Williams mit mir?', wird Schug im Programmheft zitiert – und seine Inszenierung lässt spüren, dass er und das Ensemble sich auf diese Frage eingelassen haben. Freilich mit zeitgenössischen Mitteln und Zeichen." Jüttner beschreibt dann im Detail Bühnenbild und Kostüme – ausführliche Zitate aus seiner Rezension finden Sie hier:
http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/presse/1182/
Die Kritikerin der Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, schrieb ebenfalls am 28.1. zu den Schauspielern: "Benjamin Berger ist eine schon optisch geradezu perfekte Besetzung" und stellt fest: "Ohne sich im mindesten geheimnisvoll zu geben, bleibt er ein Rätsel." Zu den weiblichen Hauptrollen bemerkt die Rezensentin: "die italienische 'Lady', die bei Joanna Kitzl ein wunderbarer Fall von Überlebenskampf bei glatter Fassade wird – und Ute Baggeröhr, deren Carol ebenso eindrucksvoll genau das Gegenteil bietet: restlose Entblößung auch im Wortsinn". Insgesamt, so das Fazit, "ein starker Abend, mit dem bewiesen wird, dass man 'Orpheus steigt herab' zu Recht nicht landauf, landab spielt." Auch hier möchte ich für das ausführliche Zitat auf den o.g. Bereich auf dieser Homepage verweisen.
Im Übrigen möchte ich Sie ermuntern, meine Kollegen aus der Dramaturgie und mich persönlich anzusprechen – wir sind erkennbar an den Namensschildern und stehen gern für Gespräche zur Verfügung.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
Cornelius Kölmel schrieb am 27.01.2012:
Orpheus steigt herab: Jung, wild & sexy! Und was bleibt übrig???
Große Gefühle und schöne lange Beine waren angekündigt. Die schönen Beine, viel nackte Haut und Verzweiflungs-Sex gab es dann zu sehen. Von großen Gefühlen kam leider nicht ganz soviel herüber. Erneut virtuose Schauspieler konnten die langweilige, ermüdende Regie leider nicht retten. Mit dem Holzhammer wurden verzweifelte Looser-Typen vorgeführt, als würde der Zuschauer nicht selbst bemerken, um was es hier geht. Der Regisseur hat dem Zuschauer wenig Fantasie zugetraut. Vieles hätte man auch mit anderen Mitteln ausdrücken können, ohne die Wirkung zu verfehlen.
Orientierungslos ließ mich das karge Bühnenbild die Szenerie verfolgen.
Schick & sexy wars gelegentlich, aber was hats dem Stück gebracht?
Ein langweiliger und ärgerlicher Theaterabend.
Orpheus steigt herab: Jung, wild & sexy! Und was bleibt übrig???
Große Gefühle und schöne lange Beine waren angekündigt. Die schönen Beine, viel nackte Haut und Verzweiflungs-Sex gab es dann zu sehen. Von großen Gefühlen kam leider nicht ganz soviel herüber. Erneut virtuose Schauspieler konnten die langweilige, ermüdende Regie leider nicht retten. Mit dem Holzhammer wurden verzweifelte Looser-Typen vorgeführt, als würde der Zuschauer nicht selbst bemerken, um was es hier geht. Der Regisseur hat dem Zuschauer wenig Fantasie zugetraut. Vieles hätte man auch mit anderen Mitteln ausdrücken können, ohne die Wirkung zu verfehlen.
Orientierungslos ließ mich das karge Bühnenbild die Szenerie verfolgen.
Schick & sexy wars gelegentlich, aber was hats dem Stück gebracht?
Ein langweiliger und ärgerlicher Theaterabend.
Jan Linders schrieb am 27.01.2012:
Schauspielpremieren wieder am Samstag?
Sehr geehrter Herr Horn,
vielen Dank für Ihren Eintrag und Ihr besonderes Interesse an unseren Premieren.
Wie Sie richtig feststellen, haben wir in der Tat die Disposition geändert und nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile einige - nicht alle - Schauspiel-Premieren auf den Donnerstag verlegt. Andere, etwa die Premiere von IMMER NOCH STURM, fanden am Sonntag statt, wieder andere wie BOB DYLAN am Samstag.
Premieren am Donnerstag erlauben es dem STAATSTHEATER, mehr vom Publikum besonders nachgefragte normale Samstags-Vorstellungen anzubieten. Außerdem haben Technik und Disposition größere Möglichkeiten, den Gastregisseuren Termine anzubieten, denn Parallelpremieren mit dem GROSSEN HAUS wie an diesem Samstag der Opernpremiere von ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE sind naturgemäß nicht möglich. Für die lokalen Kritiker hat der Donnerstag den Vorteil, dass ihr Bericht am vielgelesenen Samstag erscheinen kann; eine überregionale Berichterstattung wird durch den Donnerstagstermin überhaupt erst ermöglicht, denn die Freitags- und Samstagstermine und damit der Raum für die Berichterstattung am Montag ist üblicherweise den Premieren in den ganz großen Städten vorbehalten.
Aufführungsdauern von über drei Stunden sind bei uns auch weiterhin die Ausnahme. Ein früherer Beginn als 20 Uhr ist an Werktagen nicht möglich. Wir würden uns weiterhin über Premierenbesuche Ihrerseits freuen.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
Schauspielpremieren wieder am Samstag?
Sehr geehrter Herr Horn,
vielen Dank für Ihren Eintrag und Ihr besonderes Interesse an unseren Premieren.
Wie Sie richtig feststellen, haben wir in der Tat die Disposition geändert und nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile einige - nicht alle - Schauspiel-Premieren auf den Donnerstag verlegt. Andere, etwa die Premiere von IMMER NOCH STURM, fanden am Sonntag statt, wieder andere wie BOB DYLAN am Samstag.
Premieren am Donnerstag erlauben es dem STAATSTHEATER, mehr vom Publikum besonders nachgefragte normale Samstags-Vorstellungen anzubieten. Außerdem haben Technik und Disposition größere Möglichkeiten, den Gastregisseuren Termine anzubieten, denn Parallelpremieren mit dem GROSSEN HAUS wie an diesem Samstag der Opernpremiere von ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE sind naturgemäß nicht möglich. Für die lokalen Kritiker hat der Donnerstag den Vorteil, dass ihr Bericht am vielgelesenen Samstag erscheinen kann; eine überregionale Berichterstattung wird durch den Donnerstagstermin überhaupt erst ermöglicht, denn die Freitags- und Samstagstermine und damit der Raum für die Berichterstattung am Montag ist üblicherweise den Premieren in den ganz großen Städten vorbehalten.
Aufführungsdauern von über drei Stunden sind bei uns auch weiterhin die Ausnahme. Ein früherer Beginn als 20 Uhr ist an Werktagen nicht möglich. Wir würden uns weiterhin über Premierenbesuche Ihrerseits freuen.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
Lutz Horn schrieb am 27.01.2012:
Schauspielpremieren wieder am Samstag?
Ist es möglich, die Schauspielpremieren wie in früheren Spielzeiten wieder auf den Samstag zu legen? Der neue Termin am Donnerstag hat für meine Frau und mich als Inhaber eines Schauspielpremieren-Abonnements zwei wesentliche Nachteile.
1. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, nicht um 19:30 Uhr wie am Samstag. Bei Aufführungen von drei oder mehr Stunden wird es da schon ziemlich spät.
2. Trotz des Beginns um 20 Uhr führt unser Weg an Donnerstagen direkt vom Arbeitsplatz (Stuttgart) nach Karlsruhe. Das bedeutet in der Regel einen sehr langen Tag, was der Aufnahmefähigkeit für das Gebotene mindert.
Welche Gründe gibt es für den Premierentermin am Donnerstag? Was sind Ihre bisherigen Erfahrungen?
Schauspielpremieren wieder am Samstag?
Ist es möglich, die Schauspielpremieren wie in früheren Spielzeiten wieder auf den Samstag zu legen? Der neue Termin am Donnerstag hat für meine Frau und mich als Inhaber eines Schauspielpremieren-Abonnements zwei wesentliche Nachteile.
1. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, nicht um 19:30 Uhr wie am Samstag. Bei Aufführungen von drei oder mehr Stunden wird es da schon ziemlich spät.
2. Trotz des Beginns um 20 Uhr führt unser Weg an Donnerstagen direkt vom Arbeitsplatz (Stuttgart) nach Karlsruhe. Das bedeutet in der Regel einen sehr langen Tag, was der Aufnahmefähigkeit für das Gebotene mindert.
Welche Gründe gibt es für den Premierentermin am Donnerstag? Was sind Ihre bisherigen Erfahrungen?
Cornelius Kölmel schrieb am 26.01.2012:
Gala-würdiger SCHWANENSEE am 25.01.2012
Wer gestern nicht dabei sein konnte, hat wirklich etwas versäumt. Magischer kann klassisches Ballett kaum sein. Und viele, viele kamen. Fast alle Stehplätze waren weg.
Die ohnehin schon tolle Inszenierung & Choreographie von Christoph
er Wheeldon wurde gestern Abend mal wieder durch den Gastauftritt von Anais Chalendard geadelt, die teuflisch sicher alles "abbrannte", was als Odette/Odile nur geht! Ebenso sicher und sensibel, wie immer, Flavio Salamanka als ihr Partner, dessen Lifts Mrs. Chalendard scheinbar in den Himmel hoben!
Die gesamte Company zeigte sich erneut auf sehr hohem Niveau und scheint immer besser zu werden.
Da scheint noch Einiges Großes auf das erneut enthusiastische Ballettpublikum zuzukommen!
Bis ganz bald! Euer Fan!
Gala-würdiger SCHWANENSEE am 25.01.2012
Wer gestern nicht dabei sein konnte, hat wirklich etwas versäumt. Magischer kann klassisches Ballett kaum sein. Und viele, viele kamen. Fast alle Stehplätze waren weg.
Die ohnehin schon tolle Inszenierung & Choreographie von Christoph
er Wheeldon wurde gestern Abend mal wieder durch den Gastauftritt von Anais Chalendard geadelt, die teuflisch sicher alles "abbrannte", was als Odette/Odile nur geht! Ebenso sicher und sensibel, wie immer, Flavio Salamanka als ihr Partner, dessen Lifts Mrs. Chalendard scheinbar in den Himmel hoben!
Die gesamte Company zeigte sich erneut auf sehr hohem Niveau und scheint immer besser zu werden.
Da scheint noch Einiges Großes auf das erneut enthusiastische Ballettpublikum zuzukommen!
Bis ganz bald! Euer Fan!
Ingeborg Ringwald schrieb am 24.01.2012:
Du musst Dein Leben ändern
Am Donnerstag, 19. Januar, habe ich die Aufführung von " Du musst Dein Leben ändern " in der VHS KA gesehen. Ich bin ganz begeistert und möchte ein grosses Kompliment sagen. Die Fülle von Impulsen, die grossartige Leistung der Schauspieler, die gelungene Umsetzung einer so komplexen Vorlage, die kurzweilige Darbietung der vielen philosophischen Gedanken und Zitate - das war schon Extraklasse! Danke!!! Auch die Texte der eingeschobenen Popsongs fand ich in ihrer Auswahl gelungen und und deren Vortrag berührend und aufrüttelnd.
Du musst Dein Leben ändern
Am Donnerstag, 19. Januar, habe ich die Aufführung von " Du musst Dein Leben ändern " in der VHS KA gesehen. Ich bin ganz begeistert und möchte ein grosses Kompliment sagen. Die Fülle von Impulsen, die grossartige Leistung der Schauspieler, die gelungene Umsetzung einer so komplexen Vorlage, die kurzweilige Darbietung der vielen philosophischen Gedanken und Zitate - das war schon Extraklasse! Danke!!! Auch die Texte der eingeschobenen Popsongs fand ich in ihrer Auswahl gelungen und und deren Vortrag berührend und aufrüttelnd.
Rainer Martus schrieb am 17.01.2012:
Unsere Helden
Mit "Unsere Helden" startete gestern ein neues Format, bei dem Ensemblemitglieder vorgestellt werden. Das Konzept ist prima aufgegangen. Christina Niessen (Moderation) hat den Abend nicht zu einer Podiumsdiskussion werden lassen. Es kam das Gefühl eines amüsanten Gesprächs im "eigenen Wohnzimmer" auf. Das lag auch daran, dass nicht einfach Lebensläufe vorgestellt wurden und auf vorbereitete Fragen, vorbereitete Antworten gegeben wurden. Da sah man spontan singende Schauspieler (Matthias Lamp) und tanzende Opernsänger (Rebecca Raffell, Andrew Finden). Kurz gesagt: Der Abend war witzig, spritzig, informativ. Ich kann jedem, der sich etwas mehr für die Personen im Ensemble interessiert, diese Reihe nur empfehlen.
Ach ja Frau Niessen, Sie suchen doch noch nach einem "Trailer" für den Abend: Wie wäre es denn mit "Willkommen" aus Cabaret :-))
Unsere Helden
Mit "Unsere Helden" startete gestern ein neues Format, bei dem Ensemblemitglieder vorgestellt werden. Das Konzept ist prima aufgegangen. Christina Niessen (Moderation) hat den Abend nicht zu einer Podiumsdiskussion werden lassen. Es kam das Gefühl eines amüsanten Gesprächs im "eigenen Wohnzimmer" auf. Das lag auch daran, dass nicht einfach Lebensläufe vorgestellt wurden und auf vorbereitete Fragen, vorbereitete Antworten gegeben wurden. Da sah man spontan singende Schauspieler (Matthias Lamp) und tanzende Opernsänger (Rebecca Raffell, Andrew Finden). Kurz gesagt: Der Abend war witzig, spritzig, informativ. Ich kann jedem, der sich etwas mehr für die Personen im Ensemble interessiert, diese Reihe nur empfehlen.
