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MÖGLICHERWEISE GAB ES EINEN ZWISCHENFALL

von Chris Thorpe

Dauer: 1h 15

PREMIERE
04.02.2017 STUDIO

Eine Befreiungskämpferin, die zur Ministerin wird; ein Frau, die sich plötzlich gegen rollende Panzer stellt; ein Passagier, dessen Heimflug kein glückliches Ende nimmt und ein Attentäter, der sich als Retter des alten Europa inszeniert, um es vor Überfremdung zu schützen. In vier ineinander verwobenen Geschichten, die an historische Geschehnisse erinnern, konfrontiert der Autor seine Protagonisten mit zugespitzten Situationen, die ihnen eine Entscheidung abringen. Der britische Autor und Performer Chris Thorpe bringt in seiner raffinierten Textkomposition zur Sprache, was uns gegenwärtig eine Haltung abverlangt: Krieg und Wahn, Willkommenskultur und Fremdenhass. Am Ende, so stellt sich heraus, haben alle nur das Notwendige getan. Wo Kausalitäten und Zwangläufigkeiten die Handlungsfäden spinnen, greifen Kategorien wie Täter, Opfer oder Beobachter womöglich nicht mehr. Die Uraufführungs-Inszenierung wurde 2014 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen.

Anna Sina Fries hat an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis studiert und arbeitet als freie Regisseurin, zuletzt am Schauspiel Leipzig und am Staatstheater Braunschweig. Sie ist Gründungsmitglied und seit 2014 künstlerische Leiterin des Medientheaterkollektivs machina eX, mit dem sie u. a. für den Best OFF-Preis der Stiftung Niedersachsen nominiert war und zu den Festivals Impulse, Körber Studio Junge Regie oder Europoly an den Münchner Kammerspielen eingeladen wurde. Mit dieser Inszenierung stellt sie sich und den Autor Chris Thorpe in Karlsruhe vor.

REGIE Anna Sina Fries BÜHNE & KOSTÜME Moïra Gilliéron MUSIK Mathias Prinz DRAMATURGIE Marlies Kink


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