Zur mobilen Version Suche Suche

Navigation einblenden

DIE NEUEN TODSÜNDEN

Sieben Kurzdramen europäischer Autorinnen

Marina Davydova, Maryam Zaree, Sivan Ben Yishai, Elise Schmit, Larisa Faber, Angeliki Darlasi, Liv Strömquist
URAUFFÜHRUNG
Koproduktion mit dem Stadsteater Uppsala und dem Théâtre National du Luxembourg

Dauer: 3h 30, 1 Pause 

PREMIERE
03.10.2020 KLEINES HAUS

DIE NEUEN TODSÜNDEN

Foto: Stefan Armbruster

Politik ohne Prinzipien, Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne
Gewissen, Wissen ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Religion ohne Opfer – 1925 benannte Mahatma Gandhi die in seinen Augen größten Vergehen der Menschheit, die Todsünden der modernen Gesellschaft. Wie steht es in der digitalisierten und globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts um Gandhis Thesen? Wo verrät das auf hohen Idealen errichtete Europa seine eigenen Prinzipien und Maximen?

Sieben Autorinnen aus dem europäischen Raum schreiben für das SCHAUSPIEL je ein kurzes Stück zu einer von Gandhis Todsünden aus heutiger Perspektive. Schauspieldirektorin Anna Bergmann verwebt die Texte zu einem großen Ensembleabend in dem es nicht nur um Sünden, sondern auch um die Stärken Europas geht.

POLITIK OHNE PRINZIPIEN
Ein Nichts von Ageliki Darlasi, Deutsch von Ioannis Kollis
Die griechische Dramatikerin Angeliki Darlasi eröffnet auf Grundlage realer Ereignisse einen Kampf zwischen einer Politikerin als Repräsentantin der Macht und einer jungen Frau, die für die Unsichtbaren, jene ohne Stimme in der Gesellschaft antritt. 

GENUSS OHNE GEWISSEN
Fisch im Limbus von Elise Schmit, Komposition Clemens Rynkowski
Die luxemburgische Autorin Elise Schmit hinterfragt unser Konsumverhalten vor dem Hintergrund der Klimakrise. An einer Theke gibt es das letzte lebende Exemplar eines Fisches zu kaufen, die Konsumenten wägen Für und Wider ab und enthüllen dabei die fatale Seite des Prinzips Hoffnung.

RELIGION OHNE OPFER
40 Grad im Schatten [Aber kein Schatten hier] von Sivan Ben Yishai, Deutsch von Maren Kames
Die Performerin, Theaterregisseurin und Autorin Sivan Ben Yishai ist in Israel geboren, lebt in Berlin und ist eine der derzeit prägnantesten Stimmen im Theater. Am höchsten Feiertag des Judentums, Jom Kippur, wird betend und fastend zwischen Sonnenauf- und -untergang Gott um Vergebung der Sünden gebeten. Doch was, wenn die Sonne nicht mehr untergeht?

WISSEN OHNE CHARAKTER
Deutsche Küche von Maryam Zaree
Maryam Zaree, preisgekrönte Filmemacherin, Schauspielerin und Theaterautorin, legt mit ihrem Text Deutsche Küche eine verbindende Spur zwischen heutigem Rechtsruck und -extremismus zurück zu den Verbrechen des Nationalsozialismus.

WISSENSCHAFT OHNE MENSCHLICHKEIT
Trance von Marina Davydova, Deutsch von Patric Seibert
Die in Moskau lebende aserbaidschanische Theatermacherin Marina Davydova hütet in ihrem Text Trance das Geheimnis eines Wissenschaftlers am Ende seines Lebens. Er begriff den Menschen als fehlerhafte Maschine und suchte mit dessen Optimierung nach einem Bewusstseinszustand, der das Erkennen von Wahrheit schon im Hier und Jetzt ermöglichen würde und nicht erst im Tod.

REICHTUM OHNE ARBEIT
How to end extreme wealth? von Liv Strömquist
Die schwedische Comiczeichnerin Liv Strömquist feiert in Deutschland mit ihren feministischen, sehr schlauen und unterhaltsamen Comics zurecht große Erfolge. In ihrem Beitrag für die Todsünden geht sie der Frage nach: „How to end extreme wealth?“ –„Wie können wir extremen Wohlstand beenden?“ 

GESCHÄFT OHNE MORAL
340x von Larisa Faber
Die in Rumänien geborene und in Luxemburg und London lebende Schauspielerin und Theaterautorin Larisa Faber entwirft das Psychogramm eines Mannes, dessen Leben fundamental durch Missbrauch und Genusssucht anderer geprägt ist.

Hören Sie gerne schon vorab in den Soundtrack von Heiko Schurpel hinein:

Heiko Schnurpel · ThE BrAInTIcKet To DeaDLy SInS - A ViRUsJOiNt To The Upcoming Play




REGIE Anna Bergmann BÜHNE Stefan Strumbel, Julia Katharina Berndt KOSTÜME Lane Schäfer, Wicke Naujoks VIDEO Sebastian Pircher SOUNDDESIGN Heiko Schnurpel LIVE-MUSIK / KOMPOSITION  Clemens Rynkowski CHOREOGRAFIE Emiel Vandenberghe  LICHT Aljoscha Glodde DRAMATURGIE Nele LindemannFlorian HirschAnna Haas

                                         



>> weiter zur SCHAUSPIEL-ÜBERSICHT

Navigation einblenden