Zur mobilen Version Suche Suche

Navigation einblenden

DIE HOCHZEIT DES FIGARO

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: 3h 30, 1 Pause 

WIEDERAUFNAHME
09.03.2017 GROSSES HAUS

DIE HOCHZEIT DES FIGARO

Foto: Markus Kaesler

Mozarts Die Hochzeit des Figaro gilt seit ihrer Uraufführung am Wiener Burgtheater im Jahr 1786 als Dauerbrenner auf der Opernbühne. Kein geringerer als Emanuel Schikaneder, Mozarts Librettist der Zauberflöte, brachte die Schauspiel-Komödie 1785 in deutscher Sprache am Kärntertortheater heraus. Mozart und sein Librettist Lorenzo da Ponte verknüpfen in dieser Oper die vorrevolutionären Zustände des Ancien Régime mit dem aufgeklärten Gedankengut des selbstbewusst aufstrebenden Bürgertums. Dies manifestiert sich insbesondere in der Konstellation Susanna – Figaro, die ihren Hochzeitswunsch gegen die sexuellen Begierden des Grafen Almaviva behaupten müssen. Auch die Gräfin ist einer harten emotionalen Prüfung unterworfen, denn sie ist wie Susanna und Figaro ein „moderner“ empfindsamer Charakter und stellt ihre Liebe über das aristokratische Herrschaftssystem. Letzten Endes muss sich der Graf in der nächtlichen Maskerade in den höfischen Gärten der Gerissenheit der Gräfin und seiner Dienerschaft geschlagen geben und bittet seine Gattin öffentlich um Verzeihung, seinerzeit ein wahrhaft revolutionärer Coup de théâtre. Musikalisch bringt Mozart in Die Hochzeit des Figaro den seiner Zeit vorherrschenden „empfindsamen Stil“ zur Meisterschaft. Elemente des Ancien Régime knüpft er galant an die außer Mode gekommenen Topoi der Barockoper, wie z. B. in der ersten großen Soloszene Figaros und der Vendetta-Arie Bartolos.

Die Karlsruher Inszenierung von Pavel Fieber ist aus dem Jahr 2001. Das Bühnenbild hüllt sich in den „Spät-Rokoko-Glanz der elitären Aristokratie“ (Der neue Merker). Bei der Wiederaufnahme 2009 bemerkte die BNN: „Die Unordnung der Räume entsprachen der vorrevolutionären Aufruhr der Seelen, das Chaos der aufgewühlten […] Gefühle und Leidenschaften, der Zerfall der Sitten.“ Auch die Kostüme versprühen den Charme der Rokoko-Zeit.

MUSIKALISCHE LEITUNG Johannes Willig REGIE Pavel Fieber BÜHNE Götz-Lanzelot Fischer KOSTÜME Christian Floeren CHORLEITUNG Ulrich Wagner DRAMATURGIE Tim-Christian Schwittek, Achim Sieben THEATERPÄDAGOGIK Sarah Modeß


>> weiter zur OPERN-ÜBERSICHT

Navigation einblenden