Ach ja Frau Niessen, Sie suchen doch noch nach einem "Trailer" für den Abend: Wie wäre es denn mit "Willkommen" aus Cabaret :-))
Nina Steinhilber schrieb am 16.01.2012:
ORPHEUS STEIGT HERAB
Sehr geehrter Herr Luris,
herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns, mit ORPHEUS STEIGT HERAB in der Inszenierung von Sebastian Schug schon bald ein selten gespieltes Werk des großen Meisters des amerikanischen Südstaaten-Melodrams zeigen zu können. Bei der verzweifelt-berührenden Liebesgeschichte zwischen der Frau eines tyrannischen Ladenbesitzers und einem jungen Musiker handelt es sich übrigens um die spätere Version von Tennessee Williams' frühem Drama SCHLACHT DER ENGEL. Mehr zur Premiere finden Sie im Internet, wenn Sie auf der Startseite bei "Programm" auf "Schauspiel" klicken und dann auf den Stücktitel. Zur Stückseite von ORPHEUS STEIGT HERAB gelangen Sie auch, wenn Sie unter "Spielplan" z. B. in der Übersicht "Januar" einfach den Stücktitel anklicken. Hier gibt es neben einem Text zum Stück auch nähere Informationen zu Regisseur, Team und Besetzung. Für Sie als Tennessee Williams-Fan sicher von besonderem Interesse: Bei unserer Matinée SONNTAG VOR DER PREMIERE am 22. Januar um 11 Uhr im STUDIO präsentieren Schauspieler des Ensembles u. a. Originalaussagen des Autors zu seiner Biografie, seiner persönlichen Geschichte mit dem Stück und den Kernthemen seiner Werke. Außerdem wird Regisseur Sebastian Schug einen Einblick in seine Auseinandersetzung mit dem Stoff geben. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und freue mich auf Ihren Besuch bei der Matinée und/oder einer unserer Vorstellungen ab dem 26. Januar im KLEINEN HAUS.
Mit freundlichen Grüßen,
Nina Steinhilber
Schauspieldramaturgin
ORPHEUS STEIGT HERAB
Sehr geehrter Herr Luris,
herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns, mit ORPHEUS STEIGT HERAB in der Inszenierung von Sebastian Schug schon bald ein selten gespieltes Werk des großen Meisters des amerikanischen Südstaaten-Melodrams zeigen zu können. Bei der verzweifelt-berührenden Liebesgeschichte zwischen der Frau eines tyrannischen Ladenbesitzers und einem jungen Musiker handelt es sich übrigens um die spätere Version von Tennessee Williams' frühem Drama SCHLACHT DER ENGEL. Mehr zur Premiere finden Sie im Internet, wenn Sie auf der Startseite bei "Programm" auf "Schauspiel" klicken und dann auf den Stücktitel. Zur Stückseite von ORPHEUS STEIGT HERAB gelangen Sie auch, wenn Sie unter "Spielplan" z. B. in der Übersicht "Januar" einfach den Stücktitel anklicken. Hier gibt es neben einem Text zum Stück auch nähere Informationen zu Regisseur, Team und Besetzung. Für Sie als Tennessee Williams-Fan sicher von besonderem Interesse: Bei unserer Matinée SONNTAG VOR DER PREMIERE am 22. Januar um 11 Uhr im STUDIO präsentieren Schauspieler des Ensembles u. a. Originalaussagen des Autors zu seiner Biografie, seiner persönlichen Geschichte mit dem Stück und den Kernthemen seiner Werke. Außerdem wird Regisseur Sebastian Schug einen Einblick in seine Auseinandersetzung mit dem Stoff geben. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und freue mich auf Ihren Besuch bei der Matinée und/oder einer unserer Vorstellungen ab dem 26. Januar im KLEINEN HAUS.
Mit freundlichen Grüßen,
Nina Steinhilber
Schauspieldramaturgin
Stefan Luris schrieb am 16.01.2012:
Orpheus steigt herab
Hallo. ich habe in dem theatermagazin gelesen, dass es bald die premiere von orpheus steigt herab geben wird. da ich ein sehr großer tennessee williams fan bin freue ich mich sehr auf diese inszenierung und bin gespannt wie sie mit diesem, meiner meinung nach schwerem stoff umgehen. jedoch finde ich keinerlei ankündigung zu dieser premiere auf ihrer homepage. woran liegt das? wird es auch eine matinee zur inszenierung geben? wenn ja, wann? danke
freundlichst Luris
Orpheus steigt herab
Hallo. ich habe in dem theatermagazin gelesen, dass es bald die premiere von orpheus steigt herab geben wird. da ich ein sehr großer tennessee williams fan bin freue ich mich sehr auf diese inszenierung und bin gespannt wie sie mit diesem, meiner meinung nach schwerem stoff umgehen. jedoch finde ich keinerlei ankündigung zu dieser premiere auf ihrer homepage. woran liegt das? wird es auch eine matinee zur inszenierung geben? wenn ja, wann? danke
freundlichst Luris
Jenny Flügge schrieb am 15.01.2012:
Verrücktes Blut
Sehr geehrter Herr Montenegro,
ja, wir freuen uns eine Abendvorstellung am 23.4. und eine Vormittagsvorstellung am 24.4. von VERRÜCKTES BLUT in der Inzenierung von Nurkan Erpulat aus dem Ballhaus Naunynstraße zeigen zu können. Die Vorstellungen werden im Rahmen der Reihe „Gastspiel Freie Szene“ im Kleinen Haus gezeigt. In einer durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützten Gastspiel-Tournee ist das STAATSTHEATER KARLSRUHE das einzige Theater Baden-Württembergs, in dem die Erfolgsproduktion zu sehen sein wird.
Mit freundlichen Grüßen
Jenny Flügge
Künstlerische Produktionsleitung
Verrücktes Blut
Sehr geehrter Herr Montenegro,
ja, wir freuen uns eine Abendvorstellung am 23.4. und eine Vormittagsvorstellung am 24.4. von VERRÜCKTES BLUT in der Inzenierung von Nurkan Erpulat aus dem Ballhaus Naunynstraße zeigen zu können. Die Vorstellungen werden im Rahmen der Reihe „Gastspiel Freie Szene“ im Kleinen Haus gezeigt. In einer durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützten Gastspiel-Tournee ist das STAATSTHEATER KARLSRUHE das einzige Theater Baden-Württembergs, in dem die Erfolgsproduktion zu sehen sein wird.
Mit freundlichen Grüßen
Jenny Flügge
Künstlerische Produktionsleitung
Hector schrieb am 14.01.2012:
Verrücktes Blut
Stimmt es dass ein Gastspiel aus dem Ballhaus Naunystrasse (Verrücktes Blut?) nach Karlsruhe kommt?
Verrücktes Blut
Stimmt es dass ein Gastspiel aus dem Ballhaus Naunystrasse (Verrücktes Blut?) nach Karlsruhe kommt?
Rainer Martus schrieb am 14.01.2012:
Immer noch Sturm
Ich war heute in der szenischen Probe der Theaterfreunde von "Immer noch Sturm". Das neue Stück von Handke kann man nur empfehlen. Es gab komische, nachdenkliche und berührende Phasen im ersten Teil, den wir gesehen haben. Ich bin schon richtig gespannt auf den zweiten Teil und die endgültige Umsetzung. Anschauen lohnt sich !!!
Immer noch Sturm
Ich war heute in der szenischen Probe der Theaterfreunde von "Immer noch Sturm". Das neue Stück von Handke kann man nur empfehlen. Es gab komische, nachdenkliche und berührende Phasen im ersten Teil, den wir gesehen haben. Ich bin schon richtig gespannt auf den zweiten Teil und die endgültige Umsetzung. Anschauen lohnt sich !!!
Michael schrieb am 13.01.2012:
Neustart
Ich darf Ihnen gratulieren zum meiner Meinung nach sehr gelungenen Neustart. Habe bisher verschiedene (Brel-Abend, Dylan, Hermannschlacht, Zigeunerboxer, u.a.) Inszenierungen angesehen. Einfach spannendes Theater das man zur Zeit sehen kann.Eine Bitte, vergessen Sie nicht auch die ältere Generationen mitzunehmen !
Ansonsten bin ich weiter neugierig auf die nächsten Monate.
Neustart
Ich darf Ihnen gratulieren zum meiner Meinung nach sehr gelungenen Neustart. Habe bisher verschiedene (Brel-Abend, Dylan, Hermannschlacht, Zigeunerboxer, u.a.) Inszenierungen angesehen. Einfach spannendes Theater das man zur Zeit sehen kann.Eine Bitte, vergessen Sie nicht auch die ältere Generationen mitzunehmen !
Ansonsten bin ich weiter neugierig auf die nächsten Monate.
Jan Linders schrieb am 12.01.2012:
DYLAN
Sehr geehrter Herr Kray,
vielen Dank für Ihren Besuch und auch Ihre kritische Stellungnahme, über die wir ja schon ausführlich telefonieren konnten und zu deren schriftlicher Beantwortung ich jetzt endlich komme:
Heiner Kondschak hat sich für seine Inszenierung an einem Zitat von Woody Guthrie, dem großen Vorbild von Bob Dylan orientiert, der Dylan wirklich den Satz mit auf den Weg gegeben haben soll: "Life is a carnival." Und Bob Dylan ist in seinen poetischen-spielerischen Songs, seinem Leben in ständig wechselnden Masken, in manchen seiner an den Vaudeville-Revuen seiner Kindheit orientierten Shows diesem Leitsatz gefolgt, wie mir scheint. Heiner Kondschak hat sich als Autor dafür entschieden, die Biografie Dylans in drei Strängen auf die Bühne zu bringen: in seinen Songs, die Szenen aus seinem privaten und professionellen Leben zugeordnet sind, und das ganze eingebettet in den Kontext der US-amerikanischen Geschichte der 60er Jahre bis heute, um die politische Dimension des großen Singers und Songwriters darzustellen. Kondschak hat dafür das Mittel des Kabaretts gewählt, also von kurzen Sketchen, die bekannte Bilder wachrufen. Der Humor der Darstellung und Ernst des Ereignisses widersprechen sich für meinen Geschmack nicht. Der Schauspieler Jens Koch trägt die Rede "I have a dream" des Martin Luther King mit großer Konzentration und Ernst vor. Sein Tod wird in der Tat wie die Ermordung John F. Kennedys und der Tod einiger Persönlichkeiten nur kurz zitiert.
Durch den Abend führt ein Conferencier, der die Verbindung der großen Bühne mit Band und dem großen Auditorium herstellt; der Schauspieler Hagen von der Lieth hat sein Studium übrigens an der renommierten Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig absolviert und gastiert zur Zeit auch an der Dresdner Semperoper - insofern kann ich Ihren Verweis auf die Amateurliga nicht teilen.
Zur Zeit bereiten wir ein gänzlich anders konzeptioniertes Schauspiel mit Musik vor, dessen Besuch ich Ihnen herzlich empfehlen möchte: Der französische Regisseur Laurent Chétouane probt mit Tänzern, Sängern, Schauspielern und der Badischen Staatskapelle eine Hommage an Wolfgang Rihm mit Texten von Sophokles in der Übersetzung von Peter Handke und Hölderlin. Ab 22.3. können Sie das Projekt unter dem Titel AUF KOLONOS im Kleinen Haus sehen.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
DYLAN
Sehr geehrter Herr Kray,
vielen Dank für Ihren Besuch und auch Ihre kritische Stellungnahme, über die wir ja schon ausführlich telefonieren konnten und zu deren schriftlicher Beantwortung ich jetzt endlich komme:
Heiner Kondschak hat sich für seine Inszenierung an einem Zitat von Woody Guthrie, dem großen Vorbild von Bob Dylan orientiert, der Dylan wirklich den Satz mit auf den Weg gegeben haben soll: "Life is a carnival." Und Bob Dylan ist in seinen poetischen-spielerischen Songs, seinem Leben in ständig wechselnden Masken, in manchen seiner an den Vaudeville-Revuen seiner Kindheit orientierten Shows diesem Leitsatz gefolgt, wie mir scheint. Heiner Kondschak hat sich als Autor dafür entschieden, die Biografie Dylans in drei Strängen auf die Bühne zu bringen: in seinen Songs, die Szenen aus seinem privaten und professionellen Leben zugeordnet sind, und das ganze eingebettet in den Kontext der US-amerikanischen Geschichte der 60er Jahre bis heute, um die politische Dimension des großen Singers und Songwriters darzustellen. Kondschak hat dafür das Mittel des Kabaretts gewählt, also von kurzen Sketchen, die bekannte Bilder wachrufen. Der Humor der Darstellung und Ernst des Ereignisses widersprechen sich für meinen Geschmack nicht. Der Schauspieler Jens Koch trägt die Rede "I have a dream" des Martin Luther King mit großer Konzentration und Ernst vor. Sein Tod wird in der Tat wie die Ermordung John F. Kennedys und der Tod einiger Persönlichkeiten nur kurz zitiert.
Durch den Abend führt ein Conferencier, der die Verbindung der großen Bühne mit Band und dem großen Auditorium herstellt; der Schauspieler Hagen von der Lieth hat sein Studium übrigens an der renommierten Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig absolviert und gastiert zur Zeit auch an der Dresdner Semperoper - insofern kann ich Ihren Verweis auf die Amateurliga nicht teilen.
Zur Zeit bereiten wir ein gänzlich anders konzeptioniertes Schauspiel mit Musik vor, dessen Besuch ich Ihnen herzlich empfehlen möchte: Der französische Regisseur Laurent Chétouane probt mit Tänzern, Sängern, Schauspielern und der Badischen Staatskapelle eine Hommage an Wolfgang Rihm mit Texten von Sophokles in der Übersetzung von Peter Handke und Hölderlin. Ab 22.3. können Sie das Projekt unter dem Titel AUF KOLONOS im Kleinen Haus sehen.
