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ICH RUFE MEINE BRÜDER

von Jonas Hassen Khemiri

Dauer: 1h 15

PREMIERE
01.10.2016 STUDIO

Trailer zu ICH RUFE MEINE BRÜDER

Ein Anschlag – mitten in der Stadt. In dieser Nacht war Amor zum Tanzen in einem Club, allein. Sein bester Freund kann ihn nicht erreichen. Am folgenden Morgen hat Amor einen Kater. Erst langsam dämmert ihm, was passiert ist. Doch dann setzt die Angst ein, die Selbstbeobachtung, das Misstrauen. Denn Amor ist das Kind von Einwanderern. Der ganze Irrsinn des „Racial Profilings“ wendet sich gegen ihn, der nicht weiß ist, nicht blond, nicht alt oder weiblich, sondern ein junger Einheimischer – mit dunkler Hautfarbe. Sah der Täter nicht irgendwie aus wie er? Wird Amor observiert oder fühlt er sich nur verfolgt? Während Terror den Ausnahmefall aus der Perspektive des Staates und seiner Sicherheitskräfte beleuchtet, zeigt Khemiri, wie ein rassistischer Generalverdacht die betroffenen Mitbürger verunsichern kann. Ich rufe meine Brüder ist nach Das Kamel ohne Höcker der zweite Text von Jonas Hassen Khemiri, der am STAATSTHEATER aufgeführt wird. Der Autor wurde 1978 als Sohn eines Tunesiers und einer Schwedin in Stockholm geboren und gehört zu den wichtigsten neuen Stimmen Europas. Seine Stücke und Romane kreisen immer wieder um Fragen der Identität, Ausgrenzung, Zugehörigkeit und Diskriminierung in Gesellschaften, die von Diversität und Einwanderung geprägt sind. In seinen Texten gelingt es Khemiri, mit leichter Hand zu beschreiben, was für die Betroffenen ein tägliches Ringen um die eigene Würde bedeutet.

Regie führt Marie Bues, Intendantin am Theater Rampe Stuttgart, die damit zum ersten Mal in Karlsruhe arbeitet.

REGIE Marie Bues BÜHNE & KOSTÜME Indra Nauck MUSIK Martin Donner DRAMATURGIE Marlies Kink THEATERPÄDAGOGIK Verena Lany


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