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OPERA EUROPA CONFERENCE


Der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber, Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann, Operndirektorin Nicole Braunger, Chefdramaturgin Laura Akerlund, der künstlerische Produktionsleiter Bernardo Sousa de Macedo und Generalintendant Peter Spuhler freuen sich auf die Konferenz
(C) Chris Frühe

BUILDING BRIDGES – BRÜCKEN BAUEN
Über die Zukunft der Oper 


207 Opernhäuser, Opernfestivals und Opernorganisationen treffen sich im Herzen Europas: Das BADISCHE STAATSTHEATER ist zusammen mit der Opéra national du Rhin Strasbourg Gastgeber der Opera Europa Konferenz. „Herzlich willkommen den europäischen Opernhäusern in Karlsruhe - zusammen mit OPERA America und Ópera Latinoamérica wollen wir die Kunstform der Oper feiern und stärken,“ freuen sich Generalintendant Peter Spuhler, der für viele Jahre auch im Vorstand von Opera Europa ehrenamtlich tätig war, und der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber.

Die diesjährige Konferenz ist der verstorbenen Intendantin der Opéra national du Rhin und ehemaligen Präsidentin von Opera Europa, Eva Kleinitz, gewidmet und steht unter dem Motto Building Bridges. Dazu Nicholas Payne, Direktor von Opera Europa: „Es ist die 35. Opera Europa Konferenz, doch zum ersten Mal wird sie von Mitgliedern aus zwei Ländern gemeinsam veranstaltet. Sie baut eine symbolische Brücke über den Rhein zwischen zwei Gründungsmitgliedern der Europäischen Union – und spannt weitere Brücken auf zum Rest Europas und tatsächlich in die ganze Welt. Oper hat die Kraft und die internationale Sprache, Grenzen zu überwinden, Missstimmung in Harmonie zu verwandeln und eine Kraft des Friedens in unserer zersplitterten Welt zu sein.“

Das Programm der Tagung beschäftigt sich mit der Zukunft der Kunstform Oper. „Die Opera Europa Konferenz bietet als einzigartige Plattform – als ein Thinktank – die Möglichkeit, unsere Opernhäuser für die Zukunft auszurichten, denn das ist nur in einem Miteinander möglich, um die europäische und weltweite Musiktheaterlandschaft gemeinschaftlich zu stärken,“ betont Operndirektorin Nicole Braunger.

Die jetzige und zukünftige Verortung der Oper in der Stadtgesellschaft diskutiert Peter Spuhler mit Staatssekretärin Petra Olschowski und der Europaabgeordneten Sabine Verheyen. Wie man Brücken bauen kann für Kultur, erörtern u. a. Barbara Gessler, in der EU für Kultur und Bildungsprogramme verantwortlich, sowie der Stuttgarter Intendant Viktor Schoner. Wo Opernaufführungen zukünftig stattfinden, fragen sich Experten aus Österreich, Schweden, Südamerika, Ungarn und Großbritannien. Welche Theaterbauten die Oper braucht, wird in Veranstaltungen wie Sanierung oder neue Gebäude? und Öffnung der Opernhäuser gefragt. Zu den Referenten gehört hier auch der renommierte Theaterarchitekt Prof. Jörg Friedrich. Ethical fundraising ist ein großes Thema für Länder, in denen die Theater von Sponsoren abhängig sind. Dr. Achim Müller ist Experte für Audience Development an der FU Berlin und für die regelmäßigen Besucherumfragen am STAATSTHEATER verantwortlich. Innerhalb der Konferenz bringt er sein Wissen in The Value of Opera in Society ein: kann man die Relevanz von Oper für die Gesellschaft statistisch erfassen? Insgesamt finden 27 Veranstaltungen statt.