Mit besten Grüßen,
Jan Linders
Schauspieldirektor
hannes kray schrieb am 11.01.2012:
Dylan
Auch ich war bei der Premiere, und wenn ich die begeisterten Kritiken anderer Besucher lese, habe ich das Gefühl im falschen Stück gewesen zu sein. Zugegeben, die Band war hervorragend und der Dylan-Darsteller machte seine Sache wirklich gut. Aber die Inszenierung?! Habe ich jemals eine derart primitive, dämliche Darstellung der 60ger erlebt? Ich glaube nicht. "Das Leben ist Fasching" unter diesem Motto wird alles durch den Kakao gezogen, was in diesen Jahren passiert ist. Der Vietnamkrieg, eine witzige Gaudi, Martin Luther King's Rede "I have a dream", eine Gaudi, sein Tod, eine Gaudi, das ist ja zum Kaputtlachen! Zu allem Überfluss noch dieser sogenannte Conferencier, ein Schauspieler, dem ständig die Stimme weg rutscht, der also noch nicht einmal die Grundlagen der Schauspielkunst beherrscht. Billiger, primitiver geht es nicht mehr. Wenn es das erklärte Ziel der neuen Intendanz ist, neue Publikumsschichten anzusprechen und dies errreichen will, indem man möglichst auf RTL-Comedy Niveau geht, bitteschön, aber ohne mich. Ich gehe seit vielen Jahren mit Begeisterung ins badische Staatstheater und habe dort viele hervorragende Inszenierungen erlebt. Was ich jetzt erlebe, ist der Abstieg in die Amateurliga. Einfach nur traurig!
Dylan
Auch ich war bei der Premiere, und wenn ich die begeisterten Kritiken anderer Besucher lese, habe ich das Gefühl im falschen Stück gewesen zu sein. Zugegeben, die Band war hervorragend und der Dylan-Darsteller machte seine Sache wirklich gut. Aber die Inszenierung?! Habe ich jemals eine derart primitive, dämliche Darstellung der 60ger erlebt? Ich glaube nicht. "Das Leben ist Fasching" unter diesem Motto wird alles durch den Kakao gezogen, was in diesen Jahren passiert ist. Der Vietnamkrieg, eine witzige Gaudi, Martin Luther King's Rede "I have a dream", eine Gaudi, sein Tod, eine Gaudi, das ist ja zum Kaputtlachen! Zu allem Überfluss noch dieser sogenannte Conferencier, ein Schauspieler, dem ständig die Stimme weg rutscht, der also noch nicht einmal die Grundlagen der Schauspielkunst beherrscht. Billiger, primitiver geht es nicht mehr. Wenn es das erklärte Ziel der neuen Intendanz ist, neue Publikumsschichten anzusprechen und dies errreichen will, indem man möglichst auf RTL-Comedy Niveau geht, bitteschön, aber ohne mich. Ich gehe seit vielen Jahren mit Begeisterung ins badische Staatstheater und habe dort viele hervorragende Inszenierungen erlebt. Was ich jetzt erlebe, ist der Abstieg in die Amateurliga. Einfach nur traurig!
Anton Huber schrieb am 09.01.2012:
Dylan- The Times They Are A-Changing
Ich hatte das große Glück die Premiere dieses großartigen Stücks sehen zu dürfen!
Nicht nur auf Grund des "extravagantem" Bühnenbilds, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre die im Großen Haus entsteht bekommt das Stück einen echten Showcharakter.
Sehenswert, nicht nur für Dylan- Zeitzeugen, sondern gerade auch für junge Menschen, die die Geschichte eines echten "Helden" miterleben wollen.
Besonders erwähnenswert ist neben der schauspielerischen Leistung, die Band die es schafft über den gesamten Abend hinweg ein Highlight nach dem anderen zusetzen.
Das Stück „DYLAN- THE TIMES THEY ARE A-CHANGING” ist ein weiterer Schritt des Badischen Staatstheaters hin zur Zusammenführung von Jung und Alt im „Generationentreff Theater“ – genau so wie es sein sollte.
Prädikat: Besonders sehenswert!
Dylan- The Times They Are A-Changing
Ich hatte das große Glück die Premiere dieses großartigen Stücks sehen zu dürfen!
Nicht nur auf Grund des "extravagantem" Bühnenbilds, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre die im Großen Haus entsteht bekommt das Stück einen echten Showcharakter.
Sehenswert, nicht nur für Dylan- Zeitzeugen, sondern gerade auch für junge Menschen, die die Geschichte eines echten "Helden" miterleben wollen.
Besonders erwähnenswert ist neben der schauspielerischen Leistung, die Band die es schafft über den gesamten Abend hinweg ein Highlight nach dem anderen zusetzen.
Das Stück „DYLAN- THE TIMES THEY ARE A-CHANGING” ist ein weiterer Schritt des Badischen Staatstheaters hin zur Zusammenführung von Jung und Alt im „Generationentreff Theater“ – genau so wie es sein sollte.
Prädikat: Besonders sehenswert!
B. G. schrieb am 08.01.2012:
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING
Seit Jahren habe ich mal wieder eine Aufführung am Staatstheater besucht und war mehr, wie so viele andere Zuschauer, als begeistert. Das große Haus hat gebebt vor Begeisterung! Neben den tollen schauspielerischen Leistungen sollte unbedingt auch die hervorragende Leistung der einzelnen Musiker,im Zusammenspiel als Band, hervorgehoben werden - die Inszenierung mit dieser Besetzung - unschlagbar! Ich werde mir "DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING" sicher noch mindestens ein weiteres Mal anschauen!
Gleichzeitig stellt sich die Frage - ist das Staatstheater auf dem Weg zu neuen Ufern? Wenn ja - fantastisch und bitte mehr davon!
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING
Seit Jahren habe ich mal wieder eine Aufführung am Staatstheater besucht und war mehr, wie so viele andere Zuschauer, als begeistert. Das große Haus hat gebebt vor Begeisterung! Neben den tollen schauspielerischen Leistungen sollte unbedingt auch die hervorragende Leistung der einzelnen Musiker,im Zusammenspiel als Band, hervorgehoben werden - die Inszenierung mit dieser Besetzung - unschlagbar! Ich werde mir "DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING" sicher noch mindestens ein weiteres Mal anschauen!
Gleichzeitig stellt sich die Frage - ist das Staatstheater auf dem Weg zu neuen Ufern? Wenn ja - fantastisch und bitte mehr davon!
Sonja Rothweiler schrieb am 08.01.2012:
Bob Dylan vom 6.1.12
Da wir in ertser Linie Kondschak-Fans sind, wußten wir, dass dies eine tolle Aufführung wird. Wir waren sehr begeistert.
Theresa Trauth hätte uns auch gut gefallen.
Bob Dylan vom 6.1.12
Da wir in ertser Linie Kondschak-Fans sind, wußten wir, dass dies eine tolle Aufführung wird. Wir waren sehr begeistert.
Theresa Trauth hätte uns auch gut gefallen.
Antje schrieb am 08.01.2012:
7.1. Der Mann der die Welt aß
Der Mann, der die Welt aß
Wer glaubt, er müsste während oder nach diesem Stück eine Depression erleiden, fehlt weit! Dieses Stück und seine intensiv spielenden Darsteller schafft es, die gesamte zwischenmenschliche Dramatik der Neuzeit in tragikkomischer Sprachakrobatik kurzweilig und bis zuletzt fesselnd zu sezieren. Der Zuschauer findet sich in allen Rollen wieder. Die 45min Anfahrt haben sich voll und ganz gelohnt! Tolles Stück, super gespielt und klasse inszeniert. Nur zu empfehlen! Dieses Stück entbehrt der monoton-innenzentrierten Dialoge vieler moderner Stücke! Zum Glück! Dies lässt den Schauspielern Raum für Autentizität und dem Zuschauer Distanz zur Nähe! So muss Theater sein!
7.1. Der Mann der die Welt aß
Der Mann, der die Welt aß
Wer glaubt, er müsste während oder nach diesem Stück eine Depression erleiden, fehlt weit! Dieses Stück und seine intensiv spielenden Darsteller schafft es, die gesamte zwischenmenschliche Dramatik der Neuzeit in tragikkomischer Sprachakrobatik kurzweilig und bis zuletzt fesselnd zu sezieren. Der Zuschauer findet sich in allen Rollen wieder. Die 45min Anfahrt haben sich voll und ganz gelohnt! Tolles Stück, super gespielt und klasse inszeniert. Nur zu empfehlen! Dieses Stück entbehrt der monoton-innenzentrierten Dialoge vieler moderner Stücke! Zum Glück! Dies lässt den Schauspielern Raum für Autentizität und dem Zuschauer Distanz zur Nähe! So muss Theater sein!
Daniela schrieb am 07.01.2012:
CASH - TRIBUTE TO THE MAN IN BLACK
Die Jungs waren genial! Sie kommen im Frühjahr 2012 wieder nach Ka und sind nur zu empfehlen!
Das intime STUDIO-Charakter hat zu diesem Abend gut gepasst und der Atmosphäre beigetragen. Die Idee die Songs vom Johnny Cash mit Texten aus seiner Autobiografie zu "vervollständigen" ist sehr gelungen. Die Lieder werden nicht nur sehr gut gesungen, sondern haben ein neues Arrangement bekommen.
Alles zusammen führte zu einem sehr schönen Abend, bei dem sich sogar mein Mann nicht beschwert hat, dass man "im Theater soooo lange klatschen muss" ;)
CASH - TRIBUTE TO THE MAN IN BLACK
Die Jungs waren genial! Sie kommen im Frühjahr 2012 wieder nach Ka und sind nur zu empfehlen!
Das intime STUDIO-Charakter hat zu diesem Abend gut gepasst und der Atmosphäre beigetragen. Die Idee die Songs vom Johnny Cash mit Texten aus seiner Autobiografie zu "vervollständigen" ist sehr gelungen. Die Lieder werden nicht nur sehr gut gesungen, sondern haben ein neues Arrangement bekommen.
Alles zusammen führte zu einem sehr schönen Abend, bei dem sich sogar mein Mann nicht beschwert hat, dass man "im Theater soooo lange klatschen muss" ;)
Cornelius Berkmann schrieb am 07.01.2012:
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING
Wir waren in der Voraufführung am 6.1. und unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Ein perfektes Zusammenspiel aus Songs und Zeitgeschichte, ein perfektes Zusammenspiel der Akteure, die in ihrer Verwandlung den Zuschauer in die jeweilige Zeit und Situation einfach voll Begeisterung mitnahmen. Der sich immer mehr steigerne Applaus war dann einfach zwangsläufig :-) Wir werden uns das ganze bestimmt nochmal "antun".
DYLAN THE TIMES THEY ARE A-CHANGING
Wir waren in der Voraufführung am 6.1. und unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Ein perfektes Zusammenspiel aus Songs und Zeitgeschichte, ein perfektes Zusammenspiel der Akteure, die in ihrer Verwandlung den Zuschauer in die jeweilige Zeit und Situation einfach voll Begeisterung mitnahmen. Der sich immer mehr steigerne Applaus war dann einfach zwangsläufig :-) Wir werden uns das ganze bestimmt nochmal "antun".
Ines Meisel schrieb am 11.12.2011:
Hermannsschlacht (zur Intention)
Was wohl war die Intention von Kleist? Er nennt eine mögliche in seinem Brief (vom 1. Januar 1809) an Karl Freiherrn von Stein zum Altenstein. Also unmittelbar nachdem er die Hermannsschlacht verfaßt hatte. „So will ich lauter Werke schreiben, die in die Mitte der Zeit hineinfallen“. Es könnte fast die Überschrift zur Solberg Inszenierung sein: in die Mitte der Zeit hineinfallen, in Vergangenheit und Gegenwart. In der Karlsruher Inszenierung wird das Publikum Augenzeuge jener Mitte der Zeit, genauer der Mitte verschiedener Zeiten. „Abgeholt“ auf diese Reise wird es in Sehgewohnheiten der Gegenwart. Schlachten aus Geschichte und Gegenwart werden zu berührenden bis komischen Szenen-Bildern. Sie verbinden sich zu eine Zeit-Spirale, in der uns Kleists Worte immer tiefer in den Kern einer jeden Schlacht tragen. Um diesen schließlich offen zu legen - den Menschen selbst. Ein fühlender und denkender Mensch, der vor sich selbst und den ihm Vertrauenden sein Handeln in einer Extremsituation zu verantworten hat. Grill’s Präsenz in seinem berührenden Spiel als Hermann ist wunderbar mit dem großartigen Spiel seiner Kollegen Gröschel, Bauer, Besta, Fischer und Halle zusammengewachsen. Unbedingt ansehen!
Hermannsschlacht (zur Intention)
Was wohl war die Intention von Kleist? Er nennt eine mögliche in seinem Brief (vom 1. Januar 1809) an Karl Freiherrn von Stein zum Altenstein. Also unmittelbar nachdem er die Hermannsschlacht verfaßt hatte. „So will ich lauter Werke schreiben, die in die Mitte der Zeit hineinfallen“. Es könnte fast die Überschrift zur Solberg Inszenierung sein: in die Mitte der Zeit hineinfallen, in Vergangenheit und Gegenwart. In der Karlsruher Inszenierung wird das Publikum Augenzeuge jener Mitte der Zeit, genauer der Mitte verschiedener Zeiten. „Abgeholt“ auf diese Reise wird es in Sehgewohnheiten der Gegenwart. Schlachten aus Geschichte und Gegenwart werden zu berührenden bis komischen Szenen-Bildern. Sie verbinden sich zu eine Zeit-Spirale, in der uns Kleists Worte immer tiefer in den Kern einer jeden Schlacht tragen. Um diesen schließlich offen zu legen - den Menschen selbst. Ein fühlender und denkender Mensch, der vor sich selbst und den ihm Vertrauenden sein Handeln in einer Extremsituation zu verantworten hat. Grill’s Präsenz in seinem berührenden Spiel als Hermann ist wunderbar mit dem großartigen Spiel seiner Kollegen Gröschel, Bauer, Besta, Fischer und Halle zusammengewachsen. Unbedingt ansehen!
Torsten Halwas schrieb am 09.12.2011:
Hermannsschlacht
Die aktuelle Inszenierung der Hermannsschlacht löst sich meiner Ansicht nach inhaltlich zu weit von der Intention des Stücks.
Anzuerkennen ist sicherlich das Bedürfnis, die Aussage des Stücks, in Form der Rechtfertigung eines Freiheitskampfes mit allen Mitteln - bis zur Selbstaufopferung der Protagonisten, durch die Verwendung zwischenzeitlicher historischer und gesellschaftlicher Ereignisse zu aktualisieren; vor allem, um das Stück auf diesem Weg auch einem jüngeren Publikum zugänglich zu machen.
