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DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’

Rheinpfalz, 10.01.2012

„Held“ ist der fabelhafte, übrigens in Karlsruhe geborene Florian Hertweck, der die Entwicklung Dylans überzeugend nachvollzieht und unter eigener Gitarren-Begleitung die Songs so einfühlsam und zugleich eigenständig vorträgt, dass das Publikum ihm zu Recht immer wieder begeisterten Beifall spendet. Jens Koch beweist trotz (oder gerade wegen) beträchtlicher Leibesfülle nachgerade schwebende Leichtfüßigkeit sowie faszinierende Vielseitigkeit unter anderem als alter Elvis oder als Bill Clinton. Monika Wiedemer steuert etwa als Hillary Clintorn oder als Marylin pointierte Studien bei. Und das Multitalent Anna-Magdalena Beetz...setzt vor allem als Joan Baez, als Liz Taylor oder Neil Armstrong köstliche, virtuos gemachte Glanzpunkte.
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Die unbedingt sehenswerte Karlsruher Bob-Dylan-Revue ist ein Volltreffer, der Besucher ganz unterschiedlichen Alters ans Theater bringen dürfte.
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BNN, 09.01.2012

...Florian Hertweck in der Titelrolle, der mit seinem Lockenschopf dem jungen Dylan frappierend ähnelt und dem es gelingt, sich ihm gesanglich anzunähern statt ihn einfach zu kopieren: Der gebürtige Karlsruher Hertweck, der verdientermaßen besonders bejubelt wurde, gibt seiner wohltönenden Stimme immer wieder die eigenwilligen Betonungen, die Dylans Vortragsstil auszeichnen.
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Seine Bühnenpräsenz vor dem Glitzervorhang (Ausstattung: Nadia Fistarol), der im bunten Licht so ungreifbar variabel schillert wie Dylan selbst, und die variationsreichen Arrangements der erstklassigen, von Kondschak geleiteten Band (zu der sich auch die Schauspieler gesellten) sind beste Voraussetzungen, den Abend zu einem Publikumsrenner werden zu lassen...

Stuttgarter Nachrichten, 10.01.2012

...Dieser Dylan-Abend gewinnt schnell an Fahrt. Dafür sorgt der Autor und Regisseur Heiner Kondschak, der schon in der Vergangenheit eine glückliche Hand hat für derartige Revuen, selbst.
...Zumindest das Premierenpublikum feierte so ausgelassen, als wäre es in einem Rockkonzert.
Es wird ja auch mächtig was geboten: Fünf Live-Musiker sind der Kern des musikalischen Geschehens, denn auch die fünf Schauspieler steuern noch allerlei musikalische Klangbilder bei. Und sie spielen bis zu 40 Rollen. Lediglich Florian Hertweck und Hagen von der Lieth können sich ganz auf ihre Rollen als Bob Dylan und als Conférencier konzentrieren.
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Es war viel los in den 1960er Jahren...
Joan Baez bekommt etwas ausführlicher Raum, Anna-Magdalena Beetz spielt sie ziemlich chic.
...Während von der Lieth meist in einer Mischung aus bekifft und besoffen auf derr Bühne herumtorkelt und Jens Koch Rollen annimmt, die ihm nun einmal gar nicht stehen, und dafür viele Lacherfolge erntet, bleibt Dylan der Fels in der Brandung. ...

Pforzheimer Zeitung, 11.01.2012

...was diese Künstler in einem szenischen, komödiantischen und musikalischen Kraftakt veranstalten, ist ein Vergnügen von mitreißendem Schwung, herrlichem Witz und beflügelnder Lust an der Wiederbegegnung mit knapp 20 Dylan-Liedern, mit Idolen und Freaks der Popgeschichte sowie allerlei Anekdoten der jüngeren Unterhaltungsindustrie.
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Das famose Niveau wird maßgeblich geprägt auch von der fünfköpfigen Band, die bei der umjubelten Premiere immer wieder das Publikum rockte. Angeführt von Regisseur und Arrangeur Heiner Kondschak, der gleich mehrere Spielgeräte einsetzt, bilden diese großartigen Musiker die wahre Seele dieser Aufführung, und hier ist es besonders Hans Reffert, der mit seinen atemberaubenden Soli auf der E-Gitarre die Zuschauer geradezu aus dem Häuschen geraten lässt.

Thomas Liebscher: Freakshow auf der Opernbühne, Der Sonntag, 01.01.2012

(…) Szenen oder Anekdoten aus dem Leben des Musikers sowie Momente der amerikanischen (Musik-) Geschichte liefern Stoff für drei Theaterstunden. „Wir beginnen in einer Freak-Show im Nest Hibbing, wo Dylan aufgewachsen ist. Dann läuft der bunte Jahrmarkt seines Lebens ab. Mit einem Moderator, mit John F. Kennedy, Elizabeth Taylor und Michael Jackson“, beschreibt Kondschak. (…) Alle musikalischen Achsen drehen sich um den Hauptdarsteller Florian Hertweck. Er gehört zum Ensemble des Schauspiels Hannover und kehrt als Bob Dylan in seine Heimatstadt Karlsruhe zurück. Zwei Frauen und drei Männer stehen mit ihm singend auf der Bühne. Und die fünfköpfige Band ist darauf ebenfalls gut platziert, wird nicht im Orchestergraben versteckt. Die Musiker beackern nicht nur lustvoll Instrumente, sondern agieren mit. (…)

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