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ÜBER UNS | MEHRSPARTENHAUS


Das STAATSTHEATER KARLSRUHE ist eines der größten Mehrspartenhäuser in Deutschland. Die Sparten OPER, BALLETT, KONZERT, SCHAUSPIEL, VOLKSTHEATER und JUNGES STAATSTHEATER erschaffen in jeder Spielzeit auf den Bühnen für alle Bürger*innen und Kulturinteressierten in der Region ein vielfältiges und diverses Kulturangebot: Kunsterlebnisse, die in den Herzen und Köpfen der Betrachter*innen lebendig werden, die lange nachhallen, berühren und bewegen. So werden Geschichten im Spannungsverhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erzählt.

Bis zu 1040 Veranstaltungen pro Jahr finden in den vier Spielstätten (GROSSES HAUS, KLEINES HAUS, STUDIO, INSEL), auf Gastspielen oder im Stadtraum an besonderen Orten statt. Das Badische Staatstheater ist ein Publikumsmagnet in der Stadt für die Stadt. Als Leuchtturm strahlt es über Karlsruhe hinaus: regional, national und international. So konnten vor der Corona-Pandemie im Durchschnitt jährlich über 300.000 Besucher*innen im Haus begrüßt werden.

Im STAATSTHEATER arbeiten über 700 Mitarbeiter*innen und Gastkünstler*innen aus 45 Herkunftsländern. Als großer Arbeitgeber in der Region vereint das Mehrspartenhaus über 100 außergewöhnliche Berufe unter einem Dach und bietet ein kreatives und internationales Arbeitsumfeld im Herzen von Karlsruhe. Der Repertoirebetrieb ermöglicht ein planvolles, nachhaltiges Arbeiten und gibt gleichzeitig Raum für Innovation. Ein zentrales Anliegen ist es, sich in der Arbeit nachhaltig allen Altersgruppen, Schichten und vor allem interkulturell zu öffnen – in Bezug auf Programm, Publikum und Personal. 

Das STAATSTHEATER versteht sich als Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kunst und Politik und vernetzt sich mit anderen Kultureinrichtungen in Karlsruhe und Umgebung. Als Mitglied mehrerer europäischer Opern- und Theaterorganisationen ist das STAATSTHEATER auch international vernetzt. Das STAATSTHEATER ist eine staatlich geförderte Institution, die den Auftrag hat, Kunst und Kultur im Sinne der freiheitlich demokratischen Grundordnung für die Bevölkerung zu ermöglichen. Für alle Kulturinteressierten schafft es einen Raum für Austausch und Diskurs. Alle zwei Jahre ist das STAATSTHEATER gemeinsam mit dem Kulturamt Mitveranstalter der EUROPÄISCHEN KULTURTAGE KARLSRUHE.

Diversität braucht eine Bühne!
Das STAATSTHEATER wurde von der Kulturstiftung des Bundes als eine von 39 Kulturinstitutionen deutschlandweit für das Programm „360°– Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ ausgewählt. Diese Förderung ist eine Auszeichnung und zeigt, dass ein zukunftsweisender Weg eingeschlagen wurde, um sich der gelebten Vielfalt der Stadtgesellschaft weiter zu öffnen und Diversität auf den Bühnen zu beheimaten. Dank der Förderung ist das STAATSTHEATER über vier Jahre mit den nötigen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet, um gemeinsam mit dem Publikum und allen interessierten Karlsruher Bürger*innen diesen Weg weiter zu ebnen und zu gestalten.

Generalsanierung und Neubau
1975 am Ettlinger Tor in Karlsruhe gebaut, war das Theatergebäude ursprünglich für 350 Beschäftigte ausgelegt. Jetzt arbeiten hier zu Hochzeiten über 700 Menschen. Seit über 40 Jahren ist das Haus ohne übergreifende Sanierung im Betrieb. 2006 beschloss der Verwaltungsrat erstmals eine Überprüfung der Bausubstanz. Einer Hausschließung, wie sie bei anderen Theatern notwendig war, soll mit einer geplanten Sanierung zuvorgekommen werden. Vor allem Mängel in Sachen Brandschutz und Barrierefreiheit müssen behoben werden. Ebenso gilt es, gesetzeskonforme Arbeitsplätze zu schaffen.

