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Gästebuch

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Wolfgang Kiefer schrieb am 19.7.2013:

„Wer hätte gedacht, dass….“ Wunderte sich der Intendant öffentlich über das volle Haus bei der letzten Vorstellung der Passagierin. Zweifellos handelt es sich um ein sehr gutes Stück (Besser als der zeitgleich gezeigte „Der Idiot“ in Mannheim) und es ist sehr gut realisiert (ebenfalls besser als die Mannheimer Aufführung). Warum sich also wundern über den Erfolg? Weil solche Nischenprojekte in Karlsruhe seit jeher einen schweren Stand hatten.
Was ist besser an der Passagierin als an Wallenberg, der - obwohl ebenfalls hervorragend realisiert – bei weitem nicht diesen Erfolg hatte? Mir fallen drei mögliche Gründe sein:
1. Die Passagierin hat durch die Bregenzer Festspiele schon den Rang eines neuen Opernknüllers bekommen.
2. Die überregionale Presse hat groß und durchweg positiv über die Aufführungen in Mannheim und Karlsruhe berichtet.
3. Die Passagierin wurde über zwei Monate gezeigt, Zeit genug für eine wirksame Mundpropaganda.
Vielleicht lassen sich aus dem Erfolg der Passagierin Strategien für die Realisierung künftiger Raritäten ableiten. Ich wünsche dem Staatstheater dabei viel Erfolg, den „Doctor Atomic“ steht vor der Tür.


Ernst Ott schrieb am 14.6.2013:

Ich hatte erst jetzt Gelegenheit, die Passagierin zu hören und zu sehen: Ein Höhepunkt der Spielzeit. Herzlichen Dank an alle Beteiligten! Es ist schon etwas Besonderes, wenn dieses schwierige Thema so dargestellt wird, dass es jede plakative Anklage vermeidet und einen dennoch tagelang innerlich weiter beschäftigt. Selten so etwas Emotionales und unmittelbar Verständliches gehört. Man kann gar nicht oft genug hingehen. Eine geniale Musik. Danke auch posthum an den Komponisten Weinberg!


Reiner Lehmann schrieb am 6.6.2013:

Gratulation für "Ihre" Regimentstochter und für die Passagierin. Zwei äußerst unterschiedliche, aber äußerst lohnende Opernabende. Vor allem die Passagierin, wir waren in der B-Premiere am 22.05., hat uns tief beeindruckt. Ich kann nur sagen Chapeau für die Inszenierung und für den Mut diese grandiose Oper zu spielen.
Ebenso danke ich Ihrem Indentanten für die offenen und klaren Worte bzgl. den Demonstrationen in der Türkei.
Und ein Letztes: Wir freuen uns jetzt schon auf die Hochzeit des Figaros am 19.07.

Das Staatstheater Karlsruhe wird langsam zu unserer Adresse Nr. 1. obwohl wir 120 km weit anfahren müssen!


Florian Kaspar schrieb am 19.5.2013:

Bravo, das war gestern eine assoziationsreiche Inszenierung eines Meisterwerks.
Herzlichen Dank an Herrn Feuchtner und natürlich Frau Posmysz für den Besuch an unserer Schule !

F.Kaspar
(Copernicus-Gymnasium Philippsburg)


Christa Frei schrieb am 19.5.2013:

Danke, für diese Inszenierung!!! Für mich ist sie der Höhepunkt dieser Spielzeit! Christa Frei


Desiree Paul schrieb am 19.5.2013:

Großartige Künstler, eine Handlung, die jeden von uns angeht, eine große Ästhetik auf der Bühne, spannungsreiche Musik in einer ungewohnten Präsentation, die wahre tragische Episode im Leben einer inzwischen greisen Autorin, die beim Schlussapplaus von den Künstlern und dem Publikum still gefeiert wird, eine Geschichte und ein Abend, uns allen einen Denkanstoß zum Thema Vergebung erteilt... das ist Theater. Ich bin tief bewegt.


Wolfgang von der Aue schrieb am 19.5.2013:

Ihren Ausführungen schließe ich mich an.
Allerdings von der "Vergangenheit" habe ich nun mal die Nase voll.
Diese Thematik gibt es seit 1945.
Nach vorn schauen - in die Zukunft blicken!! Sonst müsste ich ja auch um meine im Krieg todgebombte Tante ein Leben lang trauern.
Wer stochert denn heute z.B. noch
in den Leid der Napoleonkriege herum ?/


Desiree Paul schrieb am 19.5.2013:

Leider kann man auf eine Erwiderung nicht antworten, doch möchte ich den Eintrag von Herrn von der Aue noch kommentieren. Ich wehre mich auch 68 Jahre nach Kriegsende, dass in einigen EU-Regionen Frau Merkel mit der Hakenkreuzbinde oder in einem deutschen Opernhaus Tannhäuser als Nazi dargestellt wird. Es kann nicht sein, dass es in Deutschland nicht erlaubt sein darf, israelische Siedlungspolitik zu kommentiere, ohne das Etikett antisemitisch zu bekommen. Insoweit gebe ich Ihnen vollständig recht, dass wir uns heute von manchem aus der Vergangenheit emanzipieren dürfen. Ich bin jedoch der Auffassung, dass wir eben nicht vergessen dürfen. Frau Posmysz macht es uns sogar leicht. Sie erzählt ihre Geschichte, ohne generell Deutschland anzuklagen, selbst die KZ-Aufseherin sieht sie differenziert.
Ich stelle mir die Frage, warum kommen diese Einwände nicht bei Andrea Chenier mit ihrer Gewalt in der französischen Revolution, der Gewalttätigkeiten und Brutalitäten bei Tosca zur napoleonischen Zeit? Die Opern des Risorgimento greifen unmenschliche politische Verhältnisse von 1815 bis 1870 auf, und kein Mensch regt sich darüber auf oder lehnt diesen geschichtlichen Hintergrund als Opernszenerie ab./


Wolfgnag von der Aue schrieb am 1.6.2013:

Frau Desiree Paul im Prinzip sind wir konform.
Jedoch in der Oper soll die Musik das Sagen haben. "Chenier" "Tosca"
stehen heute nicht im Hype.
Viele der heutigen Regiesapostel
sehen das anders und Sänger müssen diesen teilweise die Musik erklären.
Tannhäuser in Bayreuth, Giovanni in Zürich beide von Baumgärtner:
langweilig aber Hauptsache schockieren.
Aus diesem Grunde singt auch der
ital. Bass Furlanetto kaum in Deutschland./


Marc Bittner schrieb am 17.2.2013:

Als politische Oper bietet sich an:
"Les vêpres siciliennes"
in franz.Sprache. Allerdings von Verdi und nicht modern wie der bereits wieder vergessene "Wallenberg".


michael schrieb am 23.2.2013:

...sehr schade, wenn man den "Wallenberg" bereits wieder vergessen hätte, oder womöglich gar nicht gesehen. Finde das war eine der besten Regien und Produktionen, mit einer faszinierenden Musik!/

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