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Gästebuch

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Christl Wohlwend schrieb am 5.5.2016:

Eine fulminante Aufführung!


Volker Kramer schrieb am 29.3.2016:

Im Gegensatz zum (wunderschönen) Baden-Badener Bombast inszeniert Alden das Stück als Kammerspiel, das nicht alle Rätsel, die es aufwirft, erklärt, aber die Handlung ernst nimmt und den Personen ihre Würde lässt.

Zum Ereignis wird die musikalische Seite mit einer (zuweilen zu sehr) auftrumpfenden Staatskapelle, die ihren Wagner kennt und mit nie nachlassender Spannung den Abend trägt. Heidi Melton gibt mit ihrem Debüt als Isolde eine fulminante Leistung. Mit ihrer gewaltigen, schön klingenden Stimme überstrahlt sie mühelos das Orchester und überrascht dazu mit Feinheiten im Liebesduett. Erin Caves ist ihr ein ebenbürtiger Partner. Mit seinem sicher geführten Tenor hat er die nötigen Reserven für den mörderischen dritten Akt, ohne sich zuvor spürbar zu schonen. Auch er kann mit seiner Stimme gestalten, für Heldentenöre keine Selbstverständlichkeit. Große Begeisterung auch für Seung-Gi Jung, der mit seinem mächtigen Bariton einen wunderbaren Kurwenal singt.

Vielen Dank allen Beteiligten für diese beeindruckende Produktion.


Michael Gißler schrieb am 28.3.2016:

Tristan und Isolde - Premiere 27.3.2016

Der Geist Richard Wagner´s schwebt wieder über Karlsruhe. Nachdem Richard Wagner 1858 vergeblich versucht hatte die Uraufführung von Tristan und Isolde am Karlsruher Hoftheater zu erreichen, ist es 158 Jahre später wieder einmal soweit. Eine an Intensität kaum zu überbietende Premiere seiner "Liebesoper" lässt den Premierebesucher tief beeindruckt zurück. Wie an eine Perlenkette gereiht schließt sich dieser Tristan nahtlos an die hervorragenden Karlsruher Wagnerinszenierungen der vergangenen Jahre - Meistersinger, Tannhäuser und Parsifal - am Badischen Staatstheater an. In einem kaum zu überbietenden Spannungsbogen schafft es Generalmusikdirektor Justin Brown mit seinem Ensemble, dass dieser Ostersonntagabend 2016 für fast alle Opernbesucher ein unvergessentliches Erlebnis wurde. Es stimmte wirklich fast alles an diesem Abend. So auch das über drei Akte, nur durch Lichteffekte und Möbelrücken veränderte Bühnenbild, egal ob wir uns auf einem Schiff, in Irland oder Cornwall befinden. Auch das zeitliche Verschieben der mittelalterlichen Saga in die zigarettenrauchgeschwängerte Luft der vierziger Jahre des zwanzigstens Jahrhunderts ist dem Regisseur Christopher Alden stimmig gelungen. Im Mittelpunkt dieser Inszenierung bleibt nämlich die, durch die unerfüllte Liebe von R.W. zu Mathilde Wesendonck,stark beeinflusste Musik Wagner´s. Justin Brown gelingt es mit seiner hervorragend disponierten Badischen Staatskapelle - lediglich in einigen Szenen zu dominant, vermutlich der Akustik des Badischen Staatsteheater geschuldet - dieses musikalische Vermächtnis Richard Wagners, der eine einfache Oper komponieren wollte, dem Premierenbesucher zu vermitteln. So werden das Einnehmen des Liebestrankes (1.Akt), die Liebesszene (2.Akt) oder der nicht enden wollende Todeskampf Tristans (3.Akt) zu dramaturgischen Höhenpunkten dieser Inszenierung. Aus einem strahlenden Sängerensemble leuchten Heidi Melton (Isolde), Erin Calves (Tristan), Renatus Meszar (König Marke) und Seung-Gi Jung (Kurwenal) heraus. Vor allem Heidi Melton´s Stimme ist an Ausdruckskraft in Höhen und Tiefen, im Fortissimo oder Piano nicht zu überbieten. Dies lässt jetzt schon alle Wagnerfreunde jubilieren, nachdem bekannt wurde, dass Melton die Rolle der Brünnhilde im neuen Karlsruher Ring 2016/17 singen wird. Auch der leider viel zu wenig beschäftigte Hauschor des Badischen Staatstheater rundete den gelungenen Gesamteindruck dieser Premiere ab. Abschließend möchte ich deutlich zum Ausdruck bringen, das dieser Karlsruher Tristan keine Vergleiche in Deutschland oder Europa scheuen muss - und ich weiß wovon ich spreche. Er zeigt auch, dass sich der Direktor des Karlsruher Hoftheaters,Eduard Devrient, getäuscht hat, als er die Uraufführung dieses Werkes wegen Unaufführbarkeit in Karlsruhe verhindert hat. Dieses Werk ist "aufführbar" und ein weiterer Höhepunkt der Karlsruher Wagnergeschichte. Wenn es uns, dem Publikum, noch gelingen sollte, nach dem letzten Ton dieses Werkes ein paar Sekunden Stille zu erhalten, wären auch wir dramaturgisch mehr als beteiligt. Den tosenden, nicht enden wollenden Applaus hatten sich alle an diesem Tristan Beteiligten mehr als redlich verdient. Lassen Sie sich diesen musikalischen Leckerbissen nicht entgehen. Michael Gißler

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