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DIE EHEN UNSERER ELTERN

Süddeutsche Zeitung, Adrienne Braun, 15.03.2018

Sie haben die Gesellschaft verändert, sie ließen sich die Haare wachsen und gingen auf die Straße. Achtundsechzig heißt bis heute Aufbruch, Revolte und Emanzipation, freie Liebe und Schluss mit Muff. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe wird nun kräftig am Mythos gekratzt. Das Theaterkollektiv Werkgruppe2 hat für das Dokumentarstück "Die Ehen unserer Eltern" Achtundsechziger und ihre Kinder befragt. Aus den Antworten destillierte die Regisseurin Julia Roesler mit ihrem Team einen bewegenden Text mit klarer Botschaft: Die legendären Rebellen scheinen oft lausige Eltern gewesen zu sein.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier.

BNN, Sibylle Orgeldinger, 13.03.2018

Vielschichtiges Bild einer bewegten Zeit

Recherchestück „Die Ehen unserere Eltern“ am Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt

„Nach all den Nächten, die voll Sternen hingen“ – wer unter den Frauen und Männern, die das Lied nach dem traurigen, aber auch irgendwie hoffnungsvollen Gedicht von Erich Mühsam vortragen, an Gartentischen unter Lichterketten einträchtig beim Rotwein beieinandersitzend, war wohl einst selbst 68er bewegt? Nachdem das Lied verklungen ist, tönt noch lange ein Weinglas, von einem Finger auf dem Rand zum Schwingen gebracht. Dann bricht im Studio des Badischen Staatstheaters begeisterter Beifall los: für das Ensemble, das nicht nur tapfer gegen grippale Infekte angespielt, sondern auch authentische Spuren einer Epoche in all ihrer Widersprüchlichkeit freigelegt hat. Für das freie Theater werkgruppe2, das aus Interview- und Musikpassagen ein vielschichtiges dokumentarisches Stück zusammengestellt hat. Und für den Karlsruher Chor Rock am Stock . . .

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