Das zentrale Ereignis der Konferenz wird der erste World Opera Day sein. Nach 11 erfolgreichen Jahren der Europäischen Operntage ruft Opera Europa zusammen mit OPERA America und Ópera Latinoamérica am 25.10. den Weltoperntag ins Leben: „Es ist mir ein Herzensanliegen die Oper den Menschen näher zu bringen, zu zeigen, dass sie eine offene und lebendige Kunstform ist, die alle herzlich willkommen heißt. Eine Kunstform, die gesellschaftliche Relevanz hat. Der Word Opera Day wurde aus Liebe zur Oper ins Leben gerufen und soll allen ermöglichen, sich für sie zu begeistern und sie zu feiern. An diesem Tag wollen wir gemeinsam zeigen, dass die Oper der Gesellschaft etwas zurückgibt und das Bewusstsein für den Wert dieser Kunstform stärken“, so Generalintendant Peter Spuhler.

Die Konferenz wird durch die Straßburger Bürgermeister Roland Ries und Alain Fontanel am 24. Oktober eröffnet. Das Künstlerische Rahmenprogramm der Konferenz bilden Aufführungen in Straßburg und Karlsruhe: Rusalka, Das schlaue Füchslein, Digital Freischütz, Der Freischütz und das 2. Sinfoniekonzert der BADISCHEN STAATSKAPELLE unter Generalmusikdirektor Justin Brown. Die Staatsoper Stuttgart lädt am 27. Oktober zur Premiere von Don Carlos ein.

Das STAATSTHEATER akzentuiert mit seiner Programmauswahl zukunftsweisende Spielplanansätze und die Förderung junger Talente: Das schlaue Füchslein ist eine Koproduktion des STAATSTHEATERS in der Reihe OPER UND MEDIENKUNST – die in der Kombination von Film und Livegeschehen einen innovativen Weg der Operninszenierung beschreitet. Gemeinsam mit dem Virtual-Reality Erlebnis Digital Freischütz wird den Konferenzbesuchern diese beispielhafte Spielplanline des STAATSTHEATERS vertraut gemacht, mit der wir in der Digital-Stadt Karlsruhe neues Publikum für die Kunstform gewinnen. Die Initiative findet international Beachtung, so war zuletzt Digital Freischütz bei der Ars Electronica in Linz zu erleben. Am zweiten Karlsruher Konferenztag sind alle Teilnehmer*innen zu Der Freischütz eingeladen: Eine Inszenierung der beiden jungen RING AWARD-Gewinnerinnen Verena Stoiber und Sophia Schneider – die Gäste erleben hier eines der interessantesten jungen weiblichen Regieteams im deutschsprachigen Raum.
Den Abschluss des Karlsruher Programms bildet das 2. Sinfoniekonzert u. a. mit der international gefeierten Sopranistin Heidi Melton.

Darüber hinaus wird die vielgelobte Ausstellung Große Oper – Viel Theater? des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt zu aktuellen europäischen Bühnenbauten in Karlsruhe Station machen und wird im Foyer des STAATSTHEATERS zu sehen sein.

In beiden Konferenzstädten finden zudem – begleitend zur Konferenz – zwei weitere wichtige Veranstaltungen statt: Die europäische Vereinigung der Opernliebhaber und -förderer Fedora hält ihre jährliche Vollversammlung in Straßburg ab. In Karlsruhe findet das Semifinale des Europäischen Opern-Regiepreises statt. Dieser hat es sich zum Ziel gemacht, junge Regietalente zu fördern und ist der einzige größere Opernregie-Wettbewerb, der zurzeit in Deutschland existiert. Opera Europa ist die führende Organisation für Opernhäuser und Opernfestivals in ganz Europa. Sie vereinigt derzeit 207 Opernhäuser, Opernfestivals und Opernorganisationen
aus 45 Ländern. Opera Europa koordiniert Fachforen zu verschiedenen Arbeitsbereichen, um Opernprofis aus allen Bereichen zusammenzubringen, das gegenseitige Lernen und den Austausch bewährter Verfahren zu fördern, gemeinsame Initiativen zu ergreifen und ein gemeinsames Netzwerk zu schaffen.
Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.opera-europa.org/de
Das Programm können Sie unter folgendem Link einsehen: http://www.opera-europa.org/de/konferenzen2/herbstkonferenz-brücken-bauen

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