OPER
Freudige Erwartung, hautnah und aufgeladen mit festlich prickelnder Energie. Der Ort dieser Verabredung? Das STAATSTHEATER! Mit dem Opernticket tritt das Publikum ein in den Raum und erweckt ihn mit den Bühnenkünstler*innen zum Leben – atmet und fühlt Nähe, Verzauberung, Lust, Freude, Abenteuer, einen Raum der Freiheit, um sich gemeinsam der universalen Sprache der Musik zu überlassen. Das Ensemble der Badischen Staatsoper entführt mit sinnlichem Zauber: Die Magie der menschlichen Gesangsstimmen, des Orchesterklanges, des miteinander Verschmelzens auf einer Bühne der Sinnlichkeit. Sehen und hören, unverfälscht und unmittelbar – die große Kunstform Oper in ihrer unverzichtbaren Heimstatt, dem STAATSTHEATER. Die Opernsparte wird seit 2018 von Direktorin Nicole Braunger geleitet.

Der BADISCHE STAATSOPERNCHOR blickt auf eine lange Tradition zurück. Der aus dem Chor des Hof- und späteren Landestheaters (ab 1918) hervorgegangene STAATSOPERNCHOR besteht heute aus 28 Damen und 26 Herren und wird von Chordirektor Ulrich Wagner geleitet. Die Geschichte des Chores ist von der  Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten und Regisseuren geprägt, darunter die Hofkapellmeister und Generalmusikdirektoren Hermann Levi, Felix Mottl, Joseph Krips, Joseph Keilberth, Christof Prick, Anthony Bramall und Justin Brown sowie Regisseure wie Jean-Louis Martinoty, Gian-Carlo del Monaco, Juri Ljubimow, Peer Boysen, Alexander Schulin, David Hermann, Tobias Kratzer, Christopher Alden und Keith Warner. Der Chor wirkte bei zahlreichen Uraufführungen mit. Für seine Einspielung von Berlioz‘ Les Troyens hat der BADISCHE STAATSOPERNCHOR den International Opera Award 2018 gewonnen.

Einmal im Jahr ist das STAATSTHEATER Gastgeber der INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE und bietet höchstes künstlerisches Niveau und internationalen Barockgenuss vom Feinsten. Die Festspiele in Karlsruhe warten mit exklusivem Programm und Starbesetzung auf. Neben beeindruckenden Operninszenierungen mit international anerkannten Künstler*innen versprechen die HÄNDEL-FESTSPIELE unvergleichliche Konzerterlebnisse führender Barock-Spezialist*innen.

BALLETT
Tanz, der im Hier und Jetzt entsteht: Das STAATSBALLETT erzählt Geschichten durch Bewegung, teilt Emotionen durch Bewegung. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Bridget Breiner Ballettdirektorin und Chefchoreografin des STAATSBALLETTS KARLSRUHE. Körper, Energie und exzellente Fähigkeiten: Breiner hat eine zeitgenössische Ballettkompanie aufgebaut, die ihre Wurzeln im klassischen Ballett hat. Die Offenheit der Körper und die Energie wird durch die hohe Kunstfertigkeit auf eine andere Ebene gebracht – in dem Streben, etwas Größeres und Reineres als sich selbst zu verkörpern.

Das Ensemble des STAATSBALLETTS KARLSRUHE besteht aus circa 30 Tänzer*innen und wird für einige Produktionen durch Studierende des Masterstudiengangs Tanz an der Akademie des Tanzes Mannheim ergänzt. Linien und Bewegung: Die Kompanie arbeitet aus dem Wissen der klassischen Technik. Moderner Tanz ist dabei ein Teil der Arbeit, jedoch immer im Bewusstsein klassischer Linien.

Die Stücke und Vorstellungen inspirieren den Glauben und die Hoffnung: Tanzkunst, die Größe und Wahrheit berührt und die Menschen ermutigt, tief einzutauchen und etwas Größeres als sich selbst zu berühren.

KONZERT
1662 als Hofkapelle des badischen Fürstenhofes gegründet, kann die BADISCHE STAATSKAPELLE als eines der ältesten Orchester der Welt auf eine überaus reiche und gleichzeitig gegenwärtige Tradition zurückblicken, dank derer sie sich auch nach dem 350-jährigen Jubiläum 2012 als lebendiges und leistungsfähiges Ensemble präsentiert und sich mit großer Flexibilität der kompletten Spannweite zwischen Repertoirepflege und der Präsentation zukunftsweisender Zeitgenossen stellt. Zur Spielzeit 2020/21 hat Georg Fritzsch seine Tätigkeit als Generalmusikdirektor aufgenommen. Dorothea Becker ist Orchesterdirektorin. 2021 ist die STAATSKAPELLE dem Verein Orchester des Wandels e.V. beigetreten.

