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Lucas Debargue

Lucas Debargue

Foto: Felix Broede

Der Shooting Star Lucas Debargue trat unvermittelt aus dem Nichts ins Licht der Öffentlichkeit, als er beim 15. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb 2015 zum Gesprächsstoff Nr. 1 avancierte. Von der Jury wurde er „nur“ mit dem 4. Preis bedacht, doch mit seinem gleichzeitig kraftvollen wie intellektuellen, poetischen und lyrischen Klavierspiel begeisterte er Zuhörer und Fachjournalisten. Sie verliehen ihm den Preis der Musikkritiker als „Pianisten, dessen unglaubliche Begabung, künstlerische Vision und kreative Freiheit die Kritik ebenso beeindruckten wie das Publikum.“ Kurz nach dem Wettbewerb, bei dem er zum ersten Mal überhaupt mit Orchester auftrat, verpflichtete ihn Sony Classical. Hier erschien vor Kurzem seine erste Rezital-CD mit Musik von Ravel, Liszt, Chopin und Scarlatti. 
Sein musikalischer Werdegang war bis dahin alles andere als gradlinig verlaufen.1990 in eine nicht-musikalische Familie geboren, lernte er erst mit elf Jahren an der Musikschule Compiègne nördlich von Paris Klavier. Mit 15 Jahren gab er den Unterricht frustriert auf, da er keine Mitspieler für gemeinsames Musizieren fand. Stattdessen wurde er Mitglied einer Rockband und begann nach dem Abitur im Alter von 17 Jahren Kunst und Literatur in Paris zu studieren. Drei ganze Jahre lang rührte er das Klavier nicht an. Ein möglicher Auftritt beim Festival Fête de la Musique in Compiègne brachte ihn schließlich 2010 zurück zum verschmähten Instrument. Dadurch kam er kurze Zeit später in Kontakt mit der gefeierten russischen Klavierprofessorin Rena Shereshevskaya, die bis heute als seine Lehrerin und Mentorin wirkt. Sie erkannte trotz seines vergleichsweise hohen Alters von 20 sofort seine große Zukunft und nahm ihn in ihre Klasse an der École Normale de Musique de Paris „Alfred Cortot“ auf. Hier bereitete sie ihn auch für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben aus.
Nur gut vier Jahre später stand mit dem Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb der Beginn einer großen Karriere fest. „Kein anderer nicht-russischer Pianist hat seit Glenn Gould oder Van Cliburns Sieg beim Tschaikowsky-Wettbewerb solch einen Aufruhr verursacht”, urteilte die Huffington Post.
Als Interpret voll Leidenschaftlichkeit und umwerfender kommunikativer Kraft, bezieht Debargue seine Inspiration aus den verschiedensten Disziplinen wie der Literatur, der Malerei, dem Film oder auch dem Jazz. Besonders am Herzen liegt ihm das Kernrepertoire für Klavier, mit Vergnügen präsentiert er aber auch Werke weniger bekannter Komponisten wie Nikolai Medtner, Samuel Maykapar und Nikolai Roslavets.

Mehr Infos unter http://www.lucasdebargue.com/

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