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Astrid Muhr schrieb am 01.05.2015:
Liebe Verantwortliche vom Badischen Staatstheater,
Ihre Inszenierung der Meistersinger wurde von den überregionalen Feuilletons und auch unter Opernkennern sehr gelobt. Leider wurde sie nach nur wenigen (fünf? sechs?) Aufführungen schon wieder aus dem Programm genommen. Auch in der nächsten Spielzeit findet sie sich nicht als Wiederaufnahme. Das ist sehr schade und ich bin ein bischen enttäuscht, denn ich hatte keine Gelegenheit, sie zu besuchen (komme von weiter weg). Ich hoffe, die Inszenierung ist nicht auf Dauer abgesetzt.

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Achim Sieben schrieb am 07.05.2015:
Sehr geehrte Frau Muhr,

wir haben die Produktion DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG insgesamt 10 mal gezeigt verteilt auf zwei Spielzeiten. Es ist richtig, dass wir in der kommenden Spielzeit keine Wiederaufnahme vorgesehen haben, da wir mit den Neuproduktionen von TRISTAN UND ISOLDE und RHEINGOLD sowie der Wiederaufnahme des PARSIFAL bereits eine starke Präsenz der Opern Richard Wagners im Spielplan verankert haben.
Natürlich bewahren wir die Inszenierung auf, werden sie aber vor der Spielzeit 19/20 nicht wieder zeigen können. Ein fixes Datum kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht nennen, möchte Ihnen aber in der Zwischenzeit die Inszenierung des PARSIFAL ans Herz legen, die ebenfalls sowohl bei Presse als auch beim Publikum auf positive Resonanz gestoßen ist.

Herzliche Grüße
Achim Sieben
Stellvertretender Operndirektor
Jost Ammon schrieb am 02.06.2014:

Wow! Gratulation zu der absolut beeindruckenden Inszenierung! Schon so viele Wagner Opern habe ich gesehen, die Meistersänger aber waren noch nie dabei. Gleich das erste mal so ein Glückstreffer! Ob es viele Inszenierungen gibt, die die ständig gegenwärtige Ironie so gut herausarbeiten? Endlich wird eine Verbindung von Wagners rastlosem Wesen auf der Suche nach neuen künstlerischen Ideen und seinem Werk, in dem das Neue auf absolut sicherer Beherrschung der Regeln fußt (Glen Gould: Wagner is applied Bach) sichtbar: Kinder, schafft Neues! Das Stück trieft ja nur so von Ironie, die sich aus diesem Gegensatz von Regelbeherrschung und Regelerweiterung ergibt, aus dem Wechselspiel von Orthodoxie und Innovation, von Gruppe und Individuum. Und diese Ironie ist voll im Libretto angelegt! Da findet sich Wagner, der Revolutionär! Das Bühnenbild ist nichts weniger als hervorragend in seinen verschiedenen Ebenen, die Seminar-/Übeungsräume, die Mister-Minit Bude bis hin zum "Festsaal", der den Sängerwettstreit in die heutige Song-Contest- und Eventkultur mit Liveübertragung transponiert - was für eine packende Szenografie! Das Schlussbild: rechts Beckmesser, wie er verzweifelt versucht, die Scherben der Wagnerbüste, d.h. das nun überholte Regelwerk zu flicken, nein besser: zu konservieren. Demgegenüber tritt links der symbolische Einwanderer in die etablierte Gesellschaft als das Neue ein und zieht mit einem hocherfreuten Mädel ab. Bei mir hat die ganze Inszenierung die Frage aufgeworfen, wie es zum Schlussgesang von Hans Sachs gekommen sein mag: er passt überhaupt nicht. Nachdem Stolzing den Siegerkranz mitsamt der Ehrung abgelehnt hat, hätte Schluss sein müssen. Ob Wagner diesen Schlussgesang also tatsächlich auf Drängen von Cosima zugefügt hat? Nach dieser Inszenierung muss man es denken. Was mich ebenfalls stark fasziniert hat: erstmals ist für mich Wagners Interesse fürs Theater, die Dramaturgie, das szenische Timing und die Bühneneffekte sichtbar geworden. Die Handlung treibt ständig voran, verdichtet sich und strebt, ganz wie die Komposition, aus der Verbindung/Kombination/Erweiterung der Handlungsstränge immer wieder zu Höhepunkten, die dann aufgelöst werden. Das hat die Inszenierung richtig gut wiedergegeben - im Sinne einer Show, bei der man immer wieder vornübergebeugt sitzt, weil man wissen will, wie es weiter geht. Aber auch Details: Beckmessers geringelter Pulli - ein Schelm, wer Böses dabei denkt, z.B. an die Freizeitkleidung eines großen deutschen Interpretationskonservierers... Allerdings merkt man auch, dass die Musik nicht leicht zu spielen ist, während der Ouvertüre musste die Staatskapelle erst zu sich finden, um Rhytmusgruppe und Streicher zu synchronisieren. Vor allem aber frage ich mich, ob man so laut spielen muss, dass den Sängern beinahe Unmögliches abverlangt wird: um wieder auf Glen Gould zurück zu kommen: in seiner Aufnahme der Transkription zeigt er, wie man die Ouvertüre akzentuieren kann u. ich könnte mir vorstellen, dass man durch eine solche Akzentuierung jene Spielräume in der Gesamtdynamik erhält, die es den Sängern erlaubt, eigene Dynamik zu entwickeln. Und das wäre ihnen zu wünschen, denn sie sind gut, sehr gut sogar, nicht nur gesanglich - das sowieso - sondern auch schauspielerisch. Und noch so jung, dass man ihnen nichts mehr wünscht, als dass sie nicht im wahrsten Sinne des Wortes verheizt werden. Alles in allem: ein wunderbarer Abend, Respekt und hats off!

