SCHNEE - EINE MUSIKALISCH-LITERARISCHE SOIRÉE
Händel-Festspiele
22.02.2012 KLEINES HAUS
Franz Vitzthum Countertenor
Julian Behr Laute
Doris Wolters Sprecherin
Im Zentrum des Programms steht die Erzählung Schnee von Daniel Kehlmann. Bekannt wurde der Autor vor allem durch seinen Roman Die Vermessung der Welt, der sagenhafte 37 Wochen auf der Bestsellerliste des Spiegels zu finden war. 2009 entfachte seine Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele und seine Kritik am modernen Regietheater eine heftige Diskussion in den Feuilletons. In Schnee beschreibt Kehlmann einen Topmanager, der sich nach einem langen Tag im Schneesturm mit dem Auto auf den Heimweg begibt. Den Naturgewalten ausgesetzt spürt er die Begrenztheit seiner Existenz und erfährt am Ende doch tiefe Glückseligkeit. Die FAZ schreibt: „Großartig die Szenerie der vom Schnee durchtobten nächtlichen Landschaft, in der sich ein aus der Großstadt versprengter Autofahrer in seinen Untergang hinein verirrt.“ In die Erzählung eingeflochten sind Lieder und Instrumentalwerke für Laute von Dowland, Purcell und Zeitgenossen. Sie kommentieren und ergänzen den Text, indem sie die jeweilige Emotion aufgreifen, weiterspinnen und vertiefen. Dowlands Musik, die durch Songs From the Labyrinth von Sting neue Aufmerksamkeit erfuhr, ist fragil aber voller besinnlicher Momente und passt so wunderbar zur einhüllenden Stimmung der nächtlichen Schneelandschaft.










