Zur mobilen Version

Navigation einblenden

Sebastian Hannak

Sebastian Hannak

Foto: Jochen Klenk

Sebastian Hannak studierte bei Jürgen Rose und Martin Zehetgruber an der Kunstakademie Stuttgart Bühnen- und Kostümbild. Während seines Studiums hospitierte er bei David Hockney in Los Angeles und assistierte Regisseuren und Choreografen wie Klaus-Michael Grüber, John Neumeier und Johann Kresnik in Zürich, Hamburg und Darmstadt.

Die Liste seiner Raumgestaltungen für Oper, Schauspiel, Tanztheater und Ballett an allen bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum ist nahezu unübersehbar. Unter Klaus Zehelein erarbeitete er an der Staatsoper Stuttgart mehrere Uraufführungen, für das Hessischen Staatsballett entwarf er Räume zu Tim Plegges Choreografien Aschenputtel, Kaspar Hauser und Eine Winterreise, für Joachim Schloemer und die Tanzkooperation pvc diejenigen zu dem arte-Tanzfilm Louder! can you hear me von Eun-Me Ahn. Am Theater Bonn brachte er Die Frau vom Meer, Das Fest, Drei Schwestern und Kabale und Liebe, heraus, für deren Raum er 2017 den Weltenbauer Award erhielt. Die Oper Dortmund lud ihn für Christian Josts Oper Hamlet ein, das Theater Heidelberg für La Bohème und Polifemo, die Oper Halle für Christian Josts Arabische Nacht und Henzes Phaedra, das Nationaltheater Mannheim für Hoffmanns Erzählungen, das Theater Konstanz für Liliom, das Staatstheater Schwerin für Leben des Galilei. Weitere Stationen waren und sind Theater in Berlin, Braunschweig, Frankfurt, Freiburg, Osnabrück, Regensburg, Saarbrücken, Salzburg und Zürich mit Regisseuren und Choreografen wie Christof Nel, Martin Nimz, Florian Lutz, Hansgünther Heyme, Reginaldo Oliveira, Jörg Mannes, Marie Bues, Michael v. z. Mühlen und Simon Solberg. Am STAATSTHEATER KARLSRUHE debütierte er 2012 mit Jakob der Lügner. Es folgten Momo, Gas I und II in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Mythos M, Das Glasperlenspiel, Anne Frank und zuletzt Die Walküre.  Für den Neustart der Oper Halle 2016/17 kreierte er die Totaltheater-Installation RAUMBÜHNE HETEROTOPIA sowie Environments für die viel diskutierte Eröffnungsproduktion Der fliegende Holländer, die Uraufführung Sacrifice und das Musical Spring Awakening. 2016 debütierte er außerdem mit Purcells Fairy Queen an der Staatsoper Budapest.

Hannaks Arbeiten wurden mehrfach als Raum des Jahres nominiert. Die Prager Quadriennale widmete seiner Arbeit 2007 eine Ausstellung im deutschen Pavillon. 2005 war Hannak zwei Jahre Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute, 2015 dort Juror der Sparte Bühnen- und Kostümbild. Seit demselben Jahr sitzt er dort im Alumnibeirat. Die Bühnentechnische Rundschau sowie Die deutsche Bühne bringen regelmäßig seine grafischen Arbeiten, Theaterfotos und umfangreichen Texteiträge. 2008 entwarf er die Titelblätter der Deutschen Bühne. Zudem engagiert sich Hannak in verschiedenen Gremien für Szenografie, ist Mitglied im Bund der Szenografen, gibt eigene Bücher heraus, publiziert regelmäßig in weiteren Fachzeitschriften und hält Vorträge.

Navigation einblenden