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SCHATTEN (EURYDIKE SAGT)

von Elfriede Jelinek. DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG

Dauer: 1h 45

WIEDERAUFNAHME
25.09.2015 KLEINES HAUS

Trailer zu SCHATTEN (EURYDIKE SAGT)

Das Stück wurde 2015 mit dem NachSpielPreis des HEIDELBERGER STÜCKEMARKTS ausgezeichnet und ist dadurch zu den Autorentheatertagen 2016 im Deutschen Theater Berlin eingeladen.
Auszug aus der Jurybegründung für den Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarkts von Barbara Behrendt:

Nachhaltigkeit statt Wegwerftheater

"Der Regisseur Jan Philipp Gloger hat mit seiner Karlsruher Inszenierung des Stücks „Schatten (Eurydike sagt)“ durchaus eine große Rettungstat geleistet. ... Gloger destilliert in dieser Deutschen Erstaufführung mit fünf großartigen Schauspielerinnen fünf Frauenfiguren aus Jelineks Sprachflut heraus, die sich nicht mehr zum Objekt degradieren lassen wollen, fünf illusionsfreie, selbstironische, lebenskluge, mitunter schwermütige Frauen – und eine deutliche Geschichte. So ein stringentes und doch vielfarbiges Muster hat noch kaum einer aus Jelineks Sprachteppichen herausgelesen."

Der Mythos von Orpheus und Eurydike – erstmals erzählt aus der Sicht der Frau. Fünf Schauspielerinnen feiern, klagen an und fragen, wie und wieso Orpheus die Frau zur Muse stilisiert und zugleich reduziert, entmachtet und ihrer Individualität beraubt hat. Doch als er sie aus dem Totenreich ins Leben zurückholen will, ist Eurydike fassungslos und bleibt zurück – sie will nicht mehr Orpheus‘ Objekt der Begierde sein, entsagt der Leidenschaft. Schatten setzt die Beschäftigung des SCHAUSPIELS mit dem Werk der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek fort, nach Prinzessinnendramen, Die Kontrakte des Kaufmanns und Winterreise.

Regisseur Jan Philipp Gloger stellt sich mit dieser Inszenierung erstmals dem Karlsruher Publikum vor. Nach dem Studium in Gießen und Zürich avancierte er sehr schnell zu einem der gefragtesten Regisseure für Schauspiel und Oper im deutschsprachigen Raum. Er inszenierte am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, an den Opernhäusern in Zürich und Frankfurt und war Hausregisseur am Staatstheater Mainz. 2012 eröffnete er die Bayreuther Festspiele mit Der fliegende Holländer. Für die Inszenierung von Elfriede Jelineks Winterreise in Mainz wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ als bester Nachwuchsregisseur nominiert und in die Liste der engeren Auswahl zum Theatertreffen 2012 in Berlin aufgenommen.

REGIE Jan Philipp Gloger BÜHNE & KOSTÜME Marie Roth MUSIK Kostia Rapoport VIDEO Christoph Otto DRAMATURGIE Brigitte A. Ostermann, Jens Peters


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