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Hervé Niquet

Hervé Niquet

Foto: Eric Manas

Hervé Niquet studierte bei einer Schülerin von Marguerite Long und Maurice Ravel, die seine ästhetische Sensibilität, aber auch seine akribischen Quellenstudien geprägt hat. Nach seiner umfassenden Ausbildung als Cembalist, Organist, Pianist, Sänger, Komponist, Chorleiter und Dirigent sammelte Niquet Erfahrungen als Solokorrepetitor an der Pariser Oper, wo er u. a. mit Rudolf Nurejev und Serge Lifar zusammenarbeitete.

1987 gründete er das Ensemble Le Concert Spirituel, mit dem er Werke unterschiedlicher Stile und Genres, von der geistlichen Musik über die Sinfonie hin bis zur Oper erkundet und sich besonders für unbekannte Werke französischer, englischer und italienischer Komponisten einsetzt. Daneben dirigiert Niquet aber auch große internationale Orchester mit einem Repertoire, das bis ins frühe 20. Jahrhundert vorstößt. So beteiligte sich Niquet als musikalischer Pionier 2009 an der Gründung des Palazzetto Bru Zane – Centre de musique romantique française in Venedig, mit dem er zahlreiche Projekte realisieren konnte. Unter seiner musikalischen Leitung standen bedeutende Wiederentdeckungen wie Herculanum von Félicien David, Dimitiri von Victorin Joncières, La légende des ours von Marie Jaëll und La Reine de Chypre von Fromental Halévy. Für Herculanum erhielt er den Echo Klassik 2016.

In der Oper arbeitete er bisher mit Regisseuren wie Mariame Clément, Georges Lavaudant, Gilles und Corinne Benizio, Joachim Schlömer, Christoph Marthaler, Romeo Castellucci bei Glucks Orfeo ed Euridice am Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel und Christian Schiaretti bei Rameaus Castor et Pollux am Théâtre des Champs-Elysées in Paris.

Niquet ist musikalischer Leiter des Vlaams Radio Choir und erster Gastdirigent des Brussels Philharmonic. Unter seiner musikalischen Leitung sind beide Ensembles intensiv an einem CD-Projekt beteiligt, das sich in Kooperation mit dem Palazzetto Bru Zane der Aufnahme von Kantaten des Prix de Rome widmet. Bisher wurden Werke von Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Gustave Charpentier, Max d’Ollone und Paul Dukas veröffentlicht sowie Opernraritäten von Victorin Joncières und Félicien David. Niquet ist außerdem Officier de l’Ordre National du Mérite et Officier des Arts et Lettres.

>> Hervé Niquet auf Wikipedia

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