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IN DEN GÄRTEN ODER LYSISTRATA TEIL 2

von Sibylle Berg

25. Europäische Kulturtage Karlsruhe

ÖFFENTLICHE PROBE
25.03.2020 STUDIO
PREMIERE
29.03.2020 STUDIO

Sibylle Bergs neuestes Stück beginnt in einer Zukunft, in der die Männer so gut wie ausgestorben sind und Frauen die Geschicke der Welt lenken. Eines der letzten noch lebenden männlichen Exemplare besucht ein Museum, in dem sich die sogenannten Gärten befinden, in denen die Entwicklung bis zur weiblichen Machtübernahme exemplarisch vor Augen geführt wird. Der erste Schaukasten ist der „Vorspielgarten“. In ihm ist der Beginn einer Liebe zwischen Bernd und Lysistrata zu erleben, zu einer Zeit, in der die Welt noch männlich dominiert war. In weiteren Gärten ist die Entwicklung der Beziehung zu sehen, Bernd und Lysistrata ziehen
zusammen, bekommen ein Kind – von diesem Moment an geht es mit den beiden bergab und die Menschheitsgeschichte wechselt das Vorzeichen: von männlich zu weiblich. Bei Aristophanes ruft die Titelheldin Lysistrata die Frauen verfeindeter Kriegsheere zum Sexstreik auf, um Frieden zu erzwingen. In Sibylle Bergs Überschreibung dieses Stoffes gehen die Männer in den Streik, weil sie nicht alleine zuständig sein wollen für Kindererziehung und Haushalt. Ihre Existenzen enden in den „Friedgärten“, Einrichtungen außerhalb der Stadt, in denen sie unbehelligt sterben können. Sibylle Berg führt mit dieser science-fiction-artigen Komödie drastisch-humorvoll zugespitzt vor Augen, dass die Begriffe Gleichberechtigung und Macht zusammengeführt werden müssen, um einen gesellschaftlichen Fortschritt zu erreichen.

Die preisgekrönte Autorin und Dramatikerin ist mit der deutschen Erstaufführung ihrer Lysistrata-Überschreibung in der Spielzeit 2019/20 erstmals am STAATSTHEATER vertreten und trifft thematisch
genau ins Herz unseres Mottos: VON MACHT & VERFÜHRUNG. Die Regisseurin Christina Tscharyiski, 2018 für den Nestroy-Preis nominiert und Gewinnerin des Publikumspreises des Festivals Radikal Jung, stellt sich dem Karlsruher Publikum vor.

REGIE Christina Tscharyiski BÜHNE Dominique Wiesbauer DRAMATURGIE Nele Lindemann

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