Ob dies allerdings die mehr oder weniger zufällige Verknüpfung der eigentlichen Handlung mit historischen Ereignissen, die zum Teil auch schon vor der Entstehung des Stücks liegen und Kleist damit bekannt sein mussten und ausgespart blieben, rechtfertigen kann, erscheint fraglich. Vor allem deshalb, weil die eher klischeehaft in Bezug genommenen Ereignisse (Reformation, Nationalsozialismus, Terrorismus) keine erkennbare inhaltliche Bindung zur Aussage des Stücks, mit Ausnahme menschenverachtender Gewaltanwendung haben. Die Hermannsschlacht erfordert vielleicht doch eine tiefergehendere Auseinandersetzung mit der vom Verfasser intendierten Gewaltrechtfertigung im Sinne einer aus heutiger Sicht eher kritisch zu betrachtenden nationalen Freiheit.
Die Inszenierung ist aber in jedem Fall geeignet, den Diskurs über das Stück lebendig zu halten. Ein großes Lob gilt den engagierten Schauspielern, nicht zuletzt für ihre enorme physische Bühnenpräsenz.
Hermannsschlacht
Die aktuelle Inszenierung der Hermannsschlacht löst sich meiner Ansicht nach inhaltlich zu weit von der Intention des Stücks.
Anzuerkennen ist sicherlich das Bedürfnis, die Aussage des Stücks, in Form der Rechtfertigung eines Freiheitskampfes mit allen Mitteln - bis zur Selbstaufopferung der Protagonisten, durch die Verwendung zwischenzeitlicher historischer und gesellschaftlicher Ereignisse zu aktualisieren; vor allem, um das Stück auf diesem Weg auch einem jüngeren Publikum zugänglich zu machen.
Ob dies allerdings die mehr oder weniger zufällige Verknüpfung der eigentlichen Handlung mit historischen Ereignissen, die zum Teil auch schon vor der Entstehung des Stücks liegen und Kleist damit bekannt sein mussten und ausgespart blieben, rechtfertigen kann, erscheint fraglich. Vor allem deshalb, weil die eher klischeehaft in Bezug genommenen Ereignisse (Reformation, Nationalsozialismus, Terrorismus) keine erkennbare inhaltliche Bindung zur Aussage des Stücks, mit Ausnahme menschenverachtender Gewaltanwendung haben. Die Hermannsschlacht erfordert vielleicht doch eine tiefergehendere Auseinandersetzung mit der vom Verfasser intendierten Gewaltrechtfertigung im Sinne einer aus heutiger Sicht eher kritisch zu betrachtenden nationalen Freiheit.
Die Inszenierung ist aber in jedem Fall geeignet, den Diskurs über das Stück lebendig zu halten. Ein großes Lob gilt den engagierten Schauspielern, nicht zuletzt für ihre enorme physische Bühnenpräsenz.
Rainer Martus schrieb am 04.12.2011:
Operngala-Rigoletto
Die erste Operngala dieser Spielzeit war ein Erfolg. Sicher kann man über das Bühnenbild geteilter Meinung sein, was hier im Gästebuch ja bereits mehrfach angesprochen wurde. Jedenfalls führte die Inszenierung dazu, dass man sich gut auf die handelnden Personen und den Gesang konzentrieren konnte.
Die Gäste, allen voran Olga Peretyatko als Gilda, lieferten alle eine hervorragende Leistung ab. In der Pause teilte Herr Schaback dem Publikum mit, dass Roberto Frontali (Rigoletto) krankheitsbedingt leider nicht weitersingen könne und der zufällig im Publikum sitzende Karlsruher Rigoletto Seung-Gi Jung einspringen und den Abend retten würde.
Die Aufgabe in eine laufende Aufführung einzuspringen und das noch im direkten Vergleich zu einem hochkarätigen Gastsänger ist nicht einfach. Machen wir es kurz: Aufgabe mit Bravur bestanden! Seung- Gi Jung überzeugte uns gesanglich. Man sagt Verdi ja ein besonderes Vater-Tochter-Verhältnis nach. Diese Beziehung und die Rigoletto fast in den Wahnsinn führende Handlung stellte Seung-Gi Jung hervorragend dar. Er war also keine „Notlösung“, sondern ein vollwertiger Ersatz. Vielen Dank Herr Jung !!!
Ich wünsche Herrn Frontali gute Besserung und hoffe, ihn ein anderes Mal in Karlsruhe auf der Bühne erleben zu können.
Operngala-Rigoletto
Die erste Operngala dieser Spielzeit war ein Erfolg. Sicher kann man über das Bühnenbild geteilter Meinung sein, was hier im Gästebuch ja bereits mehrfach angesprochen wurde. Jedenfalls führte die Inszenierung dazu, dass man sich gut auf die handelnden Personen und den Gesang konzentrieren konnte.
Die Gäste, allen voran Olga Peretyatko als Gilda, lieferten alle eine hervorragende Leistung ab. In der Pause teilte Herr Schaback dem Publikum mit, dass Roberto Frontali (Rigoletto) krankheitsbedingt leider nicht weitersingen könne und der zufällig im Publikum sitzende Karlsruher Rigoletto Seung-Gi Jung einspringen und den Abend retten würde.
Die Aufgabe in eine laufende Aufführung einzuspringen und das noch im direkten Vergleich zu einem hochkarätigen Gastsänger ist nicht einfach. Machen wir es kurz: Aufgabe mit Bravur bestanden! Seung- Gi Jung überzeugte uns gesanglich. Man sagt Verdi ja ein besonderes Vater-Tochter-Verhältnis nach. Diese Beziehung und die Rigoletto fast in den Wahnsinn führende Handlung stellte Seung-Gi Jung hervorragend dar. Er war also keine „Notlösung“, sondern ein vollwertiger Ersatz. Vielen Dank Herr Jung !!!
Ich wünsche Herrn Frontali gute Besserung und hoffe, ihn ein anderes Mal in Karlsruhe auf der Bühne erleben zu können.
Petra Mohr schrieb am 03.12.2011:
Nußknacker und anderes
Liebes Team vom Staatstheater, seit einigen Jahren besuchen wir mit einer kleinen Gruppe die verschiedensten Vorstellungen. Diese Spielzeit: La Traviata, Big Money und gestern zum zweiten Mal bereits den Nußknacker. Von allen drei Vorstellungen sind wir begeister. Der Nußknacker war für uns eine Vorstellung in Perfektion!!! Einen ganz besonderen Eindruck machen auf uns immer die bis ins letze Detail abgestimmten Kostüme und die Lichtechnik - bravo!
Vor-weihnachtliche Grüße an alle.
Nußknacker und anderes
Liebes Team vom Staatstheater, seit einigen Jahren besuchen wir mit einer kleinen Gruppe die verschiedensten Vorstellungen. Diese Spielzeit: La Traviata, Big Money und gestern zum zweiten Mal bereits den Nußknacker. Von allen drei Vorstellungen sind wir begeister. Der Nußknacker war für uns eine Vorstellung in Perfektion!!! Einen ganz besonderen Eindruck machen auf uns immer die bis ins letze Detail abgestimmten Kostüme und die Lichtechnik - bravo!
Vor-weihnachtliche Grüße an alle.
Klaus schrieb am 30.11.2011:
WA "TOSCA"
Mit dramatischem Verve kam die Musik.
Kostüme und Bühnenbild gefielen und boten endlich wieder einmal keinen Grund zur Ärgernis.
Bravi !!!!
WA "TOSCA"
Mit dramatischem Verve kam die Musik.
Kostüme und Bühnenbild gefielen und boten endlich wieder einmal keinen Grund zur Ärgernis.
Bravi !!!!
Kerstin Grübmeyer schrieb am 29.11.2011:
Re: Fiesco: langweilig
Lieber Herr Horn,
die Idee des "Spiels" ist in unserer "Fiesco"-Inszenierung tatsächlich nicht über ein realistisch-psychologisches Figurenspiel oder ein tatsächliches Maskenspiel, sondern eher im Sinne eines Gesellschafts-Spiels durchgeführt - und dem Stück von Schiller an vielen Stellen tatsächlich inhaltlich schon eingeschrieben. Dass die Inszenierung auch anders wahrgenommen wurde, können Sie u. a. in unserem Pressespiegel nachlesen. Ute Bauermeister im Badischen Tagblatt schreibt beispielsweise: "Hier gilt es, ein fabelhaft perfides Stück zu entdecken, das von Regisseur Felix Rothenhäusler großartig inszeniert wurde. Er meistert die Balance aus politischer Moral, Kolportage, Spiel und Ernst. Er lässt alle Figuren so beiläufig, fast verträumt, aber dennoch voll im Leben agieren, dass man dem komplexen Gefüge aus verschachtelten Verschwörungen über zwei Stunden gebannt folgt." Ich bedauere es sehr, dass Sie ein anderes Erlebnis in der Aufführung hatten.
Beste Grüße
Kerstin Grübmeyer
Schauspieldramaturgin
Re: Fiesco: langweilig
Lieber Herr Horn,
die Idee des "Spiels" ist in unserer "Fiesco"-Inszenierung tatsächlich nicht über ein realistisch-psychologisches Figurenspiel oder ein tatsächliches Maskenspiel, sondern eher im Sinne eines Gesellschafts-Spiels durchgeführt - und dem Stück von Schiller an vielen Stellen tatsächlich inhaltlich schon eingeschrieben. Dass die Inszenierung auch anders wahrgenommen wurde, können Sie u. a. in unserem Pressespiegel nachlesen. Ute Bauermeister im Badischen Tagblatt schreibt beispielsweise: "Hier gilt es, ein fabelhaft perfides Stück zu entdecken, das von Regisseur Felix Rothenhäusler großartig inszeniert wurde. Er meistert die Balance aus politischer Moral, Kolportage, Spiel und Ernst. Er lässt alle Figuren so beiläufig, fast verträumt, aber dennoch voll im Leben agieren, dass man dem komplexen Gefüge aus verschachtelten Verschwörungen über zwei Stunden gebannt folgt." Ich bedauere es sehr, dass Sie ein anderes Erlebnis in der Aufführung hatten.
Beste Grüße
Kerstin Grübmeyer
Schauspieldramaturgin
Lutz Horn schrieb am 28.11.2011:
Fiesco: langweilig
Am vergangenen Donnerstag hatte ich Gelegenheit, die Premier von "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" zu sehen. Selten habe ich mich so sehr gelangweilt.
In der Einführung und im Programmheft war davon die Rede, ein Gedanke der Inszenierung sein, alles ist Spiel, alle spielen Rollen, tragen Masken. Davon war in der Inszenierung nichts zu sehen. Wie sollen Schauspieler Figuren spielen, die Rollen spielen, wenn sie noch nicht einmal Figuren spielen? Es reicht nicht aus, bewegungslos an der Rampe zu stehen oder sich ohne erkennbaren Grund neben der Bühne auf der Bühne aufzuhalten, wenn man ein solches Konzept umsetzen will. Es reicht nicht aus, ab und zu ebenfalls ohne erkennbaren Grund Kostüme zu wechseln, wenn man Spiel, Rollen und Masken darstellen möchte. Ich erwarte von der Regie zumindest rudimentäre Figurenführung und von den Schauspielern mehr als nur Typen.
Geärgert habe ich mich über die Musik. Das Dieas Irae-Thema von Verdi, die Ode an die Freude, dräuende Klänge bei der Verabredung zum Mord: War das wirklich ernst gemeint? Geht es nicht noch platter? Und muss wirklich Sophia Löffler, die einen Ton weder trifft noch halten kann (oder soll?) den Beethoven singen?
Diese Aufführung hatte keinen einzigen emotionalen Moment, kein Bild, das anrührt, keine Subtilität. Sie war zwar nur zwei Stunden lang aber unglaublich langweilig.
Fiesco: langweilig
Am vergangenen Donnerstag hatte ich Gelegenheit, die Premier von "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" zu sehen. Selten habe ich mich so sehr gelangweilt.
In der Einführung und im Programmheft war davon die Rede, ein Gedanke der Inszenierung sein, alles ist Spiel, alle spielen Rollen, tragen Masken. Davon war in der Inszenierung nichts zu sehen. Wie sollen Schauspieler Figuren spielen, die Rollen spielen, wenn sie noch nicht einmal Figuren spielen? Es reicht nicht aus, bewegungslos an der Rampe zu stehen oder sich ohne erkennbaren Grund neben der Bühne auf der Bühne aufzuhalten, wenn man ein solches Konzept umsetzen will. Es reicht nicht aus, ab und zu ebenfalls ohne erkennbaren Grund Kostüme zu wechseln, wenn man Spiel, Rollen und Masken darstellen möchte. Ich erwarte von der Regie zumindest rudimentäre Figurenführung und von den Schauspielern mehr als nur Typen.
Geärgert habe ich mich über die Musik. Das Dieas Irae-Thema von Verdi, die Ode an die Freude, dräuende Klänge bei der Verabredung zum Mord: War das wirklich ernst gemeint? Geht es nicht noch platter? Und muss wirklich Sophia Löffler, die einen Ton weder trifft noch halten kann (oder soll?) den Beethoven singen?
Diese Aufführung hatte keinen einzigen emotionalen Moment, kein Bild, das anrührt, keine Subtilität. Sie war zwar nur zwei Stunden lang aber unglaublich langweilig.
Axel Schlicksupp schrieb am 27.11.2011:
Re: Stimmungsvolle Beleuchtung bei Sinfoniekonzert
Alexander Skrjabin träumte von einem Gesamtkunstwerk, das neben Tönen auch weitere Sinneseindrücke wie Licht, Farben und Gerüche miteinbeziehen sollte. Die große Besetzung des im Sinfoniekonzert aufgeführten Werks Promethée hat Skrjabin deswegen noch durch ein Farbenklavier erweitert. Dieses Tasteninstrument sollte statt Tönen optische Eindrücke in unterschiedlichen hellen Farbtönen erzeugen, die zugehörigen Noten sind in der Partitur in einer "Luce"-Stimme notiert.
