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Yuval Sharon

Yuval Sharon

Erfahrungen als Assistent sammelte der junge Regisseur Yuval Sharon unter anderem 2002 bei Saint François d’Assise an der Deutschen Oper Berlin, bei Aida bei den Bregenzer Festspielen 2009, bei Die Sache Makropulos am Marientheater St. Petersburg, bei Achim Freyers Ring in Los Angeles und bei Stockhausens Mittwoch aus Licht in Birmingham 2012. Seine erste Inszenierung lieferte Yuval Sharon 2003 beim Ensemble Theater Faction mit der Orestie, der im Jahr 2004 Falk Richters God is a DJ folgte. An der San Francisco Opera war er 2007 erfolgreich mit einer Zauberflöte für Familien und in Palo Alto inszenierte er 2010 den Freischütz.
Hauptsächlich machte er sich einen Namen mit zeitgenössischen Stoffen. So brachte er im Sommer 2010 in Los Angeles die Oper Mortal Thoughts of Lady Macbeth von Veronika Krausas heraus und inszenierte 2011 die Uraufführung der Soldier Songs von David T. Little in New York. Mit der Gründung der freien Theatergruppe The Industry in Los Angeles und der Uraufführung von Anne Le Barons Hyperopera Crescent City lenkte er überregionales Aufsehen auf die Möglichkeiten freien Musiktheaters in den USA. Mit Jessye Norman, Meredith Monk und Joan La Barbara schuf er 2013 die Song Books von John Cage, die in Miami, San Francisco und in der Carnegie Hall gezeigt wurden. Seine Hauptprojekte bei The Industry sind 2013 der Workshop für sechs neue Opern First Take im Hammer Museum und die Uraufführung der Oper Invisible Cities von Christopher Cerrone nach Italo Calvino in der Union Station, die bei laufendem Bahnhofsbetrieb über Kopfhörer stattfindet (Premiere Oktober 2013).
Seine Inszenierung von Doctor Atomic am STAATSTHEATER KARLSRUHE machte ihn in Europa bekannt. Sie gewann 2014 den Götz-Friedrich-Preis für Opernregie und wurde nach Sevilla übernommen. An der Wiener Staatsoper brachte er 2016 Peter Eötvös‘ Drei Schwestern heraus. 
Seit der Spielzeit 2016/17 ist er außerdem Regisseur in Residence des Los Angeles Philharmonic, wo er nach einem Uraufführungsabend  zum 70. Geburtstag von John Adams unter Leitung des Komponisten im März 2017 einen Schubert-Beckett-Abend mit Ian Bostridge und im Juni  2017 Lou Harrisons Young Ceasar inszeniert. Seine Zusammenarbeit mit Franz Welser-Möst und dem Cleveland Orchestra setzt er nach Janáceks Schlauem Füchslein im Mai 2017 mit Debussys Pelléas et Mélisande fort. Mit seiner Produktionsplattform ist eine Produktion von Brechts Galilei in eigener Übersetzung am Strand von Brechts Exil-Ort Santa Monica geplant. Und auch in Europa stehen eine Reihe hochkarätiger Debüts an.

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