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Badisches Tagblatt, Christiane Lenhardt, 19.11.2012

… das tragische, nahezu makellos tanzende Liebespaar am Badischen Staatstheater, die zarte Elisiane Büchele (Giselle) und der sprung- und drehgewaltige Flavio Salamanka (Graf Albrecht). Sie überzeugen auch schauspielerisch als Paar, das mit Charme nicht nur sich gegenseitig verliebt macht, sondern auch die Herzen des Publikums erobert (das mit Szenenapplaus belohnt).

Die Rheinpfalz, 22.11.2012

Zwischen Schwärmerei, Verführung, Liebesqual und schließlicher Todesfurcht legt Flavio Salamanka die Figur des Grafen an und führt dessen Entwicklung einleuchtend vor. Dabei beweist der Tänzer nicht nur eine bezwingende Ausdruckskraft, sondern auch grandiose technische Perfektion, wie sie sich vor allem in seinem verzweifelten Aufbäumen gegen die drohenden Wilis offenbart: Die komplizierten, kräftezehrenden Sprungkombinationen seiner Solo-Variationen absolviert er mit fulminanter Virtuosität.

Die Giselle verkörpert Elisiane Büchele. Auch sie entstammt der Karlsruher Compagnie, in der sie sich wundervoll entwickelt und zu einer anrührenden Giselle emporgetanzt hat. Die mädchenhafte Verliebtheit und naive Leichtigkeit des zarten Landmädchens gelingt ihr ebenso wie die Entrücktheit des Geisterwesens, und ganz besondere Intensität entfaltet sie in der bewegenden Wahnsinnsszene des ersten Aktes, als sie den Betrug des Geliebten entdeckt und sich in einem berühmten, wahnhaften Taumeltanz in den Selbstmord rettet. Büchele begeistert hier durch eine perfekte Mischung von lyrischer Emphase mit Charaktertanz …

Die Badische Staatskapelle unter Christoph Gedschold fügt dem Augenschmaus einen musikalischen Hörgenuss hinzu.

Kein Wunder, dass das Publikum die Aufführung mit begeistertem Beifall bedacht hat.

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