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TSCHICK

nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf. Ab 14 Jahren

Theaterfassung von Robert Koall

Dauer: 1h 45

WIEDERAUFNAHME
06.10.2015 INSEL

TSCHICK

Foto: Jochen Klenk

Maik ist 14 und muss ohne Spitznamen leben, weil er langweilig ist und keine Freunde hat. Außer in der 6. Klasse, da hieß er mal kurz Psycho. Und er ist natürlich nicht eingeladen zur letzten Party vor den Sommerferien – bei Tatjana, der Klassenschönheit. Dabei hat er sogar ein Geburtstagsgeschenk für sie. Am ersten Sommerferientag steht Maik unter der Dusche und fühlt sich wie ein Schiffbrüchiger, „der wochenlang auf dem Atlantik treibt, und dann kommt ein Kreuzfahrtschiff vorbei und jemand wirft eine Dose Red Bull runter und das Schiff fährt weiter – so ungefähr“.

Er soll die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen, Mutter in der Wellnessklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise, 200 Euro unten in der Schale. Wenn was ist, gibt’s Handys. Doch dann kreuzt Tschick auf, eigentlich: Andrej Tschichatschow. Maik konnte ihn von Anfang an nicht leiden. Der kommt aus einem der Assi-Hochhäuser, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium in Maiks Klasse geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und eine Idee. Urlaub machen wie normale Leute. Die Verwandtschaft besuchen in der Walachei. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.

Wolfgang Herrndorf wurde 2011 für Tschick mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet. In seinem großartigen, für den Leipziger Buchpreis nominierten Roman erzählt er von dem Sommer, in dem man erwachsen wird, von der ersten Liebe, der ersten richtig großen Dummheit und vom unbekannten deutschen Land. Diese so genau beobachtete und wunderbar komische Abenteuergeschichte inszeniert Ulrike Stöck für die, denen dieser Sommer demnächst bevorsteht, und jene, die glauben, ihn schon überstanden zu haben.

REGIE Ulrike Stöck BÜHNE & KOSTÜME Brigit Kofmel VIDEO Carsten Gebhardt THEATERPÄDAGOGIK Anne Britting


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