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5. LIEDERABEND – KATHERINE BRODERICK, ALEXANDRA KADURINA, KATHARINE TIER

Dauer: ca. 1h 45

16.06.2018 KLEINES HAUS

5. LIEDERABEND – KATHERINE BRODERICK, ALEXANDRA KADURINA, KATHARINE TIER

Die Liederzyklen von Modest Petrowitsch Mussorgsk

Kinderstube (1872)
Ohne Sonne (1874)
Lieder und Tänze des Todes (1875-1877)

Modest P.Mussorgski ist (1839-1881) einer der bedeutendsten Komponisten nicht nur der russischen Musik. Sein Werk bereitete der Moderne den Weg. Die Eigenart seines Schaffens entsprang zwei Quellen: präziser Beobachtung der Wirklichkeit und einem feinen Ohr für die Modulationen der Sprachmelodie. Das Experimentierfeld seines Werkes ist das Lied. Aus diesem Humus gingen seine Opern hervor.

Der 5. Liederabend widmet sich seinem Liedœuvre monografisch. Wie man in einer monografischen Ausstellung das Werk eines Malers genauer sieht, erlebt man die Lieder Mussorgskis im Zusammenhang tiefer. Die große Zyklen entstanden in seinem letzten Schaffensjahrzehnt in Nachbarschaft zu Meisterwerken wie Boris Godunow, Chowanschtschina und Bilder einer Ausstellung.

Drei Mussorgski-erfahrene Sängerinnen unseres Ensembles schlüpfen in die verschiedenen Rollen, die mit den Mitteln des Liedes einen Kosmos von tolstoischen Dimensionen erschaffen. Die Kinderstube lauscht der Sprache der Kinder, beobachtet sie beim Spielen und folgt ihren Träumen und Fantasien. Ohne Sonne ist eine Seismografie depressiver Großstadtexistenz. In diesem Zyklus schwingt ein geheimer Doppelsinn mit. Die Texte stammen von Mussorgskis Lebensgefährten, Fürst Golenitschev-Kutusov, mit dem ihn eine quälerische Beziehung verband. Die Lieder und Tänze des Todes reflektieren die condition humaine Russlands mit packenden Rollenliedern, in denen der Tod in unterschiedlicher Gestalt sein Vernichtungswerk verrichtet. 

Katherine Broderick Sopran
Alexandra Kadurina Mezzosopran
Katharine Tier Mezzosopran 
Irene-Cordelia Huberti Klavier 

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