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Max Emanuel Cencic

Max Emanuel Cencic

Er ist einer der weltweit faszinierendsten und vielfältigsten Künstler, der sich für die Wiederentdeckung und Aufführung der Musik des 18. Jahrhunderts einsetzt. In der Saison 2016/2017 standen herausragende Projekte des Counternors bevor, darunter Glucks Orfeo ed Euridice an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, seine Debüts bei den Salzburger Pfingstfestspielen und im Auditorio Nacional in Madrid sowie Glucks Ezio an der Oper Frankfurt in einer Inszenierung von 2013. Ein weiterer Höhepunkt war die szenische Wiederaufnahme des Arminio bei den 40. INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELEN 2017 in Karlsruhe, wo er Regie führen wird. In Hasses Siroe bei den Mai-Festspielen 2017 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden übernimmt er erneut die Titelrolle und Regie. Mit seinem virtuosen Mezzosopran zeigt Max Emanuel Cencic wie technisch brillant und gleichzeitig modern und einfühlsam Barockgesang sein kann. Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht er auf der Bühne und tritt weltweit an den großen Opernhäusern auf, wie der Wiener Staatsoper, dem Theater an der Wien, am Opernhaus Zürich, der Opéra Royal in Versailles, der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Barcelonas Gran Teatro del Liceu, dem Théâtre des Champs-Elysées sowie im Brüsseler Opernhaus La Monnaie auf. Konzerte führten ihn u. a. in die Laeiszhalle Hamburg, die Carnegie Hall, New York, das Barbican Center, London, Amsterdams Concertgebouw, den Wiener Musikverein und die Tchaikovsky Halle in Moskau. Außerdem trat er weltweit bei zahlreichen Festivals auf. Er arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie William Christie, René Jacobs, Ottavio Dantone, Diego Fasolis, George Petrou, Emmanuelle Haïm und Riccardo Muti.

Seine sängerische Ausbildung fing er als Wiener Sängerknabe an und begann bereits 1992 eine Solo-Karriere als Sopranist, die er ab 2001 als Countertenor fortsetzte. Max Emanuel Cencic zieht große Aufmerksamkeit auf seine Projekte, indem er sie in Opern-Produktionen, CD-Aufnahmen sowie bei ausgedehnten Tourneen dem Publikum nahebringt. Außerdem dokumentierten Sender wie Mezzo TV und Arte Concert viele seiner herausragenden Auftritte, wie die von ihm wiederentdeckte Händel-Oper Alessandro. Als künstlerischer Leiter von Parnassus Arts Productions ist er verantwortlich für die Konzeption, Leitung und Aufführung wichtiger Werke des italienischen Barocks, darunter die sensationelle Wiederentdeckung von Leonardo Vincis letzter Oper Artaserse. Wie ursprünglich 1730 in Rom, wurde auch die neue Produktion mit fünf Countertenören von einer ausschließlich männlichen Besetzung aufgeführt. Das Werk begeisterte nicht nur auf der Bühne, sondern wurde in seiner Einspielung mit allen relevanten Plattenpreisen, u. a. mit dem ECHO Klassik 2013 und 2014, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d‘or ausgezeichnet sowie für den Grammy nominiert. Auch Vincis Oper Catone in Utica, an der vier Countertenöre beteiligt waren, wurde als CD und szenische Produktion ein einschlagender Erfolg. Ebenso überzeugen seine Solo-Aufnahmen: Auf Venezia faszinierte er mit Glanzstücken der venezianischen Oper Publikum wie Presse gleichermaßen. Die CD Rokoko stellt virtuose Arien aus dem umfangreichen Schaffen Johann Adolph Hasses zusammen. Max Emanuel Cencic’ aktuelle, von der Presse hochgelobte CD Arie Napoletane widmet sich Meisterwerken der Neapolitanischen Schule. Seine umfangreiche Diskographie, die verschiedene Weltersteinspielungen aufweist, erhielt zahlreiche Preise, darunter der Diapason d’Or, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik, der Gramophon Award und der kroatische Porin Preis. Für sein künstlerisches Schaffen wurde er vom französischen Kulturministerium als Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet. Inzwischen ist Max Emanuel Cencic auch dabei, sich als Regisseur international einen Namen zu machen, etwa durch die Live-Produktion von Hasses Siroe, die auf Europatournee ging und bei Decca als CD erschien.

Bei den INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELEN KARLSRUHE 2016 war er in einer Doppelrolle zu erleben. Zum einen sang er die Titelrolle des Arminio, zum anderen übernahm er die Regie des selten aufgeführten Werkes. Zu weiteren Regieproduktionen, die in den kommenden Jahren folgend werden, zählen Rossinis La Donna del Lago, Händels Pastor Fido und Mozarts Don Giovanni. Außerdem ist eine Veröffentlichung von Arien bei Warner geplant, die Max Emanuel Cencic als Knabensopran aufgenommen hatte.

Mehr Infos unter: http://www.cencic.com/

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