Beim 3. Sinfoniekonzert wurde versucht, diese Licht- und Farbeffekte getreu der Vorgaben des Autors umzusetzen - wenn natürlich auch nicht bekannt ist, wie Skrjabin sich die Umsetzung genau vorgestellt hatte: Er selbst konnte eine Aufführung mit Farbenklavier Zeit seines Lebens nicht erleben.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Schlicksupp
Orchesterdirektor
Re: Stimmungsvolle Beleuchtung bei Sinfoniekonzert
Alexander Skrjabin träumte von einem Gesamtkunstwerk, das neben Tönen auch weitere Sinneseindrücke wie Licht, Farben und Gerüche miteinbeziehen sollte. Die große Besetzung des im Sinfoniekonzert aufgeführten Werks Promethée hat Skrjabin deswegen noch durch ein Farbenklavier erweitert. Dieses Tasteninstrument sollte statt Tönen optische Eindrücke in unterschiedlichen hellen Farbtönen erzeugen, die zugehörigen Noten sind in der Partitur in einer "Luce"-Stimme notiert.
Beim 3. Sinfoniekonzert wurde versucht, diese Licht- und Farbeffekte getreu der Vorgaben des Autors umzusetzen - wenn natürlich auch nicht bekannt ist, wie Skrjabin sich die Umsetzung genau vorgestellt hatte: Er selbst konnte eine Aufführung mit Farbenklavier Zeit seines Lebens nicht erleben.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Schlicksupp
Orchesterdirektor
kkri schrieb am 27.11.2011:
Zusatz zu meinem vorigen Beitrag
Zusatz: schwarze Farbe angedeuteten Tränen / Unheil.
Die 5 Stunden vergingen wie im Flug, auch durch angenehme Aufenthalte im Foyer.
Zusatz zu meinem vorigen Beitrag
Zusatz: schwarze Farbe angedeuteten Tränen / Unheil.
Die 5 Stunden vergingen wie im Flug, auch durch angenehme Aufenthalte im Foyer.
kkri schrieb am 27.11.2011:
Stimmungsvolle Beleuchtung bei Sinfoniekonzert
An vielen Stellen sind Veränderungen im Bad. Staatstheater zu erkennen. so war heute auch beim Sinfoniekonzert die Beleuchtung während des ersten und zweiten Beitrag völlig anders als gewohnt.
So hatten die Musiker sehr schöne Leuchten auf ihren Notenpulten, der Zuschauerraum war abgedunkelt. Dies ergab eine sehr schöne Atmosphäre, die bei der nicht so sehr vertrauten Musik (Dutilleux, Mystére) die Konzentration verstärkte.
Beim 2. Beitrag (Skrjabin, Promethée) kam noch ein Farbspiel dazu. Hier störten mich aber die raschen Farbwechsel. Sanfte, gleitende Übergänge; schon auch zur Musik passend, könnten mir besser gefallen.
Bemerken möchte ich noch, dass mir der spannende Abend mit dem Stück: Du mußt dein Leben ändern, sehr gefallen hat, auch wegen der tollen Leistung der 4 Akteure.
Die Aufführung: Die Trojaner, war für mich ein Höhepunkt in meinen bisherigen Opererlebnissen. Eine großartige Inszenierung, die mit wenigen Mitteln, aber durchgängig erkennbar, z.B. durch die Einbeziehung des Zuschauerraumes durch die Aufstellung des hervorragend singenden Opernchores. Aber auch im Detail, z.B. die durch schwarze
Stimmungsvolle Beleuchtung bei Sinfoniekonzert
An vielen Stellen sind Veränderungen im Bad. Staatstheater zu erkennen. so war heute auch beim Sinfoniekonzert die Beleuchtung während des ersten und zweiten Beitrag völlig anders als gewohnt.
So hatten die Musiker sehr schöne Leuchten auf ihren Notenpulten, der Zuschauerraum war abgedunkelt. Dies ergab eine sehr schöne Atmosphäre, die bei der nicht so sehr vertrauten Musik (Dutilleux, Mystére) die Konzentration verstärkte.
Beim 2. Beitrag (Skrjabin, Promethée) kam noch ein Farbspiel dazu. Hier störten mich aber die raschen Farbwechsel. Sanfte, gleitende Übergänge; schon auch zur Musik passend, könnten mir besser gefallen.
Bemerken möchte ich noch, dass mir der spannende Abend mit dem Stück: Du mußt dein Leben ändern, sehr gefallen hat, auch wegen der tollen Leistung der 4 Akteure.
Die Aufführung: Die Trojaner, war für mich ein Höhepunkt in meinen bisherigen Opererlebnissen. Eine großartige Inszenierung, die mit wenigen Mitteln, aber durchgängig erkennbar, z.B. durch die Einbeziehung des Zuschauerraumes durch die Aufstellung des hervorragend singenden Opernchores. Aber auch im Detail, z.B. die durch schwarze
Dr. Joachim W. Schroeder schrieb am 21.11.2011:
Schauspiel Herzog Theodor von Gothland
Sehr geehrter Herr Schauspieldirektor J. Linders,
vielen Dank für das anregende Gespräch in der Pause. Ich kann Ihnen mitteilen, daß auf Ihre Empfehlung hin auch die Damen den zweiten Teil bis 23.30 Uhr genossen haben - und zwar ohne die "Diffusionsplätze" in Anspruch nehmen zu müssen.
Die schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles möchte ich loben, besonders erwähnen will ich André Wagner als Herzog von Gothland und Timo Tank als "Neger Berdoa".
André Wagner hat es meisterlich verstanden, zuerst die Naivität und dann im weiteren Verlauf die Zerrissenheit und die latente Verrücktheit der Figur heraus zu arbeiten. Der Idealist, der alle Werte verliert.
Timo Tank brillierte als überzeugender Bösewicht und Verführer, der trotzdem am Ende für eine höhere Ordnung und das Festhalten an eigenen Werten plädiert.
Die Schlachtszenen mit Kettensägen erinnern in Choreografie, Bühnenbild und Musik sehr stark an die Performances der Gruppe "Ramstein". Das ist sicher zur Abstrahierung gewollt.
Nochmal vielen Dank und mein Kompliment für die Inszenierung.
Joachim W. Schroeder
Schauspiel Herzog Theodor von Gothland
Sehr geehrter Herr Schauspieldirektor J. Linders,
vielen Dank für das anregende Gespräch in der Pause. Ich kann Ihnen mitteilen, daß auf Ihre Empfehlung hin auch die Damen den zweiten Teil bis 23.30 Uhr genossen haben - und zwar ohne die "Diffusionsplätze" in Anspruch nehmen zu müssen.
Die schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles möchte ich loben, besonders erwähnen will ich André Wagner als Herzog von Gothland und Timo Tank als "Neger Berdoa".
André Wagner hat es meisterlich verstanden, zuerst die Naivität und dann im weiteren Verlauf die Zerrissenheit und die latente Verrücktheit der Figur heraus zu arbeiten. Der Idealist, der alle Werte verliert.
Timo Tank brillierte als überzeugender Bösewicht und Verführer, der trotzdem am Ende für eine höhere Ordnung und das Festhalten an eigenen Werten plädiert.
Die Schlachtszenen mit Kettensägen erinnern in Choreografie, Bühnenbild und Musik sehr stark an die Performances der Gruppe "Ramstein". Das ist sicher zur Abstrahierung gewollt.
Nochmal vielen Dank und mein Kompliment für die Inszenierung.
Joachim W. Schroeder
Christine Johner schrieb am 17.11.2011:
Vorstellungsausfall Hänsel und Gretel am 17.11.11
Sehr geehrte Frau Hugelmann-Zilly,
wir haben vollstes Verständnis für Ihre Verärgerung und möchten uns ganz herzlich für diese kurzfristige Änderung in unserem Spielplan entschuldigen.
Bei der Planung zu einer Premiere, und gerade zu einer Uraufführung, versuchen wir natürlich immer alle Eventualitäten zu berücksichtigen, aber künstlerische Prozesse sind leider nicht immer bis in jedes Detail vorhersehbar. So kann es zu einer nötigen Dispositionsänderung -wie in diesem Fall- kommen.
Wir können Ihnen aber schon jetzt eine wirklich beeindruckende Tanzproduktion im GROSSEN HAUS versprechen und freuen uns, wenn Sie eine Vorstellung von SIEGFRIED besuchen, um sich selbst eine Meinung zu bilden.
Herzliche Grüße
Christine Johner
Leitung Kommunikation & Marketing
Vorstellungsausfall Hänsel und Gretel am 17.11.11
Sehr geehrte Frau Hugelmann-Zilly,
wir haben vollstes Verständnis für Ihre Verärgerung und möchten uns ganz herzlich für diese kurzfristige Änderung in unserem Spielplan entschuldigen.
Bei der Planung zu einer Premiere, und gerade zu einer Uraufführung, versuchen wir natürlich immer alle Eventualitäten zu berücksichtigen, aber künstlerische Prozesse sind leider nicht immer bis in jedes Detail vorhersehbar. So kann es zu einer nötigen Dispositionsänderung -wie in diesem Fall- kommen.
Wir können Ihnen aber schon jetzt eine wirklich beeindruckende Tanzproduktion im GROSSEN HAUS versprechen und freuen uns, wenn Sie eine Vorstellung von SIEGFRIED besuchen, um sich selbst eine Meinung zu bilden.
Herzliche Grüße
Christine Johner
Leitung Kommunikation & Marketing
Iris Hugelmann-Zilly schrieb am 17.11.2011:
VVorstellungsausfall Hänsel und Gretel am 17.11.2011
Es zeugt von keiner guten Planung, eine Vorstellung wegen anderer
(wichtigerer!) Proben ausfallen zu lassen,
und dies gerade einmal zwei Tage vor der Vorstellung per e-mail mitzuteilen.
Das macht keinen professionellen Eindruck.
Wir sind sehr enttäuscht als gute ABONNENTEN, zumal wir nun die Oper Hänsel und Gretel nicht mehr sehen können, da wir am 4.DEZ. anderes vorhaben!
Vielleicht in Zukunft die Lage der Abonennten besser berücksichtigen!
Trotzdem
mit freundlichem Gruß
I. Hugelmann-Zilly
VVorstellungsausfall Hänsel und Gretel am 17.11.2011
Es zeugt von keiner guten Planung, eine Vorstellung wegen anderer
(wichtigerer!) Proben ausfallen zu lassen,
und dies gerade einmal zwei Tage vor der Vorstellung per e-mail mitzuteilen.
Das macht keinen professionellen Eindruck.
Wir sind sehr enttäuscht als gute ABONNENTEN, zumal wir nun die Oper Hänsel und Gretel nicht mehr sehen können, da wir am 4.DEZ. anderes vorhaben!
Vielleicht in Zukunft die Lage der Abonennten besser berücksichtigen!
Trotzdem
mit freundlichem Gruß
I. Hugelmann-Zilly
Sibylle Grünenwald schrieb am 15.11.2011:
Theatergespräch über Gott und die Welt am 07.11.2011 anlässlich der Oper "Les Troyens" I und II von Hector Berlioz
Theater-Gespräch über Gott und die Welt am 07.11.2011
anlässlich der Oper "Les Troyens" I und II von Hector Berlioz
Die persönliche Begrüßung von Generalintendant Peter Spuler, seine gelungene Moderation durch den Abend und die offene und ehrliche Gesprächsrunde, machten dieses Ereignis zu etwas Besonderem.
Katharine Tier, die eingangs mit ihrer klaren und emotional geladenen Stimme den ganzen Raum füllte und die Trauer, Sehnsucht und Verzweiflung der Dido in die Herzen der teilnehmenden Zuschauer sang, wurde am Flügel brillant begleitet von Casting-Direktor John Parr. Katharine Tier konnte sich gut in Dido einfühlen und ließ alle an ihren persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema teilhaben.
Chefdramaturg Peter Feuchtner und Pfarrer Wolfgang Vögele bereicherten den Gesprächskreis mit informativen und besinnlichen Antworten. Hier wurde einem wieder bewusst, dass - wie Bernd Feuchtner erwähnte - die Oper und die Musik ein Tor zu den innersten Gefühlen eines jeden Menschen sind.
Eindrucksvoll und in außerordentlicher Erinnerung bleibt die Doppel-Oper "Les Troyens" von Hector Berlioz mit dieser genialen Inszenierung, die einen mit Gefühlen der Liebe, Leidenschaft, Berufung, Verzweiflung, Tod und Gott in Berührung bringt.
Herzlichen Dank an alle, die hier mitgewirkt haben.
Sibylle Grünenwald
Theatergespräch über Gott und die Welt am 07.11.2011 anlässlich der Oper "Les Troyens" I und II von Hector Berlioz
Theater-Gespräch über Gott und die Welt am 07.11.2011
anlässlich der Oper "Les Troyens" I und II von Hector Berlioz
Die persönliche Begrüßung von Generalintendant Peter Spuler, seine gelungene Moderation durch den Abend und die offene und ehrliche Gesprächsrunde, machten dieses Ereignis zu etwas Besonderem.
Katharine Tier, die eingangs mit ihrer klaren und emotional geladenen Stimme den ganzen Raum füllte und die Trauer, Sehnsucht und Verzweiflung der Dido in die Herzen der teilnehmenden Zuschauer sang, wurde am Flügel brillant begleitet von Casting-Direktor John Parr. Katharine Tier konnte sich gut in Dido einfühlen und ließ alle an ihren persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema teilhaben.
Chefdramaturg Peter Feuchtner und Pfarrer Wolfgang Vögele bereicherten den Gesprächskreis mit informativen und besinnlichen Antworten. Hier wurde einem wieder bewusst, dass - wie Bernd Feuchtner erwähnte - die Oper und die Musik ein Tor zu den innersten Gefühlen eines jeden Menschen sind.
Eindrucksvoll und in außerordentlicher Erinnerung bleibt die Doppel-Oper "Les Troyens" von Hector Berlioz mit dieser genialen Inszenierung, die einen mit Gefühlen der Liebe, Leidenschaft, Berufung, Verzweiflung, Tod und Gott in Berührung bringt.
Herzlichen Dank an alle, die hier mitgewirkt haben.
Sibylle Grünenwald
Cornelius Kölmel schrieb am 13.11.2011:
Siegfried Ballett
Das war ja mal eine tolle Einführung am Sonntag morgen im Kleinen Haus. Höchst informativ wurde man vom Produktionsteam auf die nächste Ballettpremiere eingestimmt. Wird sicher ein spannender Abend. Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Flug!
Und jetzt: Hingehen!!!
