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Künstlerische Weltklasse bei den 44. INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELEN 2022 in Karlsruhe

Künstlerische Weltklasse bei den 44. INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELEN 2022 (hier: Brandon Cedel - Hercules) - Foto: Falk von Traubenberg

Sternstunden des Barock: Die diesjährigen INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE am STAATSTHEATER KARLSRUHE gehen mit begeisterten Standing Ovations für die Tolomeo Dernière im GROSSEN HAUS zu Ende. Die Künstler*innen setzten beim Schlussapplaus mit „No-War“ Botschaften und den Farben der ukrainischen Nationalflagge ein Zeichen für den Frieden.

„Georg Friedrich Händels zeitlos faszinierende Musik ließ Karlsruhe diesen Februar wieder zum festlich erstrahlenden Mittelpunkt der internationalen Barock-Szene werden. Hervorragende Künstler*innen und das Publikum aus aller Welt haben die langersehnten FESTSPIELE zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht“, resümiert die künstlerische Leitung der FESTSPIELE, Intendant Dr. Ulrich Peters und Operndirektorin Nicole Braunger. Günther Könemann, ehemaliger Generalintendant des STAATSTHEATERs und Begründer der Karlsruher Händel-Tradition betont: „Die diesjährigen Händelfestspiele haben erneut bewiesen, welche Bedeutung die Wiederentdeckung des Händelschen Opernwerkes hat. Das Festkonzert mir zu "schenken " und durch ein Geburtstagsständchen zu bereichern, war für mich eine einzigartige Freude."

Im Rahmen der 44. INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE konnten 7.400 Besucher*innen in Karlsruhe bei 17 Veranstaltungen begrüßt werden. Die beiden Herzstücke der FESTSPIELE, Händels Dramen Hercules und Tolomeo, erlebten insgesamt acht umjubelte und fast gänzlich ausverkaufte Aufführungen in Karlsruhe: Die Begeisterung des Publikums drückte sich in tosendem, langem Beifall aus. Die Oper Hercules sahen nahezu 3.300 Gäste, Tolomeo bewunderten über 1.800 Zuschauer*innen. Den Ökumenischen Festgottesdienst in der Stadtkirche verfolgten 605 Menschen live vor Ort und via Stream an den Bildschirmen. Die angebotenen Platzkapazitäten (gemäß CoronaVO) waren zunächst auf 50 Prozent reduziert, konnten im Laufe der FESTSPIELE jedoch auf 60 Prozent erhöht werden.

Die diesjährigen HÄNDEL-FESTSPIELE KARLSRUHE wurden mit der Neuinszenierung des Hercules in der Regie des Niederländers Floris Visser eröffnet. Händels Hercules wurde 1987 bereits einmal in seiner ursprünglichen oratorischen Version in Karlsruhe aufgeführt, jetzt erlebte das Musical Drama seine erste szenische Aufführung am STAATSTHEATER. Besetzt mit internationalen Stars der Barockszene überzeugte die Inszenierung mit ihrer Fokussierung auf die zerstörerische Kraft der Eifersucht. Die dem Karlsruher Publikum bereits bestens bekannte Star-Mezzosopranistin Ann-Hallenberg und der amerikanische Bassbariton Brandon Cedel gaben eindrucksvoll das Ehepaar Dejanera und Hercules, das diese „human pest“ in den Abgrund treibt. In weiteren Partien glänzten Lauren Lodge-Campell als Iole, Countertenor James Hall als Lichas sowie Moritz Kallenberg als Hyllus. Ausdrucksstark füllte der klangschöne HÄNDEL-FESTSPIELCHOR seine tragende Rolle aus. Lars Ulrik Mortensen am Pult der DEUTSCHEN HÄNDEL-SOLISTEN gab sein Karlsruher Operndebüt mit ausdrucksstarker musikalischer Gestaltung und feinsten Barockklängen. Countertenor Phänomen Cameron Shahbazi brillierte in der Titelrolle der diesjährigen Wiederaufnahme Tolomeo. Der umjubelte Sänger-Cast mit Louise Kemény, Eléonore Pancrazi, Meili Li und Morgan Pearse kehrte hierzu nach Karlsruhe zurück. Benjamins Lazars poetische Erfolgsinszenierung war erneut unter der musikalischen Leitung von Federico Maria Sardelli zu erleben.

Das STAATSTHEATER hat das Festkonzert der Deutschen Händel-Solisten seinem ehemaligen Generalintendanten und Gründer der FESTSPIELE, Günter Könemann, gewidmet. Unter Dirigent Stephen Stubbs musikalischer Leitung wurde die Suite aus Händels erster Oper Almira zur Musik seiner Zeitgenossen Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi und Henry Purcell in wechselvolle Beziehung gesetzt. Neben dem Festkonzert konnte sich das Publikum auf eine fulminante Gala mit der Mezzosopranistin Anna Bonitatibus und dem Dirigenten Attilio Cremonesi freuen, in der die virtuose Musik großer Opernheroinen aus Werken von Händel, Vivaldi und Rossini zelebriert wurde. Mit einer dramatischen Szene aus Händels Alexanderfest und Instrumentalmusik aus ganz Europa wurden im Kammerkonzert der Deutschen Händel-Solisten die dunklen Farben der Viola im Barock beleuchtet.

Mit einem Dozentenkonzert und zwei Abschlusskonzerten bereicherte auch die Internationale Händel-Akademie wieder das Programm. „Es hat mich sehr gefreut, dass wir 2022 wieder junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt begrüßen konnten“, so Akademie-Leiter Professor Thomas Seedorf. Im Mittelpunkt der 35. Ausgabe stand Händels Oratorium Il Trionfo del Tempo e del Disinganno.

Die HÄNDEL-GESELLSCHAFT KARLSRUHE e. V., die auch in diesem Jahr die FESTSPIELE ideell und finanziell unterstützt hat, konnte ihre Mitgliederzahl während der Festspielzeit erneut steigern. Der wieder in Kooperation durchgeführte Ökumenische Festgottesdienst unter Beteiligung der DEUTSCHEN HÄNDEL-SOLISTEN war sehr gut besucht – sowohl vor Ort als auch im Live-Stream. „Die Auftrittsmöglichkeit in Preisträgerkonzert des Händel-Jugendwettbewerbs und die mediale Aufmerksamkeit durch das SWR-Fernsehen waren für die jungen Musiker*innen ein Lichtblick und die Begeisterung hat sich auf das Publikum übertragen“, freut sich Professor Peter Overbeck, der Vorsitzende der HÄNDEL-GESELLSCHAFT KARLSRUHE.

2023 wird die Erfolgsproduktion Hercules zurück auf den Spielplan kehren, außerdem kann sich das Publikum auf die Neuinszenierung der Oper Ottone in der Regie von Carlos Wagner und unter der musikalischen Leitung von Carlo Ipata freuen. Die 45. INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE finden vom 17.2. 2023 bis 3.3. 2023 statt, der Vorverkauf für ausgewählte Vorstellungen startet voraussichtlich Mitte Mai 2022.

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