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VON AUFBRÜCHEN - Das STAATSTHEATER zieht eine in Kunst und Zahlen positive Saisonbilanz

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Erneut über 300.000 Besucher und eine Auslastung von 83,8% in der Spielzeit 2015/16

„Die Spielzeit mit meinen Lieblingsstücken war eine glückliche für uns alle. Wir haben uns in Karlsruhe noch weiter vernetzt, große überregionale Anerkennung bekommen und uns mit deutlich weniger Vorstellungen wieder über 300.000 Zuschauern geöffnet“, sagt Generalintendant Peter Spuhler bei der Vorstellung der Spielzeit-Bilanz. Gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor Johannes Graf-Hauber, der Leiterin des VOLKSTHEATERS Beata Anna Schmutz, der Leiterin des JUNGEN STAATSTHEATERS Ulrike Stöck, Operndirektor Michael Fichtenholz, Schauspieldirektor Jan Linders und Orchesterdirektor Axel Schlicksupp stellte er die Ergebnisse der zu Ende gehenden Saison vor.
Der Kaufmännische Direktor Johannes Graf-Hauber ist mit der Gesamtbesucherzahl von rund 335.000 im Langzeitvergleich zufrieden und fasst als Fazit zusammen: „Eine gleichbleibend hohe Zuschauerzahl bei einer niedrigeren Vorstellungsanzahl zeigt, dass in der Spielzeit 2015/16 am STAATSTHEATER die Effizienz pro Vorstellung gesteigert werden konnte. Das belegt die erhöhte Auslastung von durchschnittlich 83,8 % – obgleich der weiterhin schwierigen Verkehrssituation um das Theater.“ Insgesamt 334.904 Gäste besuchten die Vorstellungen, Gastspiele und das Rahmenprogram des STAATSTHEATERS (2014/15: 332.133). 

OPER
Die Grand Opéra Der Prophet wurde vom französischen Fachmagazin forumopera zu einer der 10 besten Musiktheaterproduktionen der Saison 2015/16 gewählt. Der neue Karlsruher Ring ist mit großem Erfolg bei Publikum und Presse gestartet. Mit I Capuleti e i Montecchi von Bellini beginnt eine neue Spielplanreihe, die Belcanto-Oper, für die es im Ensemble ausgezeichnete Sängerinnen und Sänger gibt. Erstmals seit vielen Jahren hat die OPER ein Musical, My Fair Lady, produziert. Seit der Premiere sind alle Vorstellungen bis auf einige Stehplätze ausverkauft. Die 39. INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE erzielten einen Besucherrekord: Über 15.000 Zuschauer kamen ins STAATSTHEATER. Dazu kommen noch über 2.000 Gäste des 5. Sinfoniekonzerts. Insgesamt ist dies die höchste Besucherzahl, die je bei den FESTSPIELEN erreicht wurde.

KONZERT
Besonders die abwechslungsreiche Auswahl der Solisten zog die Besucher in die Sinfoniekonzerte, an der Spitze der Multi-Perkussionist Martin Grubinger mit dem Schlagzeugkonzert des israelisch-amerikanischen Komponisten Avner Dorman Frozen in Time. Erstmals hat das KONZERT zwei „Rising Stars“ in den Sinfoniekonzerten präsentiert: Tianwa Yang an der Violine und Fabio Martino am Klavier. Beide sind Absolventen der Karlsruher Hochschule für Musik und erobern von Karlsruhe aus nun Konzertsäle auf der ganzen Welt. Eine neue Kooperation besteht zwischen der BADISCHEN STAATSKAPELLE und der Hochschule für Gestaltung. Sie wurde dort eröffnet mit der DEUTSCHEN ERSTAUFFÜHRUNG von John Luther Adams‘ Become Ocean, die mit einer Lichtinstallation der Szenografieklasse begleitet wurde. Die Reihe der Kleinkinderkonzerte hat sich nicht nur etabliert, sondern erfreut sich immer weiterwachsender Beliebtheit. Das Angebot kann der Nachfrage kaum gerecht werden.

BALLETT
Das Staatsballett setzte mit den beiden abendfüllenden Handlungsballetten das kleine schwarze / the riot of spring von Terence Kohler und Anne Frank von Reginaldo Oliveira ausschließlich auf Uraufführungen. Das bedeutet zwar ein niemals ganz kalkulierbares Risiko, ist jedoch im Zuge der Nachwuchsförderung für Ballettdirektorin Birgit Keil ein unverzichtbarer Baustein der Spielplangestaltung. Die Zuschauer wie auch die Presse sind sehr beeindruckt vom Schaffen Reginaldo Oliveiras, der mit seinem ersten abendfüllenden Ballett einen großen Schritt in seiner choreografischen Karriere machen konnte.