Siegfried Ballett
Das war ja mal eine tolle Einführung am Sonntag morgen im Kleinen Haus. Höchst informativ wurde man vom Produktionsteam auf die nächste Ballettpremiere eingestimmt. Wird sicher ein spannender Abend. Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Flug!
Und jetzt: Hingehen!!!
Markus Frickinger schrieb am 13.11.2011:
Rigoletto
Die Sänger waren sehr gut, auf das Bühnenbild kann man verzichten. Fazit: Erst dann Karten kaufen, wenn Bilder von der Produktion im Internet verfügbar sind.
Rigoletto
Die Sänger waren sehr gut, auf das Bühnenbild kann man verzichten. Fazit: Erst dann Karten kaufen, wenn Bilder von der Produktion im Internet verfügbar sind.
Klaus schrieb am 11.11.2011:
Rigoletto
Musikalisch diese Produktion auf CD zu erleben, wäre ein echter Brüller;
denn damit wäre das riesengroße Ärgernis der szenischen Realisierung umgangen.
Frdl. Grüße
Rigoletto
Musikalisch diese Produktion auf CD zu erleben, wäre ein echter Brüller;
denn damit wäre das riesengroße Ärgernis der szenischen Realisierung umgangen.
Frdl. Grüße
P.Zöller schrieb am 08.11.2011:
Rigoletto
Ich war am 6.11.in der Premiere von Rigoletto und muß sagen,daß mein Eindruck von der Vorstellung äußerst
zwiespältig war.Zunächst ein großes
Lob für die musikalische Darbietung.
Orchester,Sänger, allen voran Venter als Rigoletto,Schlingensiepen,Shin,
Gorny usw.fand ich ausgezeichnet.
Dann die Inszenierung.
Das Bühnenbild, falls man das so bezeichnen kann, hatte den Charme
eines Großraumbüros nach Geschäft-
schluß.Vielleicht waren ja gerade irgendwo Lamellenvorhänge im Sonderangebot.Von Kostümen keine Spur.Man
hatte optisch den Eindruck in eine Probe der Oper geraten zu sein.
Und hier mußten die Sänger
ihre Geschichte über die Rampe bringen.Dies alles und ein
paar Mätzchen und fade Scherze als
zeitgemäße Inszenierung zu verkaufen erscheint mir schon als ziemlich dreist.Wie man am Schluß
hörte war ich mit der Meinung nicht
alleine.Einige Zuschauer sind auch schon in der Pause gegangen!Mir taten eigentlich die
Sänger leid,die sich wieder einmal
dem Diktat einer Regietheater Inszenierung zu unterwerfen hatten.
Der Text und die Musik des Stückes
sagen doch eigentlich schon alles.
Diese Art der Darstellung trägt sicher nicht zum besseren Verständnis des Geschehens bei,ganz
im Gegenteil. Der Begriff Werktreue sollte sich nicht nur auf das musikalische beschränken.Ich werde den Eindruck nicht los,daß manche selbstherrliche Regisseure das Publikum für blöde halten und glauben es mit ihrer -Sichtweise-,die mit dem eigentlichen
Stück oft nicht mehr viel zu tun hat, beglücken zu müßen.Dabei kommt
es dann wie hier zu einer solchen
Diskrepanz zwischen Text und Musik
und optischer Darstellung die dem
Werk sicher nicht guttut.
Kein Wunder,daß viele Leute sich solch eine Inszenierung einmal ansehen und dann wegbleiben.
Ich beschäftige mich schon seit
über 40 Jahre intensiv mit Theater,
Schauspiel und vor allem Oper.Ich
habe auch schon viele Rigoletto
Inszenierungen,auch moderne,gesehen,aber keine kam der
Botschaft oder Atmosphäre des Werks
so wenig nah wie diese.
Vielleicht geht es ja manchen Regisseuren darum, um jeden Preis
-anders-sein zu wollen.Auch auf Kosten des Werks und der Zuschauer.
Und die Theater machen das Spiel mit.
Trotzdem
Freundliche Grüße
Rigoletto
Ich war am 6.11.in der Premiere von Rigoletto und muß sagen,daß mein Eindruck von der Vorstellung äußerst
zwiespältig war.Zunächst ein großes
Lob für die musikalische Darbietung.
Orchester,Sänger, allen voran Venter als Rigoletto,Schlingensiepen,Shin,
Gorny usw.fand ich ausgezeichnet.
Dann die Inszenierung.
Das Bühnenbild, falls man das so bezeichnen kann, hatte den Charme
eines Großraumbüros nach Geschäft-
schluß.Vielleicht waren ja gerade irgendwo Lamellenvorhänge im Sonderangebot.Von Kostümen keine Spur.Man
hatte optisch den Eindruck in eine Probe der Oper geraten zu sein.
Und hier mußten die Sänger
ihre Geschichte über die Rampe bringen.Dies alles und ein
paar Mätzchen und fade Scherze als
zeitgemäße Inszenierung zu verkaufen erscheint mir schon als ziemlich dreist.Wie man am Schluß
hörte war ich mit der Meinung nicht
alleine.Einige Zuschauer sind auch schon in der Pause gegangen!Mir taten eigentlich die
Sänger leid,die sich wieder einmal
dem Diktat einer Regietheater Inszenierung zu unterwerfen hatten.
Der Text und die Musik des Stückes
sagen doch eigentlich schon alles.
Diese Art der Darstellung trägt sicher nicht zum besseren Verständnis des Geschehens bei,ganz
im Gegenteil. Der Begriff Werktreue sollte sich nicht nur auf das musikalische beschränken.Ich werde den Eindruck nicht los,daß manche selbstherrliche Regisseure das Publikum für blöde halten und glauben es mit ihrer -Sichtweise-,die mit dem eigentlichen
Stück oft nicht mehr viel zu tun hat, beglücken zu müßen.Dabei kommt
es dann wie hier zu einer solchen
Diskrepanz zwischen Text und Musik
und optischer Darstellung die dem
Werk sicher nicht guttut.
Kein Wunder,daß viele Leute sich solch eine Inszenierung einmal ansehen und dann wegbleiben.
Ich beschäftige mich schon seit
über 40 Jahre intensiv mit Theater,
Schauspiel und vor allem Oper.Ich
habe auch schon viele Rigoletto
Inszenierungen,auch moderne,gesehen,aber keine kam der
Botschaft oder Atmosphäre des Werks
so wenig nah wie diese.
Vielleicht geht es ja manchen Regisseuren darum, um jeden Preis
-anders-sein zu wollen.Auch auf Kosten des Werks und der Zuschauer.
Und die Theater machen das Spiel mit.
Trotzdem
Freundliche Grüße
Cornelius Kölmel schrieb am 06.11.2011:
Der Mann, der die Welt aß!!!
Sensationelle Aufführung, die recht harmlos beginnt und sich ständig steigert, bis es kaum noch auszuhalten ist. Ganz wichtige Themen von heute werden hier bearbeitet, über alle Schmerzgrenzen hinaus. Unbedingt empfehlenswert, auch wenns weh tut!
Der Mann, der die Welt aß!!!
Sensationelle Aufführung, die recht harmlos beginnt und sich ständig steigert, bis es kaum noch auszuhalten ist. Ganz wichtige Themen von heute werden hier bearbeitet, über alle Schmerzgrenzen hinaus. Unbedingt empfehlenswert, auch wenns weh tut!
Jan Linders schrieb am 05.11.2011:
Re: Recycling von Produktionen aus Heidelberg
Sehr geehrter Herr Horn,
ich bin verwundert, dass für Sie Recycling etwas Negatives zu sein scheint. Dass künstlerisch erfolgreiche und beliebte Produktion mit einem neuen Team von Theater zu Theater umziehen und das Programm der Neuproduktionen ergänzen, ist guter Brauch, bietet er dem neuen Publikum doch die Chance, gleich zu Beginn einer Intendanz das Ensemble in einer großen Vielfalt von Rollen kennenzulernen. Als aktuellstes Beispiel möchte ich Ihnen die Uraufführungsinszenierung DER MANN DER DIE WELT ASS ans Herz legen, die Regisseur Dominique Schnizer mit dem Schauspieler Ronald Funke - die BNN berichtete - in den letzten Tagen ins neue STUDIO im STAATSTHEATER übertragen hat und die gestern Abend auf überwältigende Zustimmung des Publikums stiess.
Natürlich werden alle Übernahmen von den Regieteams für die neuen Spielstätten überarbeitet und neu eingerichtet. Für DYLAN und AMPHITRYON wird es zum Beispiel neben Umbesetzungen ein neues Bühnenbild und neue Kostüme geben; am HAMLET aus Heidelberg wird der Regisseur Simon Solberg auch intensiv arbeiten, aber diese fulminante Arbeit mit Paul Grill in der Titelrolle darf bei einer Spielzeit mit dem Motto VON HELDEN nicht fehlen.
Als Premierenabonnent bitte ich Sie, mich anzusprechen, ich würde mich freuen, weiter ins Gespräch zu kommen.
Herzlich Ihr
Jan Linders
Schauspieldirektor
PS: Am 17.11. feiert der JACQUES BREL-Abend unseres Schauspielers Natanael Lienhard Karlsruher Premiere im STUDIO - noch eine Übernahme aus Heidelberg, auf die ich mich sehr freue.
Re: Recycling von Produktionen aus Heidelberg
Sehr geehrter Herr Horn,
ich bin verwundert, dass für Sie Recycling etwas Negatives zu sein scheint. Dass künstlerisch erfolgreiche und beliebte Produktion mit einem neuen Team von Theater zu Theater umziehen und das Programm der Neuproduktionen ergänzen, ist guter Brauch, bietet er dem neuen Publikum doch die Chance, gleich zu Beginn einer Intendanz das Ensemble in einer großen Vielfalt von Rollen kennenzulernen. Als aktuellstes Beispiel möchte ich Ihnen die Uraufführungsinszenierung DER MANN DER DIE WELT ASS ans Herz legen, die Regisseur Dominique Schnizer mit dem Schauspieler Ronald Funke - die BNN berichtete - in den letzten Tagen ins neue STUDIO im STAATSTHEATER übertragen hat und die gestern Abend auf überwältigende Zustimmung des Publikums stiess.
Natürlich werden alle Übernahmen von den Regieteams für die neuen Spielstätten überarbeitet und neu eingerichtet. Für DYLAN und AMPHITRYON wird es zum Beispiel neben Umbesetzungen ein neues Bühnenbild und neue Kostüme geben; am HAMLET aus Heidelberg wird der Regisseur Simon Solberg auch intensiv arbeiten, aber diese fulminante Arbeit mit Paul Grill in der Titelrolle darf bei einer Spielzeit mit dem Motto VON HELDEN nicht fehlen.
Als Premierenabonnent bitte ich Sie, mich anzusprechen, ich würde mich freuen, weiter ins Gespräch zu kommen.
Herzlich Ihr
Jan Linders
Schauspieldirektor
PS: Am 17.11. feiert der JACQUES BREL-Abend unseres Schauspielers Natanael Lienhard Karlsruher Premiere im STUDIO - noch eine Übernahme aus Heidelberg, auf die ich mich sehr freue.
Jan Linders schrieb am 05.11.2011:
Elfriede Jelinek am Badischen Staatstheater
Sehr geehrter Herr Horn,
wir teilen Ihr Interesse am Werk Elfriede Jelineks und lesen regelmäßig ihre neuen Stücke. Just für dieses Wochenende liegt zum Beispiel KEIN LICHT auf meinem Schreibtisch (abgedruckt übrigens in der November-Ausgabe der Zeitschrift Theater Heute). Falls Sie sich noch intensiver an der Diskussion unseres Spielplans beteiligen wollen, empfehle ich Ihnen die Teilnahme an unserer Gruppe Spielplan, die sich regelmäßig mit der Schauspieldramaturgie trifft und deren Empfehlungen in den nächsten Spielplan einfliessen sollen. Anmeldungen per E-Mail unter: schauspieldramaturgie@staatstheater.karlsruhe.de.
Bis bald im Staatstheater, spätestens bei IMMER NOCH STURM,
Ihr
Jan Linders
- Schauspieldirektor -
Elfriede Jelinek am Badischen Staatstheater
Sehr geehrter Herr Horn,
wir teilen Ihr Interesse am Werk Elfriede Jelineks und lesen regelmäßig ihre neuen Stücke. Just für dieses Wochenende liegt zum Beispiel KEIN LICHT auf meinem Schreibtisch (abgedruckt übrigens in der November-Ausgabe der Zeitschrift Theater Heute). Falls Sie sich noch intensiver an der Diskussion unseres Spielplans beteiligen wollen, empfehle ich Ihnen die Teilnahme an unserer Gruppe Spielplan, die sich regelmäßig mit der Schauspieldramaturgie trifft und deren Empfehlungen in den nächsten Spielplan einfliessen sollen. Anmeldungen per E-Mail unter: schauspieldramaturgie@staatstheater.karlsruhe.de.
Bis bald im Staatstheater, spätestens bei IMMER NOCH STURM,
Ihr
Jan Linders
- Schauspieldirektor -
Rainer Martus schrieb am 05.11.2011:
Der Mann der die Welt aß
Gestern Abend war Premiere von "Der Mann der die Welt aß". Grandiose Schauspielerische Leistung !!!
Demenz ist ja ein Thema, mit dem viele im Alltag auf die eine oder andere Weise zu tun haben. Ich fand dieses Thema in dem Stück sehr realistisch umgesetzt. Währen die "Schrullige" Art des Vaters beim Publikum zu Beginn noch den ein oder anderen Lacher produziert, wird schnell klar, dass mit zunehmender Krankheit auch die Probleme im Umfeld zunehmen. Die Vater-Sohn-Beziehung (Ronald Funke und Daniel Stock) entwickelt sich in dem Stück entsprechend. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, man wird das Stück nachdenklich und beeindruckt verlassen.
Auch der Spielort "Studio" ist etwas besonderes. Wenn man durch die Gänge ins "Studio" geht hat man das Gefühl in die "Innereien" des Theaters vorzudringen um dann in einen Theatersaal zu kommen, der familiär anmutet. Das Bühnenbild auf wesentliche Elemente beschränkt, gibt dem Betrachter Raum sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Geradlinig und Klar.