SCHAUSPIEL
Gute, außergewöhnliche und bewegende Kunst: In dieser Spielzeit wird das Ensemble der Schauspieler*innen verstärkt Stücke von Autorinnen und ein vielfältiges Programm zu gesellschaftlich relevanten Themen, wie Klima, Nachhaltigkeit, Kapitalismuskritik oder Männer und Frauen auf die Bühne bringen. Zudem starten in der Spielzeit 21/22 im STUDIO² mitreißende Inszenierungen sowie Spiel-, Gesprächs- und Partyformate zum Mitmachen. Die inhaltliche Ausrichtung des STUDIOS liegt zum ersten Mal in den Händen des Schauspielensembles. Das STUDIO wird mit einer Rauminstallation in einen Ort für neue Kunstformen und Begegnungen verwandelt. Seit 2018 ist Anna Bergmann Schauspieldirektorin am STAATSTHEATER. Ihre Kindheit und das Aufwachsen in der DDR bezeichnet sie als prägend - unbeschwerte Kindheit mit starkem sozialen Zusammenhalt, fortschrittliche Frauenpolitik und konsequente antifaschistische Erziehung. Mit einer hundertprozentigen Frauenquote („Feminat“) in Direktion, Stellvertretung, Dramaturgie und Regie setzte sie gleich zu Beginn als Direktorin ein Zeichen in Sachen Geschlechtergerechtigkeit in der deutschen Theaterlandschaft. Dass beim Berliner Theatertreffen nun eine Fünfzig-zu-fünfzig-Quote eingeführt wurde und andere Häuser dem Karlsruher Beispiel folgen, zählt zu Bergmanns Erfolgen im Kampf gegen ein toxisches System. Für die kommenden Monate kündigt sie eine Radikalisierung des Programms an, weg vom „Gemischtwarenladen“ hin zu Fokussierung auf Themen, die ihr wichtig sind.

JUNGES STAATSTHEATER
Theater für alle! Das JUNGE STAATSTHEATER KARLSRUHE feiert sein 10-jähriges Bestehen und bietet ein vielseitiges Programm für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen an. Das siebenköpfige professionelle Schauspielensemble spielt Theater für die Allerkleinsten, Klassiker der Kinderliteratur und Familienstücke ebenso wie Stücke zu gesellschaftlich relevanten Themen für Menschen ab 14 Jahren. Neben den Vorstellungen in der INSEL, der Spielstätte des JUNGEN STAATSTHEATERS, sind mobile Produktionen wie NINA UND PAUL oder PETER PAN in der Spielzeit 2021/22 auch in Schulen und anderen Einrichtungen in Karlsruhe und Umgebung zu erleben. Theater vermitteln für junge Menschen: Zu allen Produktionen werden theaterpädagogische Workshops, Nachgespräche oder Materialmappen angeboten.

In der Jubiläumsspielzeit wird der Blick auf die Zukunft gerichtet und Visionen für das Kinder- und Jugendtheater entwickelt – gemeinsam mit Menschen aus der Stadt.  Es geht darum, Anlässe und Orte für Austausch und Begegnung zu schaffen. Das passiert in der Jubiläumsproduktion Zehn zwischen Kindern und Erwachsenen auf der Bühne, aber auch im Stadtraum, wo kleine Theater-Inseln errichtet werden, die allen Passant*innen Impulse bieten, Fantasien zu entwickeln, dem eigenen Spieltrieb zu folgen oder neue Perspektiven einzunehmen. Ein ganz besonderes Projekt zum Jubiläum ist die Gründung des Kinder- und Jugendbeirates Dramakomitee, der in Zukunft das Programm und Aktivitäten des JUNGEN STAATSTHEATERS mitgestalten soll.

VOLKSTHEATER
Das VOLKSTHEATER unter der Leitung von Stefanie Heiner heißt die Bürger*innen der Stadt Karlsruhe mit einem vielfältigen Angebot willkommen und lädt sie ein, kreativ zu werden und das Theater mit ihren Ideen und Persönlichkeiten zu bereichern. Gelegenheiten dazu bieten die verschiedenen Inszenierungen, die VOLKSTHEATER-CLUBS sowie die neue Workshop-Reihe VOLKSTHEATER INTENSIV. Interessierte können neue Verhaltensweisen ausprobieren, Haltung zeigen, neugierig und experimentierfreudig sein und damit Teil einer offenen, toleranten und gerechten Gesellschaft. Das VOLKSTHEATER ist ein Ort für Austausch, Diskurs und Veränderung, an dem Gedanken, Themen und Ideen auf der Bühne geteilt werden und gemeinsam experimentiert wird.