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Lars-Uwe Luther schrieb am 20.05.2014:

Ich dachte ja, "Die Meistersinger von Nürnberg" werden nie mehr mein Freund, aber diese großartige Inszenierung bei Euch hat mich restlos begeistert! Die Anreise aus Berlin nur für diesen Abend hat sich wirklich gelohnt. Viel besser als die Puppenstube z.B. an der Deutschen Oper, die Herrn Büttner ganz offensichtlich besser gefallen hätte. Herr Büttner scheint es da mit Beckmesser zu halten, ich eher mit Sachs (und Wagner): Kinder schafft Neues! Die Inszenierung zeigt extrem intelligent das Spannungsfeld von Alt und Neu, von Regeln und Innovation und stellt die zentralen Themen des Librettos und der Musik auf der Ebene der Bühne und in den Charakteren wieder dar. Genau das muss gutes Regietheater leisten - kein Klamauk, sondern Transposition der Themen des Stücks in einen anderen und auch moderneren Kontext. Bei der Bilderflut konnte es einem einfach nicht langweilig werden. Auch sängerisch hat mich der Abend (B-Premiere) überzeugt. Bravi an Christina Niessen für ihr Rollendebut und Renatus Meszar überzeugenden Sachs; Edward Gauntt als Beckmesser war das schwächste Glied in der starken Kette für mich, vermutlich nicht sein bester Abend. Danke an das Team des Staatstheaters für den tollen Abend - da komme ich gerne wieder mal nach Karlsruhe!

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Jochen Petin schrieb am 12.05.2014:
Vielen Dank für diese wunderbare Inszenierung und hervorragende Aufführung der Meistersinger!
Denn mit dieser Arbeit wurde – ganz werkgetreu und dennoch sehr modern in seiner Fragestellung - eine für die Entwicklungsfähigkeit der Gesellschaft wichtiges Thema angesprochen: Das Neue ist schwer, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Neues zu schaffen, zu erkennen und anzuerkennen, bleibt eine ständige Herausforderung.
Gezeigt wurde dies zum einen in der individuell psychologischen Dimension des Künstlers in der Auseinandersetzung nicht nur mit der Gesellschaft, sondern auch mit sich. So wurde sehr deutlich, dass das gute Neue weder aus purer Autonomie (des Künstlers) noch reiner Orthodoxie (der Gesellschaft), sondern in einer Dialektik von Regelsetzung und –verstoß entsteht, die erkannt und auch vertreten sein will. Hans Sachs als hervorgehobener Person mit viel Autorität ist diese Lektion hervorragend nachvollziehbar gelungen.
Zum anderen, und das machte für mich das Besondere der Inszenierung aus, wird auf die historisch-hermeneutische Dimension von Kunstproduktion, vor allem aber auch –rezeption aufmerksam gemacht. Die Idee, mehrere Bühnenbild-Zitate einzusetzen und den Zuschauer dadurch für die Relativität des Zugangs zu einem Stück zu sensibilisieren, war dafür eigentlich naheliegend und sehr wirkungsvoll. Dass dabei „Sehen“ noch nicht „Verstehen“ ist, macht ja Beckmessers Auftritt deutlich. Dass aber auch „Verstehen“ - in bestem hermeneutischen Sinn – nie endgültig, d.h. Verständnis immer neu zu bilden ist, wurde an der Mehrzahl der zitierten Inszenierungsweisen deutlich.
In Summe: Vielen Dank dafür, dieses so wichtige Thema des „Neuen“ so vielschichtig, so vergnüglich und in künstlerisch in jeder Weise hervorragender Form bearbeitet zu haben!