Als Fazit kann ich nur jedem empfehlen sich dieses Stück anzusehen. Es überzeugt auf ganzer Linie: Schauspielerisch, Inhaltlich und vom Spielort!
Der Mann der die Welt aß
Gestern Abend war Premiere von "Der Mann der die Welt aß". Grandiose Schauspielerische Leistung !!!
Demenz ist ja ein Thema, mit dem viele im Alltag auf die eine oder andere Weise zu tun haben. Ich fand dieses Thema in dem Stück sehr realistisch umgesetzt. Währen die "Schrullige" Art des Vaters beim Publikum zu Beginn noch den ein oder anderen Lacher produziert, wird schnell klar, dass mit zunehmender Krankheit auch die Probleme im Umfeld zunehmen. Die Vater-Sohn-Beziehung (Ronald Funke und Daniel Stock) entwickelt sich in dem Stück entsprechend. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, man wird das Stück nachdenklich und beeindruckt verlassen.
Auch der Spielort "Studio" ist etwas besonderes. Wenn man durch die Gänge ins "Studio" geht hat man das Gefühl in die "Innereien" des Theaters vorzudringen um dann in einen Theatersaal zu kommen, der familiär anmutet. Das Bühnenbild auf wesentliche Elemente beschränkt, gibt dem Betrachter Raum sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Geradlinig und Klar.
Als Fazit kann ich nur jedem empfehlen sich dieses Stück anzusehen. Es überzeugt auf ganzer Linie: Schauspielerisch, Inhaltlich und vom Spielort!
Lutz Horn schrieb am 04.11.2011:
Jelinekt?
Ich finde es sehr bedauerlich, dass das neue Team Elfriede Jelinek keine Beachtung schenkt. Die Inszenierung ihrer Stücke war über Jahre hinweg ein künstlerisches Markenzeichen des Karlsruher Schauspiels.
Immerhin wird im Januar IMMER NOCH STURM von Peter Handke aufgeführt, das versöhnt ein wenig.
Jelinekt?
Ich finde es sehr bedauerlich, dass das neue Team Elfriede Jelinek keine Beachtung schenkt. Die Inszenierung ihrer Stücke war über Jahre hinweg ein künstlerisches Markenzeichen des Karlsruher Schauspiels.
Immerhin wird im Januar IMMER NOCH STURM von Peter Handke aufgeführt, das versöhnt ein wenig.
Lutz Horn schrieb am 04.11.2011:
Recycling von Produktionen aus Heidelberg
Im Schauspiel stehen 2012 zwei Produktionen auf dem Programm, die wohl als Recycling verstanden werden müssen: DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’ und HAMLET. Beide Produktionen wurden schon vor Jahren in Heidelberg aufgeführt.
Ist das neue Team nicht in der Lage, einen ganzen Spielplan mit Neuproduktionen zu füllen? Wie wäre es mit Wiederaufnahmen aus Karlsruher Produktion? Warum muss ausgerechnet eine dann zwei Jahre alte Produktion wie HAMLET aus dem Jahr 2010 auch in Karlsruhe aufgeführt werden?
Besonders irritiert bin ich von diesem Umstand als Käufer eines Premieren-Abonnements für das Schauspiel. In diesem Abonnement erwarte ich echte Premieren, keine Übernahmen.
Recycling von Produktionen aus Heidelberg
Im Schauspiel stehen 2012 zwei Produktionen auf dem Programm, die wohl als Recycling verstanden werden müssen: DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’ und HAMLET. Beide Produktionen wurden schon vor Jahren in Heidelberg aufgeführt.
Ist das neue Team nicht in der Lage, einen ganzen Spielplan mit Neuproduktionen zu füllen? Wie wäre es mit Wiederaufnahmen aus Karlsruher Produktion? Warum muss ausgerechnet eine dann zwei Jahre alte Produktion wie HAMLET aus dem Jahr 2010 auch in Karlsruhe aufgeführt werden?
Besonders irritiert bin ich von diesem Umstand als Käufer eines Premieren-Abonnements für das Schauspiel. In diesem Abonnement erwarte ich echte Premieren, keine Übernahmen.
Jan Linders schrieb am 01.11.2011:
THE PEACE SYNDROME
Hallo und vielen Dank für Ihren Eintrag.
Wir freuen uns sehr, dass Ihnen die Aufführung gefallen hat; vielleicht können wir sie in dieser Spielzeit noch einmal in Karlsruhe zeigen, bitte verfolgen Sie unsere Ankündigungen im Internet oder tragen sich am besten auf der Website gleich für den Newsletter ein.
Zu Ihrer Frage: THE PEACE SYNDROME entstand aus einer Kooperation des Heidelberger Theaters mit dem Teatron Beit Lessin in Tel Aviv. In Israel gibt es einige arabische Schauspieler / christlich oder muslimisch, wir wollten aber nicht den falschen Eindruck erwecken, zur Zeit könnten Palästinenser aus der Westbank oder dem Gaza Streifen mit Israelis Theater spielen. Israelis dürfen, das verbietet ihrer Regierung, nicht in die Städte der Westbank oder nach Gaza, und Palästinenser aus den besetzten Gebieten nehmen aus Prinzip nicht an Kulturprojekten mit Israelis teil, um nicht eine falsche Normalität der Beziehungen vorzuspiegeln. "Normalization" heißt diese Haltung. Insofern haben wir uns dafür entschieden, das Projekt mit zwei israelischen Schauspielern (Amir hat einen arabisch-christlichen Vater und eine jüdische Mutter) und zwei deutschen zu erarbeiten. Parallel dazu haben wir letzte Woche das Freedom Theatre aus Jenin eingeladen mit 7 jungen Schauspielern aus Palästina. Weil wir das Projekt nicht in Palästina spielen können, gibt es auch keine arabischen Übertitel. Wir werden aber am 4.12. in West-Jerusalem auftreten. Ich hoffe, diese kurze Antwort gibt Ihnen einen Einblick in die auch kulturpolitisch komplexe Situation.
Mit besten Grüßen
und bis bald im Staatstheater,
Ihr
Jan Linders
Dramaturg des Projekts / Schauspieldirektor
THE PEACE SYNDROME
Hallo und vielen Dank für Ihren Eintrag.
Wir freuen uns sehr, dass Ihnen die Aufführung gefallen hat; vielleicht können wir sie in dieser Spielzeit noch einmal in Karlsruhe zeigen, bitte verfolgen Sie unsere Ankündigungen im Internet oder tragen sich am besten auf der Website gleich für den Newsletter ein.
Zu Ihrer Frage: THE PEACE SYNDROME entstand aus einer Kooperation des Heidelberger Theaters mit dem Teatron Beit Lessin in Tel Aviv. In Israel gibt es einige arabische Schauspieler / christlich oder muslimisch, wir wollten aber nicht den falschen Eindruck erwecken, zur Zeit könnten Palästinenser aus der Westbank oder dem Gaza Streifen mit Israelis Theater spielen. Israelis dürfen, das verbietet ihrer Regierung, nicht in die Städte der Westbank oder nach Gaza, und Palästinenser aus den besetzten Gebieten nehmen aus Prinzip nicht an Kulturprojekten mit Israelis teil, um nicht eine falsche Normalität der Beziehungen vorzuspiegeln. "Normalization" heißt diese Haltung. Insofern haben wir uns dafür entschieden, das Projekt mit zwei israelischen Schauspielern (Amir hat einen arabisch-christlichen Vater und eine jüdische Mutter) und zwei deutschen zu erarbeiten. Parallel dazu haben wir letzte Woche das Freedom Theatre aus Jenin eingeladen mit 7 jungen Schauspielern aus Palästina. Weil wir das Projekt nicht in Palästina spielen können, gibt es auch keine arabischen Übertitel. Wir werden aber am 4.12. in West-Jerusalem auftreten. Ich hoffe, diese kurze Antwort gibt Ihnen einen Einblick in die auch kulturpolitisch komplexe Situation.
Mit besten Grüßen
und bis bald im Staatstheater,
Ihr
Jan Linders
Dramaturg des Projekts / Schauspieldirektor
Tobias schrieb am 31.10.2011:
THE PEACE SYNDROME
Herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich sehr gelungenen Inszenierung.
Es war erfrischend, mit unzähligen Eindrücken in so kurzer Zeit konfrontiert zu werden, die Situation mal aus einer neuen Perspektive beleuchtet zu sehen und mit so vielen offenen Fragen im Kopf nach Hause zu gehen.
Ich würde mir wünschen, daß dieses Stück noch viele andere Male aufgeführt werden kann - sei es in Palästina oder Deutschland, vor Juden oder internationalen Volontären...
Eine letzte Anmerkung zum Schluß: warum stehen keine Muslime/Palästinenser auf der Bühne, warum kein Programm/keine Übertitel auf Arabisch?! Das hat mir gefehlt, um ein rundes Bild zu erhalten - bzw. ein Hinweis darauf, warum auf diese Komponente verzichtet werden.
In jedem Fall: herzlichen Glückwunsch zu dieser äußerst geglückten Leistung.
THE PEACE SYNDROME
Herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich sehr gelungenen Inszenierung.
Es war erfrischend, mit unzähligen Eindrücken in so kurzer Zeit konfrontiert zu werden, die Situation mal aus einer neuen Perspektive beleuchtet zu sehen und mit so vielen offenen Fragen im Kopf nach Hause zu gehen.
Ich würde mir wünschen, daß dieses Stück noch viele andere Male aufgeführt werden kann - sei es in Palästina oder Deutschland, vor Juden oder internationalen Volontären...
Eine letzte Anmerkung zum Schluß: warum stehen keine Muslime/Palästinenser auf der Bühne, warum kein Programm/keine Übertitel auf Arabisch?! Das hat mir gefehlt, um ein rundes Bild zu erhalten - bzw. ein Hinweis darauf, warum auf diese Komponente verzichtet werden.
In jedem Fall: herzlichen Glückwunsch zu dieser äußerst geglückten Leistung.
Hans Hermann Jansen schrieb am 31.10.2011:
Gothland bei den Helden
"Kommt tempus, kommt Grabbe!" so notierte der junge Grabbe im April 1823 an Gustorf. Mit der Aufführung des "Herzog Theodor von Gothland" realisiert ein bestechendes Schauspielteam in Karlsruhe dieses Fatum Grabbes. Trotz einiger epischen Längen im zweiten Teil überzeugt mich die moderne Umsetzung im hier und jetzt unter den Helden. Vielen Dank
Gothland bei den Helden
"Kommt tempus, kommt Grabbe!" so notierte der junge Grabbe im April 1823 an Gustorf. Mit der Aufführung des "Herzog Theodor von Gothland" realisiert ein bestechendes Schauspielteam in Karlsruhe dieses Fatum Grabbes. Trotz einiger epischen Längen im zweiten Teil überzeugt mich die moderne Umsetzung im hier und jetzt unter den Helden. Vielen Dank
Carmen Jansen schrieb am 31.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Die Detmolder Grabbe-Gesellschaft hat sich (mal wieder) auf den Weg, diesmal nach Karlsruhe, begeben, um ein weiteres Grabbe-Drama, diesmal das „unspielbare“ Schauspiel Herzog Theodor von Gothland zu erleben. Vier Stunden Spielzeit mit nur einer Pause wurden „angedroht“ – mal sehen, ob sie durchzuhalten sind.
Für uns Zuschauer war das Durchhalten keine Herausforderung, dafür war das Gezeigte viel zu spannend, trotz aller gezeigter Brutalität auch unterhaltsam. Vor allem aber die Akteure auf der Bühne haben überzeugt, begeistert, sie haben Großartiges geleistet, beste Schauspielkunst! Ohne die Leistung der Kollegen schmälern zu wollen, muss vor allem der Gothland-Protagonist André Wagner hervorgehoben werden, der in der Darstellung der verschiedenen Gefühlszustände einen unglaublichen Facettenreichtum zeigte.
Besonderes Lob gebührt auch den Verantwortlichen, die den Mut hatten, sich eines relativ unbekannten Stückes anzunehmen, sich damit auseinander- und ihre Ideen umzusetzen – und es „spielbar“ zu machen, womit der Beweis erbracht ist, dass es kaum etwas gibt, was die Kunst und der Wille, sich mit ihr zu beschäftigen, nicht schafft.
Herzlichen Dank für einen erlebnisreichen und aufregenden Abend, dessen Besuch sich wirklich gelohnt hat, und Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!
Herzog Theodor von Gothland
Die Detmolder Grabbe-Gesellschaft hat sich (mal wieder) auf den Weg, diesmal nach Karlsruhe, begeben, um ein weiteres Grabbe-Drama, diesmal das „unspielbare“ Schauspiel Herzog Theodor von Gothland zu erleben. Vier Stunden Spielzeit mit nur einer Pause wurden „angedroht“ – mal sehen, ob sie durchzuhalten sind.
Für uns Zuschauer war das Durchhalten keine Herausforderung, dafür war das Gezeigte viel zu spannend, trotz aller gezeigter Brutalität auch unterhaltsam. Vor allem aber die Akteure auf der Bühne haben überzeugt, begeistert, sie haben Großartiges geleistet, beste Schauspielkunst! Ohne die Leistung der Kollegen schmälern zu wollen, muss vor allem der Gothland-Protagonist André Wagner hervorgehoben werden, der in der Darstellung der verschiedenen Gefühlszustände einen unglaublichen Facettenreichtum zeigte.
Besonderes Lob gebührt auch den Verantwortlichen, die den Mut hatten, sich eines relativ unbekannten Stückes anzunehmen, sich damit auseinander- und ihre Ideen umzusetzen – und es „spielbar“ zu machen, womit der Beweis erbracht ist, dass es kaum etwas gibt, was die Kunst und der Wille, sich mit ihr zu beschäftigen, nicht schafft.
Herzlichen Dank für einen erlebnisreichen und aufregenden Abend, dessen Besuch sich wirklich gelohnt hat, und Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!
Peter Overbeck schrieb am 27.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Mit gemischten Gefühlen begab ich mich am vergangenen Samstag in die Premiere des "Herzog Theodor von Gothland" des Detmolders Christian Dietrich Grabbe. Die Tragödie war mir bis dato noch nicht bekannt; nach der Lektüre u.a. des Artikels im „Kindler“ waren meine Erwartungen an das Stück nicht allzu hoch: überdimensioniert, rohe Gewalt, Morde bis Völkermorde, Shakespeare-Reminiszenzen.
