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GOTT

von Ferdinand von Schirach

PREMIERE
30.01.2021 BUNDESGERICHTSHOF
01.03.2021 KLEINES HAUS

Richard Gärtner möchte nicht mehr leben. Körperlich und geistig ist er kerngesund, aber seit dem Tod seiner Frau sieht der 78-Jährige im Leben keinen Sinn mehr. Er bittet seine Ärztin um ein Medikament, das ihm die Möglichkeit bietet, selbst über sein Lebensende zu entscheiden. Und er möchte seinen Fall grundsätzlich vor der Ethikkommission verhandelt wissen. Dort entspinnt sich eine leidenschaftliche Diskussion zwischen Mediziner*innen, Jurist*innen und Geistlichen. Ist der ärztlich assistierte Suizid erlaubt?
Nach dem großen Erfolg von Terror legt Ferdinand von Schirach einen neuen hochaktuellen Theatertext vor. Wieder geht es um Leben und Tod. Und wie bei Terror sind die Zuschauer*innen dazu aufgerufen, ihr eigenes Urteil zu bilden: Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wie steht es um die menschliche Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung? Im Februar 2020 hat das Karlsruher Bundesverfassungsgericht die „geschäftsmäßige“ Sterbehilfe erlaubt und den Beschwerdeführenden gegen den Paragraf 217 des Strafgesetzbuches vorerst freie Hand gegeben. Nun muss der Gesetzgeber weiter beraten. Mit seinem Stück setzt der Jurist und Autor von Schirach seine Idee von Theater als Ort des gesellschaftlichen Diskurses fort, in dem die großen Grundsatzdebatten unserer Zeit verhandelt werden.
Eine Premiere planen wir Anfang des Jahres 2021 im Sitzungssaal des Bundesgerichtshofs und setzen damit unsere Zusammenarbeit mit den Karlsruher Gerichten fort.

 

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