Zur mobilen Version Suche Suche

Navigation einblenden

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER

Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse.

Neuen Eintrag für unser Gästebuch verfassen

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Katharina Lehnert-Raabe schrieb am 19.07.2013:
Werther“-Relaunch in Karlsruhe Gibt es die eine große Liebe? Hätte Werther eine Chance gehabt? War er eine Memme oder ein Held? Dass dies Fragen sind, mit denen sich Schülerinnen und Schüler ernsthaft und freiwillig auseinandersetzen, mag so manchem fast unglaublich erscheinen; dass sie es dennoch tun, und das vor laufender Kamera, ist das Verdienst derjenigen, die für die Karlsruher „Werther“-Inszenierung verantwortlich zeichnen. Auf geradezu faszinierende Weise gelingt es ihnen, die Zuschauer, gleich welchen Alters, in den Bann zu ziehen, sie mit Werther lieben und leiden zu lassen. Fast glaubt man, mit ihm in Lottes schwarzen Augen zu versinken – und geht dennoch nicht unter. Denn immer wieder wird das Publikum deutlich sichtbar, etwa durch überdimensional eingeblendete Textauszüge oder vom Blatt lesende Mimen, daran erinnert, dass wir es hier mit Literatur zu tun haben – oder doch nicht oder zumindest nicht nur?
Ist Werther nun Goethe und Lotte jene Charlotte Buff aus Wetzlar, und ist Albert deren Verlobter Johann Christian Kestner? Was ist Dichtung, was ist Wahrheit? Das sind die Fragen, die seit Erscheinen des Romans im Herbst 1774 im Mittelpunkt des Interesses stehen, freilich ohne dass es gelungen wäre, diese zu klären. Genau aus dieser – vermeintlichen – Not macht die Karlsruher Inszenierung eine veritable Tugend, indem sie den Text des Romans mit Auszügen aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und autobiographischen Quellen Goethes und Kestners zu einer bemerkenswert stimmigen Collage verbindet – nicht zuletzt mit dem verblüffenden Ergebnis, dass der doch etwas blasse und „dröge“ Albert des Romans zum Sympathieträger avanciert. Johann Christian Kestner, der Zeit seines Lebens unter Albert zu leiden hatte, dürfte dies freuen!
Das von Goethe begonnene Vexierspiel zwischen Schein und Sein wird in Karlsruhe auf geradezu bravouröse Weise aufgegriffen und fortgeführt. Die Inszenierung schafft damit etwas, was man sich gemeinhin kaum vorstellen kann: Sie zeigt uns, dass „Werther“ lebt.
Großes Lob und Dank an alle, die an diesem rundum gelungenen „Werther“-Relaunch mitgewirkt haben! Katharina Lehnert-Raabe, Wetzlar

Auf diesen Eintrag antworten

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Lisa Adam schrieb am 29.06.2013:
Liebes Theaterteam,
ich habe vor ein paar Stunden das Schauspiel "Die Leiden des jungen Werthers" besucht und war mehr als begeistert.
Die Schauspieler waren spitze und ich habe ihnen jede Emotion abgekauft. Ebenso fand ich die Intermedialität in diesem Stück perfekt in Szene gesetzt. Die Videos und die Aufnahmen (und das alles während der Aufführung) -> Super! Es hat mich gefreut, dass es Stücke gibt, die modern sind und auch jüngeres Publikum ansprechen. Ich werde "Die Leiden des jungen Werther" bei mir im Literaturwissenschaftskurs an der PH auf jeden Fall weiterempfehlen!
Danke für ein sehr emotionales und fesselndes Schauspiel!

Auf diesen Eintrag antworten

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Navigation einblenden