VOLKSTHEATER 
Mit der Leiterin Beata Anna Schmutz hat im Januar die Sparte intensiv die Arbeit aufgenommen. Es folgten zwei erfolgreiche Inszenierungen: im Rahmen der EUROPÄISCHEN KULTURTAGE und mit Bezug auf die philosophische Reihe, die Inszenierung Gewalt mit acht Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern und die Tanz-Theater Produktion For the First Time in der Kooperation mit dem Kulturzentrum Tempel und der Tanztribüne mit vierzig jungen Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft. Diese Produktion wurde vom Rotary Club Karlsruhe besonders gefördert. Die Wahl von Beata Anna Schmutz zur Sprecherin der Arbeitsgruppe Bürgerbühne des Deutschen Bühnenvereins ist als Anerkennung der Leistung für die partizipativen Kunstprojekte am STAATSTHEATER zu verstehen. Die im Mai vom VOLKSTHEATER ausgerichtete, vom Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Bühnenverbandes und von der GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES STAATSTHEATERS geförderte 3. BÜRGERBÜHNENTAGUNG Wir schaffen das! Neubürger auf die Bürgerbühnen mit Koryphäen der partizipativen Bewegung und internationalen Vorträgen fand bundesweit Beachtung.

JUNGES STAATSTHEATER
In seiner fünften Spielzeit hat die Sparte verstärkt international gearbeitet. Für die erfolgreiche Klassenzimmerproduktion Klassenfahrt wurde in Karlsruhes Partnerstädten Nancy, Krasnodar und Temeswar recherchiert und daraus ein Stück für Grundschulklassen entwickelt. Odyssee führte das Team in den Kosovo, wo es mit Kosovaren, darunter auch abgeschobenen Geflüchteten, über den Begriff Heimat und Gastfreundschaft gesprochen hat. Frerk, du Zwerg! führte das JUNGE STAATSTHEATER sowohl zum Festival „Schöne Aussicht“ als auch zum Asphalt Festival nach Düsseldorf.

SCHAUSPIEL
Schauspieldirektor Jan Linders schließt seine 5-jährige Amtszeit mit zwei Höhepunkten ab: Das STAATSTHEATER war erstmals zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Stolpersteine Staatstheater von Hans-Werner Kroesinger wurde so als eine der 10 bemerkenswertesten Inszenierungen der Spielzeit im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Schatten (Eurydike sagt) gewann den NachSpielPreis des Heidelberger Stückemarkts und wurde bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin gezeigt. Das SCHAUSPIEL war damit in kurzer Zeit zweimal zu Gast in der Hauptstadt. Das SCHAUSPIEL versteht sich als maximal regional und maximal international. So viele internationale Regisseure wie noch nie haben in der Sparte gearbeitet: der Ungar Csaba Polgar inszenierte Hamlet, Avishai Milstein aus Israel brachte Love Hurts auf die Bühne und Benjamin Lazar aus Frankreich Kinder des Olymp. Das Armenien-Festival VERGISSMEINNICHT brachte armenische Künstler nach Deutschland und ins Gespräch. Zu den EUROPÄISCHEN KULTURTAGEN sorgte das Gastspiel einer Theatergruppe aus Teheran mit Borcherts Draußen vor der Tür für den interkulturellen Dialog. Zugleich hat sich das SCHAUSPIEL weiter in der Stadt Karlsruhe verwurzelt, etwa in der Konzeption und Ausrichtung der großen Diskussionsveranstaltungen Fluchtziel Europa im Bündnis mit Karlsruher Institutionen und Initiativen.

Zur kommenden Spielzeit übernimmt Jan Linders die Position des Chefdramaturgen. Während seiner Amtszeit konnte er die Besucherzahl im SCHAUSPIEL um fast 50% steigern. Sein Nachfolger ist Axel Preuß. 

SERVICE 
Der Vorverkauf für alle bereits disponierten Vorstellungen der Spielzeit 2016/17 beginnt am 12.9.16. Für die Vorstellungen im September und Oktober sind bereits jetzt Karten erhältlich. Während der Theaterferien vom 24.7.bis 11.9.16  können Karten weiterhin im Webshop unter http://staatstheatertickets.karlsruhe.de/eventim.webshop/webticket/eventlist?tokenName=CSRFTOKEN&languages=de&languages=fr&languages=en gebucht werden.

Mit Beginn der neuen Spielzeit sind auch ermäßigte Karten online buchbar. Zur Vorstellung ist dann lediglich neben der ermäßigten Karte auch die Ermäßigungsberechtigung dem Einlasspersonal vorzuzeigen.

Zur nächsten Saison wird die Platzsituation für Rollstuhlfahrer deutlich verbessert. Die Rollstuhlplätze werden im GROSSEN HAUS in die Reihen 3 und 4 links verlegt, im KLEINEN HAUS in die Reihe 3 links. Nach den dafür notwendigen Umbaumaßnahmen werden in beiden Spielstätten die baulichen Voraussetzungen für den barrierefreien Zugang erfüllt sein. Die Mitglieder des Behindertenbeirats der Stadt Karlsruhe begrüßen diese Maßnahmen.

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