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Lars-Uwe Luther schrieb am 20.05.2014:
Danke Herr Petit, genauso habe ich das auch gesehen und empfunden - das macht die Intelligenz dieser Inszenierung aus!
Bernd Büttner schrieb am 08.05.2014:

Ich war ich der B-Premiere. Leider muß ich sagen, daß ich sehr unzufrienden bin. Diese Art der modernistischen Bühnenbilder mag ich nicht. Wieso haben Sie denn nicht das alte Nürnberg wiedererstehen lassen? Wieso gab es keine Festwiese mit dem Einmarsch der Zünfte? Wieso kommt als Walther von Stolzing ein Gast der nicht singen kann?

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Raphael Rösler schrieb am 12.05.2014:
Sehr geehrter Herr Büttner,
haben Sie herzlichen Dank für Ihre Nachricht und Ihre offenen Worte! Schade, dass Ihnen die Inszenierung nicht gefallen hat.
Es war dem Team und uns wichtig, mit Wagners Meistersingern eine Geschichte über einen angehenden Künstler der Gegenwart und über ein heutiges, sinnbildliches Nürnberg zu erzählen. Wie findet ein Stolzing unserer Zeit seine eigene Stimme angesichts der vielfältigen stilistischen Möglichkeiten oder der reichen Rezeptionsgeschichte? Das ist auch der Hintergrund für die neue Sicht auf die Festwiese im 3. Akt: Der rote Raum ist ein abstrakt gestalteter "Raum des Gesangs", ein überhöhter Ort der musikalischen Aufführung, in dem die Vergangenheit mit historischen Gesangsaufnahmen präsent ist. Auch Richard Wagner hatte mit dieser Oper letztlich keine historische Rekonstruktion des Meistergesangs des 16. Jahrhunderts im Sinn, sondern wollte vielmehr die Situation der Kunst seiner Zeit reflektieren - projiziert in eine längst vergangene und bezeichnenderweise ausgestorbene Musikkultur. Übrigens ist das deutschlandweite Echo, auch das der Fachkritik, auf diese Produktion überwiegend sehr positiv. So bezeichnete beispielsweise die Frankfurter Rundschau die Inszenierung als „echten Weitwurf“. Weitere Pressestimmen mit Links zu den vollständigen Artikeln finden Sie hier: http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/presse/1675/.

Hinsichtlich der Leistung von Daniel Kirch gehen unsere Meinungen offensichtlich auseinander.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Raphael Rösler, Dramaturg
Lars-Uwe Luther schrieb am 20.05.2014:
Sehr geehrter Herr Büttner,

dass das keine Nürnberger Puppenstube werden würde, war ja klar, bevor Sie sich ins Theater gesetzt haben. Wenn es aber das ist, was Sie anspricht - und das ist natürlich völlig in Ordnung, weil persönlicher Geschmack - dann gibt es überall in Deutschland und auf der Welt Inszenierungen, die Sie zufrieden stellen dürften.

Ich persönlich halte auch nichts von Regietheater-Klamauk, um des Klamauks Willen. Aber Oper muss sich fortentwickeln (ist es nicht am Ende das, was Wagner uns mit den Meistersinger auch sagen wollte?) - und diese Inszenierung hat das aus meiner Sicht in hervorragender Weise getan.

Lars-Uwe Luther - Mit-Zuschauer in der B-Premiere
Karl Russwurm schrieb am 28.04.2014:

Aus Münchner Sicht eines Staatsopern-Gourmets an dem einen oder anderen Sänger zu mäkeln, wäre Beckmesserei, daher großes Lob für Guido Jentjens, Armin Kolarczyk, Eleazar Rodriguez, Stefanie Schaefer und Seung-Gi Jung und Chor. Pauschallob für die Regie und die Umsetzung. Die Idee, verschiedene Regiestile zu zitieren und aufeinander prallen zu lassen, war sehr spannend. Auch die Herausforderung für Künstlers, sich angesichts so großer in den Medien allgegenwärtiger Rollenvorbilder beweisen zu müssen und den eigenen Weg zu gehen, war richtig gut. Leider war auch vieles vorhersehbar und platt wie das Zerschmettern des überdimensionalen Wagnerkopfes, falsch die Geilheit Hans Sachsens, falsch das Zitat "Kinder schafft Neues", es geht nicht darum Wagner immer neu zuverhunzen, sondern neue eigenständige Kunst zu schaffen. Sehr schön abrundend die Idee, dass da am Ende doch immer einer kommt, der Einlass begehrt in den Kreis der Arrivierten. Karlsruhe? - immer gern!

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Karl Russwurm schrieb am 25.04.2014:

Der Richard Wagner Verband München freut sich sehr auf die neue Arbeit von Tobias Kratzer. Die geniale Regie beim Ring Award in Graz (Rigoletto 3.Akt) ist unvergessen.

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