Doch es kam anders: Auch nunmehr vier Tage nach der Premiere schwirren mir Bilder und Textzeilen der Inszenierung durch den Kopf. Ein großartiges Schauspielensemble, allen voran André Wagner als Herzog von Gothland mit seiner emotionalen Zerrissenheit (und fast die gesamten vier Stunden auf der Bühne) und Timo Tank als seinen Gegenspieler, ein schwarzer(!), haßerfüllter Feldherr der Finnen. Die Story ist erschütternd und Regisseur Martin Nimz verzichtet nicht darauf, die Brutalität der Handlung auf der Bühne anzudeuten, insbesondere gegen Ende; zugleich bricht er sie aber auch wieder dadurch, dass er die verschiedenen Ebenen des Textes von Slapstick bis Splatter nebeneinander stellt und die Handlung als „Rollenspiel“ inszeniert.
Der „Schinken“ ist aktueller denn je – unwillkürlich kommen einem die Ereignisse in Nordafrika in den Sinn. Eine Empfehlung für Besucher mit Sitzfleisch und Offenheit für Neues.
Herzog Theodor von Gothland
Mit gemischten Gefühlen begab ich mich am vergangenen Samstag in die Premiere des "Herzog Theodor von Gothland" des Detmolders Christian Dietrich Grabbe. Die Tragödie war mir bis dato noch nicht bekannt; nach der Lektüre u.a. des Artikels im „Kindler“ waren meine Erwartungen an das Stück nicht allzu hoch: überdimensioniert, rohe Gewalt, Morde bis Völkermorde, Shakespeare-Reminiszenzen.
Doch es kam anders: Auch nunmehr vier Tage nach der Premiere schwirren mir Bilder und Textzeilen der Inszenierung durch den Kopf. Ein großartiges Schauspielensemble, allen voran André Wagner als Herzog von Gothland mit seiner emotionalen Zerrissenheit (und fast die gesamten vier Stunden auf der Bühne) und Timo Tank als seinen Gegenspieler, ein schwarzer(!), haßerfüllter Feldherr der Finnen. Die Story ist erschütternd und Regisseur Martin Nimz verzichtet nicht darauf, die Brutalität der Handlung auf der Bühne anzudeuten, insbesondere gegen Ende; zugleich bricht er sie aber auch wieder dadurch, dass er die verschiedenen Ebenen des Textes von Slapstick bis Splatter nebeneinander stellt und die Handlung als „Rollenspiel“ inszeniert.
Der „Schinken“ ist aktueller denn je – unwillkürlich kommen einem die Ereignisse in Nordafrika in den Sinn. Eine Empfehlung für Besucher mit Sitzfleisch und Offenheit für Neues.
mona ulrich schrieb am 25.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Auch ich war am Samstag an der Premiere von "Herzog Theodor von Gothland" und bereue die weite Reise, die ich dafür in Kauf genommen habe keineswegs. Noch immer, Tage danach, bin ich begeistert darüber, was ich gesehen habe, und welch wunderbare Sprache mich in ihren Bann gezogen hat. Poesie und Wahrheit, Zeitlosigkeit und Aktualität liegen in den Sätzen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich bin begeistert, dass Martin Nimz es schafft, mit wunderbaren Schauspielern einen 4-stündigen Theaterabend so aufregend und interessant zu inszenieren, keine Minute war ich abwesend, hing an den Lippen und Gesten der Spieler. Von mir aus hätte dieser Abend auch acht Stunden dauern können, mir wäre nicht langweilig geworden.
Starke Bilder, starke Regieeinfälle auf einer sehr kargen Bühne, die meiner Fantasie freie Räume offen hielt, starke Schauspieler (nicht einer, der nicht seiner Figur gerecht geworden wäre)
Ich habe lange nicht mehr einen Zuschauerraum so begeistert verlassen.
Herzlichen Glückwunsch für diese grossartige Leistung!
Mona Ulrich
Herzog Theodor von Gothland
Auch ich war am Samstag an der Premiere von "Herzog Theodor von Gothland" und bereue die weite Reise, die ich dafür in Kauf genommen habe keineswegs. Noch immer, Tage danach, bin ich begeistert darüber, was ich gesehen habe, und welch wunderbare Sprache mich in ihren Bann gezogen hat. Poesie und Wahrheit, Zeitlosigkeit und Aktualität liegen in den Sätzen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich bin begeistert, dass Martin Nimz es schafft, mit wunderbaren Schauspielern einen 4-stündigen Theaterabend so aufregend und interessant zu inszenieren, keine Minute war ich abwesend, hing an den Lippen und Gesten der Spieler. Von mir aus hätte dieser Abend auch acht Stunden dauern können, mir wäre nicht langweilig geworden.
Starke Bilder, starke Regieeinfälle auf einer sehr kargen Bühne, die meiner Fantasie freie Räume offen hielt, starke Schauspieler (nicht einer, der nicht seiner Figur gerecht geworden wäre)
Ich habe lange nicht mehr einen Zuschauerraum so begeistert verlassen.
Herzlichen Glückwunsch für diese grossartige Leistung!
Mona Ulrich
Manuel Lindemann schrieb am 25.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Am Samstag war ich in der Premiere von „Herzog Theodor von Gothland“. Ich habe einen wirklich großartigen Abend erlebt, denn Regisseur Martin Nimz brachte Grabbes düstere Weltschau in einer starken Inszenierung auf die Bühne. Die martialischen Schlachtszenen erinnerten an „Titus Andronicus“ oder an Schlingensiefs „Kettensägenmassaker“, und waren bewusst so grotesk überzogen, dass man als Zuschauer wortwörtlich seinen Heidenspaß daran haben konnte. Die größte Leistung des Regisseurs bestand meiner Meinung nach aber darin, dass er zwischen dem Gemetzel immer wieder Grabbes gewaltiger Sprachkraft freien Lauf ließ. Weil die Schauspieler auf einer kargen Bühne standen und meist direkt vor den Zuschauern spielten, rückte die Sprache in den Fokus, die mich mit ihrer Wucht, bestehend aus einem derben schwarzen Humor und nihilistischer Zeitlosigkeit, umgehauen hat. Umwerfend spielte der Hauptdarsteller André Wagner, dem im ständigen Wechsel zwischen tiefer Erschütterung, bitterem Zynismus und zerstörerischer Boshaftigkeit alles abverlangt wurde. Schön, dass das Theater sich getraut hat, dieses leider viel zu selten gezeigte Werk auf die Bühne zu bringen.
Herzog Theodor von Gothland
Am Samstag war ich in der Premiere von „Herzog Theodor von Gothland“. Ich habe einen wirklich großartigen Abend erlebt, denn Regisseur Martin Nimz brachte Grabbes düstere Weltschau in einer starken Inszenierung auf die Bühne. Die martialischen Schlachtszenen erinnerten an „Titus Andronicus“ oder an Schlingensiefs „Kettensägenmassaker“, und waren bewusst so grotesk überzogen, dass man als Zuschauer wortwörtlich seinen Heidenspaß daran haben konnte. Die größte Leistung des Regisseurs bestand meiner Meinung nach aber darin, dass er zwischen dem Gemetzel immer wieder Grabbes gewaltiger Sprachkraft freien Lauf ließ. Weil die Schauspieler auf einer kargen Bühne standen und meist direkt vor den Zuschauern spielten, rückte die Sprache in den Fokus, die mich mit ihrer Wucht, bestehend aus einem derben schwarzen Humor und nihilistischer Zeitlosigkeit, umgehauen hat. Umwerfend spielte der Hauptdarsteller André Wagner, dem im ständigen Wechsel zwischen tiefer Erschütterung, bitterem Zynismus und zerstörerischer Boshaftigkeit alles abverlangt wurde. Schön, dass das Theater sich getraut hat, dieses leider viel zu selten gezeigte Werk auf die Bühne zu bringen.
Eheleute Hans-Joachim u. Angelika Kriesel schrieb am 25.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Mein Mann u. ich besuchten die Premiere zu Herzog Theodor von Gothland.Wir überstanden die 4-std.Aufführung und müssen leider die sehr lauten und schrillen Stimmen sowie die übertrieben blutrünstige Darstellung kritisieren. So etwas hat es in Karlsruhe noch nicht gegeben!Schade!!Die schauspielerischen Leistungen von Timo Tank u. Andre Wagner waren wie immer hervorragend.
Herzog Theodor von Gothland
Mein Mann u. ich besuchten die Premiere zu Herzog Theodor von Gothland.Wir überstanden die 4-std.Aufführung und müssen leider die sehr lauten und schrillen Stimmen sowie die übertrieben blutrünstige Darstellung kritisieren. So etwas hat es in Karlsruhe noch nicht gegeben!Schade!!Die schauspielerischen Leistungen von Timo Tank u. Andre Wagner waren wie immer hervorragend.
hannes kray schrieb am 24.10.2011:
Herzog Theodor von Gothland
Ich besuchte letzten Samstag die premiere im Schauspielhaus und tat etwas, was ich seit vielen jahren in Karlsruhe nicht mehr gemacht hatte: ich verließ die Aufführung zur Pause. ich verließ sie mit dem Eindruck, die schelchteste Inszenierung seit jahren gesehen zu haben. Ein aus allen möglichen Shakespeare-Stücken zusammenbebastelter text, vielleicht typisch für den jungen grabbe, der unbedingt berühmt werden wollte und sich wohl dachte mit der Kopie alter meister würde ihm das gelingen. Nur, dieses Stück ist vielleicht ähnlich blutrünstig wie Shakespeares', kann ihnen ansonsten aber mitnichten das Wasser reichen. Zu hergeholt und unlogisch der handlungsablauf, zu unscharf die Figuren. Vor der Vorstellung gab es eine Einführung mit dem neuen Intendanten und der zuständigen Dramaturgin. Wie blind waren die beiden eigentlich als sie das Stück lasen?
Nun, auch aus einem schlechten Stück kann man eine gute Inszenierung machen, beispiele gibt es genug. Diese Inszenierung aber gefällt sich in zahllosen, sinnlosen Mäzchen, wie der auf der Bühne agierenden Soufleuse, dem Inspizienten in ähnlicher Rolle, dem Reichen von Bonbons und und und. Dazu ein an lautstärke kaum zu überbietender Soundmatsch, der allenfalls nervtötend wirkte. Nicht zu vergessen die eigentliche regie: hat man jemals karlsruher Schauspieler während eines Stückes so oft brüllen hören und wenn sie nicht brüllten, war 30 % des textes nicht zu verstehen, weil genuschelt wurde, dass sich die balken biegen. Sprachregie fand einfach gar nicht statt.Zu den leistungen der Schauspieler selbst ist zu sagen, wenn man nicht wüsste, zu welchen leistungen eine Frau Gossenbacher oder ein herr Viering imstande sind, man würde echt ins Zweifeln kommen. Und von den neuen war ich mitunter wirklich erschrocken ob der mangelhaften Technik.
Man bedenke: auch der Ksc spielte mal eine führende Rolle im deutschen Fußball. Wo das team jetzt steht, wissen alle, die sich für Fußball interessieren. Man kann nur hoffen, dass dem badischen Staatstheater ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes kray
Herzog Theodor von Gothland
Ich besuchte letzten Samstag die premiere im Schauspielhaus und tat etwas, was ich seit vielen jahren in Karlsruhe nicht mehr gemacht hatte: ich verließ die Aufführung zur Pause. ich verließ sie mit dem Eindruck, die schelchteste Inszenierung seit jahren gesehen zu haben. Ein aus allen möglichen Shakespeare-Stücken zusammenbebastelter text, vielleicht typisch für den jungen grabbe, der unbedingt berühmt werden wollte und sich wohl dachte mit der Kopie alter meister würde ihm das gelingen. Nur, dieses Stück ist vielleicht ähnlich blutrünstig wie Shakespeares', kann ihnen ansonsten aber mitnichten das Wasser reichen. Zu hergeholt und unlogisch der handlungsablauf, zu unscharf die Figuren. Vor der Vorstellung gab es eine Einführung mit dem neuen Intendanten und der zuständigen Dramaturgin. Wie blind waren die beiden eigentlich als sie das Stück lasen?
Nun, auch aus einem schlechten Stück kann man eine gute Inszenierung machen, beispiele gibt es genug. Diese Inszenierung aber gefällt sich in zahllosen, sinnlosen Mäzchen, wie der auf der Bühne agierenden Soufleuse, dem Inspizienten in ähnlicher Rolle, dem Reichen von Bonbons und und und. Dazu ein an lautstärke kaum zu überbietender Soundmatsch, der allenfalls nervtötend wirkte. Nicht zu vergessen die eigentliche regie: hat man jemals karlsruher Schauspieler während eines Stückes so oft brüllen hören und wenn sie nicht brüllten, war 30 % des textes nicht zu verstehen, weil genuschelt wurde, dass sich die balken biegen. Sprachregie fand einfach gar nicht statt.Zu den leistungen der Schauspieler selbst ist zu sagen, wenn man nicht wüsste, zu welchen leistungen eine Frau Gossenbacher oder ein herr Viering imstande sind, man würde echt ins Zweifeln kommen. Und von den neuen war ich mitunter wirklich erschrocken ob der mangelhaften Technik.
Man bedenke: auch der Ksc spielte mal eine führende Rolle im deutschen Fußball. Wo das team jetzt steht, wissen alle, die sich für Fußball interessieren. Man kann nur hoffen, dass dem badischen Staatstheater ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes kray
Klaus schrieb am 17.10.2011:
Les Troyens
Les Troyens
Diesem Beitrag habe ich nichts hinzuzufügen, außer nochmals zu erwähnen: die Krone gebührt der Badischen Staatskapelle unter Justin Brown mit dem Diamanten der in jeder Hinsicht glanzvollen Cassandra der Diva Christina Niessen geschmückt; gefolgt von den beeindruckenden Chören. http://opernnetz.de/seiten/rezensionen/kar_tro_bri_111015.htm















