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VON HALTUNG UND VERHALTEN - STAATSTHEATER KARLSRUHE stellt den Spielplan 2020/21 vor

Vielfältiger Spielplan und ein Zeichen des Optimismus: Die Spartenleiter*innen des STAATSTHEATERS und Generalintendant Peter Spuhler (re.) sowie Geschäftsführender Direktor Johannes Graf-Hauber (li.) freuen sich auf die neue Spielzeit 2020/21. - Foto: Arno Kohlem

Zusammen mit seinen Spartenleiter*innen und dem Geschäftsführenden Direktor Johannes Graf-Hauber präsentierte Generalintendant Peter Spuhler heute in einer Pressekonferenz das Programm der Spielzeit 2020/21 mit dem Motto VON HALTUNG & VERHALTEN: „Agieren in Krisenzeit sagt viel über uns als Gesellschaft aus. HALTUNG und VERHALTEN sind gefragt: Wie reagieren wir auf die Herausforderungen unserer Zeit? Welchen Umgang pflegen wir miteinander? Diese und viele Fragen mehr spiegelt das vorliegende Programm.“


Die Opernsaison startet unter der musikalischen Leitung des neues Generalmusikdirektors Georg Fritzsch mit der Königin der Operette: In DIE LUSTIGE WITWE. Weitere Höhepunkte sind laut Operndirektorin Nicole Braunger Verdis AIDA, Richard Strauss’ DIE SCHWEIGSAME FRAU, Händels nie vorher in Karlsruhe gezeigter HERCULES, Rossinis BARBIER VON SEVILLA, die Uraufführung REISE DER HOFFNUNG von Komponist Christian Jost in der Reihe politische Oper und Alban Bergs WOZZECK. Die Regisseurinnen Mariame Clément und Yasmina Jasmina Hadžiahmetović arbeiten erstmals in Karlsruhe, wie auch die Regisseure Axel Köhler, Kornél Mundruczó sowie die Shooting-Stars Martin R. Berger und Maxim Didenko.


Der Doppelabend WACHGEKÜSST eröffnet die Spielzeit im STAATSTBALLETT; dafür stellt sich u. a. der vielversprechende belgische Choreograf Jeroen Verbruggen in Karlsruhe vor. Es folgen Ballettdirektorin Bridget Breiners abendfüllendes Handlungsballett MARIA STUART und der dreiteilige Ballettabend MOVERS & SHAKERS. Für das Jugendtanzprojekt ALLES TANZT! wird spartenübergreifend mit dem VOLKSTHEATER gearbeitet.


„Nur 20 Prozent aller gespielten Stücke stammen aus der Feder einer Frau. In der kommenden Spielzeit können Sie im KLEINEN HAUS viele Texte hervorragender Autorinnen erleben.“, erklärt Schauspieldirektorin Anna Bergmann. Sieben Autorinnen aus dem europäischen Raum schreiben für DIE NEUEN TODSÜNDEN. Erstmals ins Theater bringt das STAATSTHEATER TONI ERDMANN von der Karlsruher Autorin und Filmemacherin Maren Ade. Eine Neuentdeckung für die deutsche Bühne ist der 1839 erschiene Theatertext GABRIEL von George Sand, der ein aufregendes Spiel mit Geschlechterrollen mit einem Erbschaftskrimi verknüpft. Hinzu kommen dreizehn weitere Premieren; darunter CORONA-SOLOS in Eigenregie des Schauspielensembles.


Mit dem Bestseller CORPUS DELICTI von Juli Zeh hat Otto Thoß, Leiter des JUNGEN STAATSTHATERS, den Text zu Gesundheitsschutz und Freiheitsrechten ausgewählt. Der Erfolgsroman DER TRAFIKANT von Robert Seethaler und KATZELMACHER zum 75. Geburtstag von Rainer Werner Fassbinder sind weitere sehr politische Werke seines Spielplans. Politisch ist auch das VOLKSTHEATER: Mit der Corona-Pandemie setzt sich das Tanzstück BEZIEHUNGSWEISE auseinander. WENN NICHT WIR, WANN DANN? wird ein poetischer Abend zum Thema Widerstand: Für welche Zukunft lohnt es, sich zu engagieren? Im Juni 2021 stehen schließlich taube und hörende Bürger*innen in Das Prickeln der Haut gemeinsam auf der Bühne.


„Mit unserem vielfältigen Spielplan setzen wir insgesamt ein Zeichen des Optimismus“, so Peter Spuhler. Das große Theaterfest für alle zur Saisoneröffnung findet am 19.9.20 statt. Für den September und Oktober beginnt der Vorverkauf am 15.7.20. (Abonnent*innen und Mitglieder der Gesellschaft der Freunde bereits am 29.6.20). Für alle weiteren Monate kann man ab 14.9.20 Karten erwerben. Beim Kauf von Karten im Internet wird künftig kein Aufschlag mehr verlangt, allerdings steigen die Kartenpreise turnusgemäß. Das STAATSTHEATER bleibt dennoch eines der günstigsten Häuser seiner Größe in Deutschland.


Neben neuen Ensemblemitgliedern in OPER, SCHAUSPIEL und JUNGEM STAATSTHEATER stellte der Generalintendant auch die künftige Chefdramaturgin Sonja Walter vor – eine Vertraute: war sie doch bisher Geschäftsführende Dramaturgin des SCHAUSPIELS.

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