3. SONDERKONZERT
07.02.2012 GROSSES HAUS
Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre aus „Die Zauberflöte“ KV 620
Niccolò Paganini Erster Satz des Violinkonzerts Nr. 1 D-Dur op. 6 MS 21
Wolfgang Amadeus Mozart Arie aus „La clemenza di Tito“ KV 621, Rondo der Vitellia, Nr. 23 "Non piu di fiori"
Niccolò Paganini Sonata auf der IV. Saite über „Dal tuo stellato soglio“ aus Rossinis „Mosè in Egitto“ für Violine und Orchester
Niccolò Paganini Le Streghe op. 8 MS 19
Giovanni Pacini Arie der Marie "Ciel, quest'amara lagrima" aus "Maria regina d'Inghilterra"
Niccolò Paganini Il Carnevale di Venezia: Variationen für Violine und Orchester über die Canzonetta „Oh mamma, mamma cara“ op. 10 MS 59
Augustin Hadelich Violine
Susan Gouthro Sopran
Johannes Willig Dirigent
Im Dezember 1829 traf in Karlsruhe zum ersten seiner insgesamt drei Aufenthalte in der markgräflichen Stadt ein Künstler ein, der in ganz Europa für Furore sorgte und auch bei seinem Konzert im Hoftheater mit Ovationen gefeiert wurde: Niccolò Paganini war einerseits wegen seines stupenden Könnens und seinen zahllosen technischen Neuerungen im Geigenspiel, andererseits wegen seines dämonischen Auftretens bereits zu Lebzeiten eine Legende; er begründete den Typus des modernen Virtuosen. Für sein Konzert mit der damaligen Hofkapelle stellte er ein zeittypisch gemischtes Programm zusammen, das zwar neben rein Orchestralem wie Mozarts Zauberflöten-Ouvertüre auch zwei Gesangseinlagen enthielt, aber sonst dem Virtuosen reichlich Gelegenheit gab, das Publikum mit seiner Brillanz und seiner Ausstrahlung zu verzaubern. Interessant dabei auch, dass Paganini ausschließlich eigene Werke spielte und – für heutige Konzertprogramme schwer vorstellbar – nur den ersten Satz aus seinem 1. Violinkonzert präsentierte. Der hochtalentierte und technisch brillante junge Geiger Augustin Hadelich wird in diesem historischen Konzert anlässlich des 350. Geburtstags der BADISCHEN STAATSKAPELLE das Originalprogramm Paganinis wieder aufleben lassen.
Augustin Hadelich, als Sohn Deutscher Eltern 1984 in Italien geboren und in den USA ausgebildet, hat sich mit seinem poetischen Spiel und seiner glänzenden Technik auf der höchsten Ebene der jungen Geigergeneration etabliert. Seit er 2006 den Internationalen Violinwettbewerb von Indianapolis gewann, erstaunt er durch seine Vielseitigkeit und Stilsicherheit über das gesamte Spektrum des Violinrepertoires hinweg. Er bekam 2009 in New York den „Avery Fisher Career Grant“ und wurde 2011 mit einem Fellowship des Borletti-Buitoni Trusts ausgezeichnet. Solistische Engagements brachten ihn mit zahlreichen großen Orchestern in den USA (Alabama, Colorado, Indianapolis, Houston, Kansas City, New Orleans) und Europas zusammen. 2008 hatte er die Ehre, mit seiner Stradivari „Ex Kiesewetter“ gleich drei Mal in der Carnegie Hall auftreten zu dürfen, 2010 folgte sein Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra.
















