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DIE EHEN UNSERER ELTERN

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Siegfried Raff schrieb am 20.03.2018:
Ich fand dieses Stück für mich und meine Frau sehr anregend, weil wir die 68 er hautnah in Berlin erlebten. Leider vermittelt die Aufführung aber, daß überwiegend ein sexistisches Verhalten kennzeichnend für diese Zeit wäre. Schade, ich habe dies doch erheblich anders erlebt.
Sicherlich gab es Teufel, Langhans und co. und Sexfilme z.B. im AUDI-mAX der TU-Berlin. Aber ganz andere Dinge waren wichtig, zu nennen wäre da Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke. Es war eine politische Zeit: Demonstration gegen den Schah aus Persien, der zu Besuch in Berlin war. Die Berliner Polizei gab dort ein schlimmes Bild! Benno Ohnesorg wurde mutwillig von einem Polizisten aus nächster Nähe erschossen und der Polizist wurde freigesprochen. Ebenso Rudi Dutschke wurde, diesmal von einem Rechtsradikalen schwerst verletzt. Es gab Demonstrationen der Studenten gegen den barbarischen Krieg unserer amerikanischen Freunde in Vietnam! Oder gegen die Militärdiktatur in Griechenland (weg mit Patakos). Das war die politische Seite.

Mehr 'lebensnah' für uns Studenten war der Kampf gegen den "Muff der 1000 Jahre unter den Talaren". Gemeint war eine zeitgemäßere Form der Vorlesungen in der UNI. Teilweise mühsam konnte man die Professoren dazu überreden, ihre Vorlesungsmanuskripte zu verteilen, damit die Vorlesung nicht zur reinen Schreibstunde wurde.
Im privaten Leben bei der Kindererziehung ging es uns darum, die Kinder mehr auf Augenhöhe und ohne Prügelstrafe zu erziehen. Auch durften Die Kinder ihre Eltern mit Vornamen anreden.
Die Eltern organisierten Kinderläden, in denen die Kinder werktags von den Müttern und samstags von den Vätern betreut wurden.
Der 8. Mai wurde als Tag der Befreiung von unserem ehemaligen faschistischen Regime gefeiert. Damals war dies nur in der DDR, nicht aber in der BRD üblich.
Aber immerhin, durch die Theateraufführung wurde mir dies alles wieder bewußt und dafür bin ich dem Badischen Staatstheater dankbar. Und wahrscheinlich war die Karlsruher Sicht eine andere.

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