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Achim Thorwald

Achim Thorwald

Achim Thorwald wurde 1943 als Sohn des Staatskapellmeisters Josef Dünnwald geboren. Er konnte ab seinem 6. Lebensjahr am Staatstheater und in der Staatsoper Stuttgart Bühnenluft schnuppern und hat seit seinem 9. Lebensjahr Erfahrung bei Funk und Fernsehen. Nach seinem humanistischen Abitur studierte er am Mozarteum in Salzburg Schauspiel, Musik-, Kunst-, Literatur-, und Theatergeschichte.

Sein Weg als Schauspieler führte ihn zunächst nach Hamburg zum Ernst-Deutsch-Theater, Theater im Zimmer und erneut zum Fernsehen, bevor er an die Städtischen Bühnen Nürnberg ging, wo er neben seiner schauspielerischen Tätigkeit ins Regiefach einstieg und seither über 100 Inszenierungen in Oper, Operette, Musical und Schauspiel erarbeitete. An den Städtischen Bühnen Freiburg war er von 1972 bis 1976 als Schauspieler, Schauspieldramaturg und schließlich als Oberspielleiter engagiert. 1976 bis 1985 ging er als Intendant zur Württembergischen Landesbühne Esslingen, danach war er bis 1988 Intendant des Stadttheaters Würzburg. 1989 bis 1996 war Achim Thorwald Generalintendant der Städtischen Bühnen Münster, 1996 bis 2002 Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und 2002 bis 2011 Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Hier inszenierte er u. a. Carmen, Der Freischütz, Otello, Johanna auf dem Scheiterhaufen, Herzog Blaubarts Burg, Cyrano de Bergerac, Cabaret, Credo (UA), Hänsel und Gretel, Lotario, Ariadne auf Naxos, Così fan tutte, La traviata.

Neben seinen Tätigkeiten als Generalintendant, Operndirektor und Regisseur nahm Achim Thorwald Aufgaben in verschiedenen Kulturgremien wahr. So zum Beispiel für Opera Europa, das auf seine Initiative gegründet wurde, als Geschäftsführer der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein, für den Kulturausschuss der Stadt Karlsruhe, als Sprecher des Karlsruher Kulturkreises, im Vorstand der Händel-Gesellschaft Karlsruhe. Achim Thorwald war ebenfalls Jurymitglied für Operngesangswettbewerbe in Istanbul, Columbus/Ohio, den Bundeswettbewerb Gesang in Berlin und den Anneliese-Rothenberger-Wettbewerb. Zusätzlich hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Karlsruhe für „Theater als gesellschaftspolitisches Medium“.

Seit 2011 arbeitet Achim Thorwald als freier Regisseur und Schauspieler. Seine Inszenierung von Wagners Der Fliegende Holländer beim Opernfestival in Daegu/Südkorea erhielt den 1. Preis der Internationalen Kritiker-Jury. 2013 spielte er den Krapp in Becketts Das letzte Band am STAATSTHEATER KARLSRUHE und in der Spielzeit 2015/2016 am Kammertheater Karlsruhe in Eric Assous Unsere Frauen die Rolle des Paul.

Gastinszenierungen führten Thorwald nach Münster, Luzern und Sevilla. Seine Inszenierung des Tannhäuser wurde in Poznán, Triest und zuletzt im Oktober 2016 in Sevilla aufgeführt.

In Ashgabat/Turkmenistan inszenierte er am dortigen Puschkin-Theater Kabale und Liebe in russischer Sprache.

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